Gate News Nachricht, 15. April — Der Internationale Währungsfonds (IMF) sagte, dass die Volkswirtschaften im Nahen Osten in diesem Jahr aufgrund des Iran-Kriegs einen starken Rückgang des Wachstums erleben werden. Das regionale BIP-Wachstum werde von 3,6% im Jahr 2025 auf 1,9% im Jahr 2026 fallen, bevor es 2027 wieder auf 4,6% ansteigt.
Golfoel- und Gasexporteure sehen sich mit einer „schweren Abwärtskorrektur“ bei den Wachstumsprognosen konfrontiert, wobei die Auswirkungen am stärksten für Bahrain, Iran, Irak, Kuwait und Katar ausfallen und weniger stark für Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Wachstumsprognose für Saudi-Arabien für 2026 wurde auf 3,1% herabgesetzt, was 1,4 Prozentpunkte weniger sind als der Schätzwert vom Januar. Für Ägypten wird erwartet, dass das Wachstum in diesem Jahr auf 4,2% fällt und sich 2027 wieder auf 4,8% erholt.
Mehr als 80 Oel- und Gasfelder, Raffinerien, Terminals und andere Energieinfrastrukturen in der gesamten Region erlitten Schaden, wobei ein Drittel als „stark bis sehr stark beschädigt“ eingestuft wurde, so Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA). Birol bezeichnete den durch den Krieg ausgelösten Energieschock als die „größte Bedrohung für die Energiesicherheit“ in der Geschichte, wobei die Erholung möglicherweise bis zu zwei Jahre dauern könnte. Oelpreise werden für dieses Jahr mit einem Anstieg von 21,4% prognostiziert, während Erdgaspreise aufgrund der Komplexität der Wiederaufnahme der Produktion stärker unter Druck geraten.
Der Energieschock treibt die globale Inflation auf 4,4% im Jahr 2026 und 3,7% im Jahr 2027, was eine deutliche Abweichung von den jüngsten Entinflationstrends darstellt. Der IWF warnte, dass eine länger andauernde Schließung der Straße von Hormus und weitere Schäden an der Infrastruktur die Weltwirtschaft tiefer und länger beeinträchtigen würden.
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