Die US-Bundesbehörde für Arbeitsstatistik hat die neuesten Producer Price Index (PPI)-Daten veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, dass der PPI im März um 0,5% im Monatsvergleich und um 4% im Jahresvergleich gestiegen ist. Damit wurde der stärkste Anstieg seit mehr als drei Jahren verzeichnet. Laut AP/PBS sind vor allem die durch den Iran-Krieg in die Höhe getriebenen Energiekosten der Haupttreiber, und der Zeitplan für Zinssenkungen der Federal Reserve wird wahrscheinlich weiter nach hinten verschoben.
Umfassende Auswertung der PPI-Daten
Kennzahl Monatliche Wachstumsrate Jahreswachstumsrate Anmerkung Gesamt-PPI +0,5% +4,0% Höchster Stand seit über drei Jahren Kern-PPI (ohne Lebensmittel und Energie) +0,1% +3,8% Unter den Markterwartungen Energiekosten +8,5% — Hauptsächlich getrieben durch die Lage im Iran
Aus der Datenstruktur heraus betrachtet, wird der deutliche Anstieg des Gesamt-PPI fast vollständig durch die Energiepreise verursacht. Der Kern-PPI ist lediglich um 0,1% im Monatsvergleich gestiegen, unter den Markterwartungen, was darauf hindeutet, dass die Inflationsdrucklage in der US-Produktion relativ moderat ist, sofern man die durch geopolitische Faktoren verursachten Energie-Impulse ausschließt.
Iran-Krieg und explodierende Energiekosten
Hinter dem sprunghaften Anstieg der Energiepreise um 8,5% im Monatsvergleich steht das direkte Ergebnis der fortschreitenden Eskalation des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Nachdem die Trump-Regierung die Meerenge von Hormus blockiert hat, wurde die globale Lieferkette für Rohöl schwer beeinträchtigt; zeitweise überschritten die internationalen Ölpreise die Marke von 104 USD pro Barrel. Dieser Kostendruck durch Energie wird entlang der Lieferkette in Richtung nachgelagerter Bereiche weitergegeben, von Transport bis hin zum verarbeitenden Gewerbe bleibt nichts verschont.
Das Dilemma der Geldpolitik der Federal Reserve verschärft sich
Die Veröffentlichung der PPI-Daten macht die Lage der Federal Reserve noch schwieriger. Einerseits sind die gesamten Inflationsdaten nach wie vor hoch; einige Entscheidungsträger der Federal Reserve tendieren sogar zu Zinserhöhungen, um den Preisanstieg einzudämmen. Andererseits deutet die vergleichsweise moderate Entwicklung der Kerninflation darauf hin, dass der aktuelle Inflationsdruck eher durch Angebotsimpulse verursacht wird, statt durch eine Überhitzung der Nachfrage.
Wie JPMorgan-Chef Jamie Dimon zuvor gewarnt hatte, wird der Iran-Krieg die Inflation nach oben treiben und dazu führen, dass die Zinssätze noch länger auf einem hohen Niveau gehalten werden. Nun bestätigen die PPI-Daten seine Einschätzung.
Gleichzeitig übt Präsident Trump weiterhin öffentlich Druck auf die Federal Reserve aus, damit sie die Zinsen senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln, wodurch sich eine seltene Konfrontation zwischen Politik und Geldpolitik ergibt. Der Markt geht derzeit allgemein davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve in der ersten Jahreshälfte die Zinsen senkt, deutlich gesunken ist.
Auswirkungen auf die Finanzmärkte
Nach der Veröffentlichung der PPI-Daten sind die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen leicht gestiegen, was die Erwartung stärkt, dass die Federal Reserve an einer restriktiven Haltung festhält. Der US-Dollar-Index hat sich zeitgleich ebenfalls verstärkt und übt Druck auf riskante Assets aus, einschließlich Kryptowährungen. Allerdings bietet das Signal, dass der Kern-PPI unter den Erwartungen liegt, dem Markt etwas Entlastung, was zeigt, dass sich der Inflationsdruck nicht vollständig und breitflächig ausbreitet.
Der nächste Fokus wird sich auf den bevorstehenden Verbraucherpreisindex (CPI) sowie auf die nächste Zinsentscheidungssitzung der Federal Reserve verlagern. Zu diesem Zeitpunkt werden die neuesten Einschätzungen der Beamten zum Inflationsausblick zu einer entscheidenden Leitlinie für die Richtung des Marktes.
Dieser Artikel „Amerikas PPI-Jahresrate steigt um 4% und erreicht den größten Anstieg seit drei Jahren: Der Iran-Krieg treibt Energiekosten nach oben, Zinssenkungen der Federal Reserve rücken weiter in die Ferne“ ist zuerst erschienen bei Lian News ABMedia.
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