Gate News-Update, 23. April — SK Hynix meldete am Donnerstag ein starkes erstes Quartal: Der Nettogewinn sprang um mehr als 400% auf 25,4 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz um 198% auf 35,55 Milliarden US-Dollar zulegte. Das Märzquartal war das erste Mal, dass der südkoreanische Chiphersteller 50 Billionen Won Umsatz im Quartal übertraf, mit einem Absatz, der sich im Jahresvergleich nahezu verdreifachte. Der Betriebsgewinn stieg um das Fünffache im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr und verdoppelte sich zudem nahezu im Quartalsvergleich, während die operative Marge mit einem Rekordwert von 72% auflief. Die Aktie sprang zu Handelsbeginn zunächst um 3,6%, schloss dann jedoch 0,9% tiefer.
Starke Preise für Speicherchips und beschleunigte Investitionen in die KI-Infrastruktur trieben die Entwicklung im Quartal. SK Hynix ist der führende Zulieferer von HBM (High-Bandwidth-Memory), kritischen Komponenten für KI-Rechenzentren. Das Unternehmen erklärte, dass Q1 typischerweise zwar ein saisonaler Abschwung sei, „die starke Nachfrage jedoch anhielt, da die Investitionen in die KI-Infrastruktur ausgeweitet wurden“. Da sich die Künstliche Intelligenz über das Training von Modellen hinaus auf agentische KI-Anwendungen ausweitet, die Echtzeit-Inferenz erfordern, wird erwartet, dass die Nachfrage nach Speicher weiterhin robust bleibt.
SK Hynix hält im HBM-Segment einen Marktanteil von 57% und ist ein wichtiger Lieferant für Nvidia. Während Samsung kürzlich die Spitzenposition bei den gesamten DRAM (Dynamic Random Access Memory)-Erlösen im Spätjahr 2025 zurückeroberte, haben SK Hynix’ frühe Führungsrolle bei der HBM-Produktion und enge Beziehungen zu Nvidia seinen Wettbewerbsvorteil gefestigt. Das Unternehmen plant, im zweiten Halbjahr 2026 mit der Lieferung von HBM4E-Mustern zu beginnen, wobei die Serienproduktion für 2027 anvisiert ist.
Lieferengpässe bleiben eine erhebliche Herausforderung. Chey Tae-won, Vorsitzender der SK Group, sagte im März 2026, dass die globale Knappheit bei Chip-Wafern bis 2030 anhalten könnte, da die HBM-Nachfrage weiterhin das Angebotskapazität übersteigt. Um die Kapazitätsgrenzen zu adressieren, kündigte SK Hynix Pläne an, 19 Billionen Won in eine neue südkoreanische Fertigungsanlage zu investieren. Das Unternehmen hat zudem die Beschaffung kritischer Materialien wie Helium, Brom und Wolfram diversifiziert und langfristige Abkommen über verflüssigtes Erdgas gesichert, um die Energiekosten zu steuern.
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