Gate News Nachrichten, 23. März: Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Spaniens Premierminister Pedro Sánchez warnte, dass der aktuelle Konflikt den „globalen kritischen Punkt“ erreicht hat, und forderte eine schnelle Wiederaufnahme der Schifffahrt durch den Persischen Golf sowie die Sicherung der regionalen Energieinfrastruktur. Mit dem Eintritt des Konflikts zwischen den USA und Iran in die vierte Woche steigen die Unsicherheiten auf den globalen Energie- und Finanzmärkten deutlich.
Vor diesem Hintergrund bestätigte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass 22 Länder an der Entwicklung eines Sicherheitsplans für den Persischen Golf beteiligt sind, darunter Japan, Südkorea und mehrere Nahost-Länder. Der Plan befindet sich jedoch noch in der Koordinierungsphase, und es ist unklar, ob eine Marinepräsenz eingesetzt wird. Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Positionen: Spanien, Deutschland und Italien lehnen eine militärische Beteiligung ab, wodurch Großbritannien zur Schlüsselmacht im von den USA geführten Bündnis wird.
Gleichzeitig sendet Iran eine härtere Botschaft aus. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, dass die USA im Zusammenhang mit US-Staatsanleihen potenzielle Angriffsziele seien. Diese Aussage bringt eine neue Unsicherheit in die globale Anleihemärkte. Kürzlich stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf 4,38 %, den höchsten Stand seit fast acht Monaten. Anleihe- und Aktienmärkte geraten gleichzeitig unter Druck, und die traditionelle Flucht in sichere Anlagen verliert an Bedeutung.
Auch der Energiemarkt ist betroffen. Der Brent-Ölpreis hat die Marke von 112 USD pro Barrel überschritten. Obwohl die iranische Ölförderung durch teilweise aufgehobene Sanktionen wieder etwas zugenommen hat, wird allgemein angenommen, dass die zusätzliche Versorgung begrenzt ist. Der Einfluss zeigt sich vor allem in einer erhöhten Verhandlungsmacht bei den Preisen. Angesichts der erwarteten anhaltenden militärischen Aktivitäten in der Region über mehrere Wochen steigen die Risiken für Preisschwankungen bei Energie.
Für den Kryptowährungsmarkt verändern makroökonomische Unsicherheiten die Kapitalflüsse. Die Korrelation von Bitcoin mit risikoreichen Vermögenswerten steigt, und die Fluchtfunktion wird neu bewertet. Derzeit konzentriert sich der Markt auf die Frage, ob die multilateralen Allianzen von der Planung in die tatsächliche Umsetzung übergehen können und ob die Schifffahrt durch den Persischen Golf kurzfristig wieder aufgenommen wird. Diese Faktoren werden die nächsten Bewegungen bei Energie, Anleihen und Kryptowährungen maßgeblich beeinflussen.
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