
Laut einer Analyse, die die Blockchain-Informationsorganisation Chainalysis am 24. April veröffentlicht hat, hat die EU kürzlich den 20. Sanktionszyklus gegen Russland bekanntgegeben. Erstmals wird dabei die gesamte russische Kryptoindustrie als Ganzes als Sanktionsziel behandelt, nicht nur einzelne konkrete Einrichtungen. Der Umfang dieser Runde umfasst die Transaktionen der kasachisch kirgisischen Börse Meer, den vom russischen Rubel unterstützten Stablecoin RUBx sowie die digitale Zentralbankwährung Russlands (CBDC) „Digitaler Rubel“.
Laut dem Analysebericht von Chainalysis vom 24. April gehören zu den wichtigsten kryptobezogenen Sanktionszielen dieser Runde unter anderem:
Meer-Börse: Ein Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASP) mit Sitz in Kirgisistan, bietet A7A5-Handelspaare an
RUBx: Ein Stablecoin, der vom russischen Rubel unterstützt wird
Digitaler Rubel (Digital Ruble): Die digitale Zentralbankwährung Russlands; in den EU-Sanktionsdokumenten wird ausdrücklich angegeben, dass er genutzt wird, um Sanktionen zu umgehen
Gemäß dem Bericht von Chainalysis verbietet der Umfang dieser Sanktionsrunde sämtliche Transaktionen zwischen irgendeiner EU-eigenen Person oder Organisation und irgendeiner russischen zentralisierten oder dezentralisierten Krypto-Währung-Entität. Zuvor hatte die EU in der 19. Sanktionsrunde einen weiteren Stablecoin, der an den russischen Rubel gekoppelt ist (A7A5), als Sanktionsziel eingestuft. In den EU-Sanktionsdokumenten wird er als „herausragendes Instrument zur Finanzierung von Aktivitäten eines Angriffskriegs“ bezeichnet.
Laut dem Bericht von Chainalysis hat das A7A5-Ökosystem innerhalb von weniger als einem Jahr ein Handelsvolumen von 93,3 Milliarden US-Dollar ermöglicht. Chainalysis analysiert, dass es sich dabei um eine Pipeline handelt, die sanktionierte Entitäten mit dem globalen Finanzsystem verbindet. Die Meer-Börse wurde aufgrund der Bereitstellung von A7A5-Handelspaaren in die Liste der 20. Sanktionsrunde aufgenommen.
In ihrem Bericht weist Chainalysis darauf hin, dass VASPs für virtuelle Vermögenswerte in Zentralasien, im Kaukasusgebiet und in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgrund der Art ihres Geschäfts einem Risiko ausgesetzt seien, in nachfolgende Sanktionslisten aufgenommen zu werden.
Laut der öffentlichen Erklärung von Chainalysis vom 24. April 2026: „Das Signal an die weltweit regulatorisch-konforme Krypto-Community ist sehr eindeutig: Das großzügige betriebliche Umfeld, auf das kryptobezogene Aktivitäten mit Bezug zu Russland angewiesen sind, schrumpft, und die Enforcement-Infrastruktur, die diesen Trend stützt, ist fest etabliert.“
Chainalysis bewertet diese Runde von Sanktionen als einen strukturellen Wandel des Durchsetzungsmodells im Kryptosektor. Man geht davon aus, dass diese Maßnahme markiert, dass die Sanktionen von der Bekämpfung einzelner Einrichtungen zu einem neuen Durchsetzungsmodell aufrüsten, bei dem die gesamte russische Kryptoindustrie als Ziel betrachtet wird.
Laut dem Analysebericht von Chainalysis vom 24. April 2026 umfassen die kryptobezogenen Sanktionsziele der 20. Sanktionsrunde: die Börse Meer aus Kirgisistan, den vom russischen Rubel unterstützten Stablecoin RUBx sowie die digitale Zentralbankwährung Russlands „Digitaler Rubel“. Der Sanktionsumfang verbietet jegliche Transaktionen zwischen einer beliebigen EU-Person oder -Organisation und irgendeiner russischen Krypto-Entität.
Laut dem Bericht von Chainalysis hat das A7A5-Ökosystem innerhalb von weniger als einem Jahr ein Handelsvolumen von 93,3 Milliarden US-Dollar ermöglicht; Chainalysis analysiert, dass es sich dabei um eine Pipeline handelt, die sanktionierte Entitäten mit dem globalen Finanzsystem verbindet. Zuvor hatte die EU in der 19. Sanktionsrunde den A7A5-Stablecoin als Sanktionsziel eingestuft; die Meer-Börse, die A7A5-Handelspaare bereitstellt, wurde anschließend in der 20. Sanktionsrunde in die Liste aufgenommen.
Laut der öffentlichen Erklärung von Chainalysis vom 24. April betrachtet die Einrichtung diese Sanktionsrunde als ein Zeichen für eine neue Ära der Krypto-Durchsetzung. Dabei werde das Durchsetzungsmuster von der Bekämpfung einzelner Einrichtungen zu einer Eskalation hin erweitert, bei der die gesamte russische Kryptoindustrie ins Visier genommen wird. Chainalysis erklärte außerdem: „Das großzügige betriebliche Umfeld, auf das kryptobezogene Aktivitäten mit Bezug zu Russland angewiesen sind, schrumpft gerade.“
Verwandte Artikel
Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins schreibt Geschichte, indem er als erster amtierender Kommissar die Bitcoin-Konferenz anspricht
Trump bekräftigt Unterstützung für den CLARITY Act trotz Verzögerungen im Senat bei der Krypto-Regulierung
CLARITY-Gesetz tritt in ein 28-Tage-Schlüssel-Fenster ein! Polymarket: Durch-wahrscheinlichkeit sinkt auf 38%
Chainalysis: Neue EU-Sanktionen gegen Russland markieren „eine neue Ära“ der Krypto-Durchsetzung
IMF-Ehemaliger Chefökonom warnt: Doppelte Deregulierung könnte eine systemische Finanzkrise auslösen
Mike Novogratz: „CLARITY-Gesetzentwurf“ wird im Mai dem Ausschuss zur Beratung vorgelegt, geschätzte Annahmerate 50%