Der in Sunnyvale, Kalifornien, ansässige KI-Chipmaker Cerebras Systems strebt laut Bloomberg im Rahmen eines IPO bis zu 4 Milliarden US-Dollar an. Dies könnte das Unternehmen mit ungefähr 40 Milliarden US-Dollar bewerten. Die formelle Vermarktung könnte bereits ab dem 4. Mai beginnen; dabei erhalten die Banken mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Zeichnungs-/Interessenbekundungen, obwohl sich Größe, Bewertung und Zeitplan noch ändern können.
Das IPO-Ziel von 4 Milliarden US-Dollar bedeutet einen deutlichen Anstieg gegenüber ungefähr 2 Milliarden US-Dollar im März. Dies folgt auf eine Finanzierungsrunde im Februar, die rund 1 Milliarde US-Dollar bei einer Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar einbrachte, einschließlich neuen Kapitals.
Eine jüngste SEC-Einreichung zeigte eine erhebliche Kundenkonzentration in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das in Abu Dhabi beheimatete KI-Unternehmen G42 stellte 24% des Umsatzes im Jahr 2025 bereit, nach 85% im Vorjahr. Die Mohamed bin Zayed University of Artificial Intelligence (MBZUAI), eine Abu-Dhabi-KI-Forschungsuniversität, machte 62% des Umsatzes im Jahr 2025 aus.
Cerebras meldete für 2025 einen Netto-Gewinn von 237,8 Millionen US-Dollar; diese Zahl kam jedoch aus einer nicht zahlungswirksamen bilanziellen Anpassung in Höhe von 363 Millionen US-Dollar. Ohne diese Anpassung lag der operative Verlust des Unternehmens bei 145,9 Millionen US-Dollar.
Die verbleibenden Leistungs-/Erfüllungsverpflichtungen erreichten zum 31. Dezember 2025 24,6 Milliarden US-Dollar, wobei mehr als 20 Milliarden US-Dollar aus einer OpenAI-Vereinbarung stammten. Im Rahmen dieser breiteren Vereinbarung stellte OpenAI Cerebras einen Kredit in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar bereit, um den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur zu finanzieren und Dienstleistungen zu erbringen.
OpenAI hält Optionsscheine für bis zu 33,4 Millionen Aktien, die vollständig erst dann unverfallbar werden, wenn OpenAI 2 Gigawatt Rechenleistung von Cerebras abnimmt. Diese Struktur kombiniert Finanzierung mit aktienbezogenen Anreizen; ein Modell, das andere KI-Labore möglicherweise nachahmen könnten, wenn sie Rechenkapazität suchen, die über Nvidia hinausgeht.
Cerebras erklärte im März 2026, dass Probleme im Zusammenhang mit einer US-Überprüfung der nationalen Sicherheit gelöst worden seien, wodurch eine mögliche regulatorische Hürde für den IPO-Prozess ausgeräumt wird.
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