Gate News Nachrichten, 18. März: Laut Medienberichten hat die von Nigel Farage geführte Reform UK noch keine Kryptowährungs-Spenden-Wallet-Adressen beim britischen Wahlkomitee eingereicht, obwohl die Regulierungsbehörde mehrfach Aufforderungen dazu gestellt hat. Die Partei hatte zuvor angekündigt, Kryptowährungs-Spenden anzunehmen, was schnell Bedenken hinsichtlich der Transparenz der Geldquellen und möglicher ausländischer Einflussnahmen aufkommen ließ.
Das britische Wahlkomitee erklärte, Parteien seien verpflichtet, relevante Informationen bereitzustellen, um die Einhaltung der Wahlgesetze sicherzustellen. Da die Untersuchung jedoch noch läuft, wurden keine Details öffentlich gemacht. Die Regulierungsbehörde wies außerdem darauf hin, dass Kryptowährungs-Spenden besondere Herausforderungen bei der Identifizierung der Spender und der Überprüfung der Rechtmäßigkeit darstellen und möglicherweise genutzt werden könnten, um bestehende Regulierungen zu umgehen.
Derzeit wurden keine Kryptowährungs-Spenden offiziell gemeldet. Nach den Regeln müssen Spenden unter 500 Pfund nicht gemeldet werden. Dieses System wird jedoch als anfällig für Manipulation durch Aufsplitterung angesehen, um größere Geldmengen zu verschleiern. Die Regulierungsbehörde hat zudem vorgeschlagen, die gesetzlichen Befugnisse zu stärken, um illegale Gelder am Eintritt in das britische politische System zu hindern.
Bemerkenswert ist, dass die Kryptowährungszahlungen von Reform UK durch ein Unternehmen namens Radom abgewickelt werden, das eine Virtual Asset Service Provider (VASP)-Lizenz über eine polnische Gesellschaft erhalten hat, um die direkte Prüfung durch die Financial Conduct Authority (FCA) in Großbritannien zu umgehen. Da Polen das EU-MiCA-Regulierungsrahmenwerk noch nicht vollständig umgesetzt hat, ist die Regulierung dort vergleichsweise begrenzt.
Der Branchenexperte Robert Nogacki weist darauf hin, dass die aktuellen Registrierungsanforderungen in Polen relativ niedrig sind, nur geringe Gebühren für die Erteilung der Lizenz erforderlich sind und die Prüfverfahren eher lax sind, was Compliance-Risiken bergen könnte. Zudem wurde berichtet, dass Organisationen, die grenzüberschreitende illegale Geldflüsse betreiben, ähnliche regulatorische Umgebungen genutzt haben, um ihre Qualifikation zu erlangen.
Mit der zunehmenden Nutzung von Kryptowährungen im politischen Finanzierungsbereich rücken Regulierungs- und Compliance-Fragen immer mehr in den Fokus. Die zukünftige Politik der britischen Regulierungsbehörden könnte zudem eine Vorbildfunktion für die globale Regulierung von Krypto-Spenden einnehmen.
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