Gate News-Mitteilung, 16. April — Die indonesische Rupiah erreichte am 15. April einen neuen historischen Tiefstand gegenüber dem singapurischen Dollar, angetrieben durch steigende Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sowie Kapitalabflüsse aus den Staatsanleihe- und Aktienmärkten des Landes. Die Währung wurde am 16. April bei rund IDR 13,500 pro singapurischen Dollar gehandelt, nachdem sie 2025 um 9.3 Prozent gegenüber dem singapurischen Dollar gefallen war und 2026 um weitere 4 Prozent schwächer geworden ist.
Globale Risikoaversion löste Kapitalabflüsse aus den Staatsanleihe- und Aktienmärkten Indonesiens aus, als Anleger ihre Gelder in sicherere Vermögenswerte verlagerten. Ausländische Investoren verkauften im Januar netto US$202 million (S$256.64 million) indonesische Staatsanleihen, während ein lokaler Börsen-Crash etwa US$80 billion an Marktwert ausradierten, nachdem der Indexanbieter MSCI Bedenken hinsichtlich Eigentumsverhältnissen und Handels-Transparenz gemeldet hatte. Indonesien fördert zwar Öl, bleibt aber ein Nettoimporteur, sodass die hohen Energiepreise die Kosten für Importe und Subventionen erhöht haben, was die außenwirtschaftliche Bilanz und die finanzielle Lage des Landes schwächt.
Die Schwäche der Währung hat Bedenken ausgelöst, dass die indonesische Nachfrage nach Dienstleistungen aus Singapur, insbesondere im Gesundheitswesen, zurückgeht und die Exportströme nach Indonesien schwächer ausfallen. Die Zentralbank Indonesiens greift am Devisenmarkt ein, um die Rupiah zu stützen, indem sie auf die ausländischen Währungsreserven des Landes zurückgreift, die im März von US$3.7 billion auf US$148.2 billion gefallen waren. Analysten erwarten, dass sich die Rupiah schrittweise erholt, wenn die Spannungen im Nahen Osten nachlassen. Die Währung wirkt derzeit unterbewertet, und Indonesien startet Marktreformen, um die Sorgen der Anleger zu beruhigen.
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