Das 2. Verwaltungsdezernat des Verwaltungsgerichts Seoul, geleitet von Richter Gong Hyeon-jin, hat am Donnerstag einem Antrag auf Aussetzung stattgegeben und damit eine sechsmonatige Suspendierung ausgesetzt, die die Financial Intelligence Unit (FIU) der Krypto-Börse Bithumb auferlegt hatte, wie Yonhap News berichtet. Die Aussetzung erlaubt es Bithumb, während das Gericht den Fall prüft, weiterhin normal zu operieren, bis eine endgültige Entscheidung vorliegt. Bithumb hatte am 23. März eine verwaltungsrechtliche Klage eingereicht und den Aussetzungsantrag gestellt, bevor die Suspendierung am 27. März in Kraft treten sollte.
Die FIU, eine Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche unter der Financial Services Commission, hatte Bithumb im März zunächst eine Suspendierungsmitteilung gesendet und Verstöße gegen Verpflichtungen im Bereich der Geldwäschebekämpfung (AML) vorgeworfen. Die Suspendierung hätte externe Krypto-Ein- und Auszahlungen für neue Kunden gestoppt. Die FIU verhängte zudem eine Geldstrafe von 36,8 Milliarden Won (25 Millionen US-Dollar) und verwies dabei auf die angebliche Versäumnis des Unternehmens, die Identitäten von Nutzern in ungefähr 6,65 Millionen Fällen zu verifizieren, so The Korea Herald. CEO Lee Jae-won ist infolge der regulatorischen Feststellungen ebenfalls mit Disziplinarmaßnahmen konfrontiert.
Bithumb bezeichnete die sechsmonatige Suspendierung als die härteste Sanktion, die jemals für eine auf Won basierende Krypto-Börse in Korea verhängt worden sei, und argumentierte, sie werde das Wachstum neuer Nutzer bremsen und dem Geschäft schaden. Die FIU hingegen vertrat die Auffassung, die Suspendierung hätte nur begrenzte Auswirkungen auf die Einnahmen. Die Geldstrafe von 36,8 Milliarden Won bleibt laut The Korea Herald auch mehr als vier Wochen nach Fristablauf unbezahlt, trotz eines von der FIU angebotenen 20%-Rabattes bei einer frühen Zahlung. Bithumb werde voraussichtlich gegen die Geldstrafe vorgehen und erklärte: „Wir planen, unsere Position während der verbleibenden rechtlichen Verfahren gewissenhaft darzulegen“, wie aus Berichten hervorgeht.
Im vergangenen Monat hatte Bithumb den geplanten Zeitplan für sein vorgeschlagenes Initial Public Offering (IPO) auf 2028 verschoben, während weiterhin eine behördliche Prüfung lief. Anfang dieses Jahres hatte die Börse einen gravierenden Betriebsfehler erlebt, bei dem sie versehentlich theoretisch 620.000 BTC an Nutzer ausgegeben hat – im Rahmen einer internen Werbekampagne. Die Börse konnte den Großteil des kleineren Betrags der tatsächlich beanspruchten Gelder wieder zurückholen und bildete ein unternehmensweites Task Force-Gremium, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Der Fehler führte zu einer Untersuchung durch den Financial Supervisory Service Südkoreas, der die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement der Börse prüft.
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