Gate News-Meldung, 26. April — Die US-Börsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat seit Donald Trumps Rückkehr ins Amt 24% ihrer Belegschaft gekürzt und die Behörde damit auf das niedrigste Personalniveau seit 15 Jahren gebracht, während die Risiken für Insiderhandel in der Krypto-, Öl-Futures- und Prediction-Marktbranche weiter wachsen. Die Durchsetzungsabteilung wurde besonders hart getroffen und sank von 140 besetzten Stellen im Jahr 2025 auf 108 beantragte Stellen — ein Rückgang um 23%. Das Büro der CFTC in Chicago ging laut Berichten von 20 Durchsetzungsjuristen auf null zurück.
Der unter Trump ernannte Vorsitzende Michael Selig verteidigte die Kürzungen mit dem Hinweis auf Effizienzgewinne und neue Technologien. Er sagte, die Behörde setze KI-Tools wie Microsoft Copilot ein, um zu Entwürfen für Memo- und Antragsbearbeitung zu erstellen, sodass eine kleinere Belegschaft effektiv funktionieren könne. „Soweit es Lücken gibt, füllen wir diese Lücken“, sagte Michael gegenüber dem Kongress. „Aber dank unseres erneuerten Fokus auf Effizienz und dem Einsatz neuer Technologien arbeiten wir effektiver und effizienter als je zuvor.“ Die Stellenkürzungen wurden teilweise vom Department of Government Efficiency (DOGE) vorangetrieben, das von Elon Musk unterstützt wird und das Rücktritte in der gesamten Bundesbelegschaft ausgelöst hat.
Ein ehemaliger leitender CFTC-Beamter widersprach der Effizienz-Erzählung. „Es gab Kürzungen, die nicht genau logisch waren“, sagte der ehemalige Beamte. „Man hat auf Personen gezielt, die erfahren und angesehen waren. Reale Durchsetzungsjuristen wurden entlassen. Und es gab eine große Reduzierung bei Prozessanwälten.“ Der Beamte warnte, dass die Behörde Fälle priorisieren müsse und dadurch einige Angelegenheiten unbeantwortet bleiben würden.
Prediction-Märkte sind als große Herausforderung für die Durchsetzung in Erscheinung getreten. Diese Plattformen ermöglichen es Händlern mittlerweile, echtes Geld auf Regierungsrazzien, Kriege, Wahlen, Sportereignisse, Promi-Events, Fed-Entscheidungen, Gerichtsauseinandersetzungen, Krypto-Politik und andere Ereignisse mit Fristen zu setzen. Gesetzgeber beider Parteien haben Bedenken geäußert. Rep. Nikki Budzinski, eine Demokratin aus Illinois, sagte, sie habe „große Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit, die sie haben werden, die angemessene Aufsicht bereitzustellen, die die Steuerzahler in diesem Land von der CFTC verdienen“, und bezeichnete die Stellenkürzungen als „massive Entlassungen, die als Effizienzgewinne getarnt sind“.
Konkrete Vorfälle haben die Risiken verdeutlicht. Kalshi, eine der beiden größten Plattformen für Prediction Markets, zahlte 2,2 Millionen US-Dollar an Erstattungen aus und sieht sich nun Klagen ausgesetzt, nachdem es bei einem umstrittenen Markt, der mit dem Obersten Führer Irans Ali Khamenei verknüpft war, zu Streit kam. Kalshi bestrafte außerdem drei Kandidaten aus dem US-Kongress dafür, auf ihre eigenen Rennen gesetzt zu haben. In der Zwischenzeit hat Trump Media & Technology Group Pläne für eine eigene Prediction-Plattform angekündigt, und Donald Trump Jr. fungiert als bezahlter Berater für Kalshi sowie als Investor in Polymarket — was Fragen zu möglichen Interessenkonflikten aufwirft.
Die CFTC hatte bis Februar 2026 535 Beschäftigte. Selbst wenn der Kongress Michaels Antrag für $410 million und 650 Vollzeitstellen genehmigt, würde die Behörde kleiner bleiben als während der meisten Zeit von Trumps erster Amtszeit. Die Behörde hat einen Großteil der Aufsichtspflichten an die Börsen selbst delegiert und sie als die „erste Verteidigungslinie“ gegen Insiderhandel bezeichnet.
Verwandte Artikel
Trump sagt, er habe „gute Kommunikation“ mit Putin und Selenskyj gehabt und wolle die Konfliktlösung voranbringen
US-Sanktionen gegen iranisch verknüpfte Krypto-Wallets mit $344M -Einfrierung durch Tether
US-Militär bestätigt den Betrieb eines Bitcoin-Nodes, während mehrere Nationen Krypto für die Staatsführung übernehmen
US-Sanktionen gegen Iran-gebundene Krypto-Wallets, Tether friert $344 Million USDT ein
Trump sagt, der Iran solle weise handeln, aber die USA werden in jedem Fall gewinnen
Wichtige Entscheidungen großer Zentralbanken und Tech-Berichte sollen die Märkte in der kommenden Woche antreiben