Gate News-Nachrichten, 6. April: Der CEO von OpenAI, Sam Altman, hat in diesem Jahr intern und vertraulich geäußert, dass das Unternehmen voraussichtlich spätestens im vierten Quartal mit dem IPO fertig sein möchte. CFO Sarah Friar hat jedoch mehreren Kollegen gegenüber offengelegt, dass sie der Ansicht sei, dass OpenAI im Jahr 2026 noch nicht bereit für einen Börsengang sein werde. Als Gründe nannte sie unter anderem den Umfang der erforderlichen Prozesse und der organisatorischen Arbeit sowie die finanziellen Risiken, die sich aus den Verpflichtungen zum Einkauf von hochleistungsfähiger Rechenleistung ergeben.
Auf der internen Management-Ebene hat Altman Friar wiederholt von Finanzentscheidungen ausgeschlossen. In den letzten Monaten lud er Friar bei Gesprächen mit einem führenden Investor über den Serverkauf nicht ein; ein Teilnehmer sagte, ihr Fernbleiben sei „auffällig und peinlich“. Deshalb war sie bei einem früheren Treffen zu demselben Thema noch beteiligt. Seit August letzten Jahres berichtet Friar nicht mehr direkt an Altman, sondern an Fidji Simo, die Leiterin des Anwendungs-Geschäfts, was von der üblichen Praxis großer Unternehmen abweicht, bei der der CFO normalerweise direkt dem CEO verantwortlich ist.
Finanziell hat OpenAI zugesagt, in den kommenden fünf Jahren über 600 Milliarden US-Dollar in Cloud-Server zu investieren. Interne Prognosen gehen davon aus, dass bis zur Erreichung eines positiven Cashflows mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Zahlungsmitteln verbraucht werden. Die diese Woche angekündigten Finanzierungszusagen in Höhe von 122 Milliarden US-Dollar stammen hauptsächlich von Amazon und Nvidia. Beide Unternehmen sind zugleich Cloud-Server- und Chip-Lieferanten von OpenAI, wodurch sich eine Kreislauf-Kapitalstruktur ergibt. Auf dem Markt hat Anthropic OpenAI inzwischen als bevorzugtes KI-Modell für Unternehmens- und Entwicklermärkte überholt, und das Wachstum der OpenAI-Umsätze verlangsamt sich ebenfalls.
Die Vorbereitung auf den Börsengang wurde bereits still und heimlich begonnen: OpenAI hat die Anwaltskanzleien Cooley und Wachtell Lipton Rosen & Katz beauftragt und erste Gespräche mit den IPO-Teams von Goldman Sachs und Morgan Stanley geführt. Altman äußerte intern, dass er sich einen Börsengang noch vor Anthropic wünscht, das derzeit die IPO-Pläne für dieses Jahr diskutiert. Zwei Führungskräfte veröffentlichten anschließend eine gemeinsame Erklärung und sagten, sie seien „bei der Rechenleistungs-Strategie vollständig einer Meinung“.
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