Benchmark-Analyst Mark Palmer verteidigte das bevorzugte STRC-Aktienmodell von Strategy gegen Kritik, die es in einem Mittwoch-Bericht als „zirkuläres“ Ponzi-Schema bezeichnete. Er argumentierte, solche Einordnungen „misscharacterize“ (fehlinterpretieren) die Art und Weise, wie das Unternehmen Kapital aufnimmt und einsetzt. Laut Palmers Analyse fungiert STRC als Teil eines „deliberate and durable“-Modells, das „Nachfrage nach Rendite in langfristige Bitcoin-Exponierung umwandelt“, wobei das Kapital letztlich auf der Bilanz von Strategy landet – statt in einem Vakuum wiederverwertet zu werden.
STRC ist eine variabel verzinste, ewige Vorzugsaktie, die eine jährliche Dividende von rund 11,5% ausschüttet. Sie ist so konzipiert, dass sie nahe an oder bei 100 US-Dollar gehandelt wird, wobei die Dividendenrate angepasst wird, um diesen Kursanker zu halten.
Laut den SEC-8-K-Einreichungen von Strategy brachte das Unternehmen in den ersten drei Wochen im April rund 3,5 Milliarden US-Dollar ein. Mehr als 85% dieser Summe stammten aus der Emission von STRC-Vorzugsaktien. Die Erlöse wurden in drei aufeinanderfolgenden wöchentlichen Bitcoin-Käufen eingesetzt, die zusammen 51.364 BTC umfassten und zu aktuellen Preisen mehr als 3,9 Milliarden US-Dollar wert waren.
Strategy „STRC“-Vorzugsaktienkurs und Dividende. Quelle: STRC.Live
Strategy-Bitcoin-Käufe. Quelle: SaylorTracker
Strategy hält nun 818.334 BTC im Gegenwert von rund 62,5 Milliarden US-Dollar und ist nach Ausgaben in weiten Teilen der vergangenen sechs Monate im Minus wieder in einen nicht realisierten Gewinn von etwa 700 Millionen US-Dollar zurückgekehrt.
Benchmark argumentierte, das STRC-Modell sei nicht von einer fortlaufenden Emission abhängig, um zu überleben. Man könne die Vorzugsdividenden notfalls decken, indem man einen Teil seines Bitcoins verkauft. Kritiker halten dagegen, dass ein solcher Schritt des größten börsennotierten Unternehmens-Bitcoin-Holders sehr wahrscheinlich als großes Warnsignal wahrgenommen würde und möglicherweise einen breiten Verkaufsdruck auslösen könnte.
In einer separaten Notiz am Donnerstag bot Grayscales Zach Pandl eine abweichende Sichtweise. Er charakterisierte Instrumente wie STRC letztlich als „eine Richtungswette“ auf den Bitcoin-Preis, wobei Auszahlungen von weiterer Wertsteigerung abhängen. Pandl stellte die Risikoprofile ihrer Instrumente in eine Reihe mit hochverzinslicher Unternehmensschuld und sagte, Spot-Bitcoin-ETFs seien weiterhin die „sauberste“ Möglichkeit für Anleger, sich zu exponieren – abgesehen vom direkten Kauf des Assets.
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