
Der Milliardär-Venture-Capitalist Tim Draper hat erneut öffentlich dazu aufgerufen und prognostiziert, dass Bitcoin innerhalb von 18 Monaten 250.000 US-Dollar erreichen wird – mehr als das Dreifache der aktuellen Kursnotierung von etwa 74.205 US-Dollar. Draper nennt Inflationsdruck und die Schwäche des US-Dollar als wichtigste makroökonomische Treiber und erklärte in seinem neuesten Beitrag: „Wenn der Bitcoin-Preis steigt und der US-Dollar aufgrund von Inflationsdruck fällt, gehe ich davon aus, dass diese Zahl am Ende noch höher ausfallen wird.“
Drapers Verbindung zu Bitcoin reicht bis in die allerfrühesten Anfänge zurück. Zunächst ließ er Peter Vessenes beauftragen, mit Butterfly Labs-Chips zu minen, um eine Bitcoin-Position mit Kosten von jeweils 4 US-Dollar aufzubauen; allerdings soll der Chip-Hersteller vor dem Versand bereits eigene Mining-Ausrüstung genutzt haben, wodurch Vessenes die Hardware erhielt, als der Bitcoin-Kurs bereits auf über 30 US-Dollar gestiegen war, wodurch der Kostenvorteil vollständig verloren ging.
Die bereits geschürften Bitcoins wurden bei Mt. Gox aufbewahrt. Nachdem Mt. Gox 2014 zusammenbrach, waren Drapers gesamte Bestände dahin. Dieser große Verlust veranlasste ihn, die tatsächlichen Anwendungsfälle von Bitcoin eingehend zu untersuchen – darunter das Potenzial für grenzüberschreitende Überweisungen und die Auszahlung von Löhnen für Arbeitnehmer ohne Bankkonto – und schließlich nahm er an der Auktion der US-Marshals im Juli 2014 teil. Er bot mit einem durchschnittlichen Preis von 632 US-Dollar pro Bitcoin und gewann damit alle neun Auktionslose; insgesamt erhielt er etwa 29.656 Bitcoins.
Seither sagte er in der Fox Business News öffentlich voraus, Bitcoin werde innerhalb von drei Jahren 10.000 US-Dollar erreichen. Diese Prognose sollte im November 2017 nahezu auf den Tag genau eintreffen – es ist Drapers bekanntestes erfolgreiches Beispiel für eine Bitcoin-Vorhersage.
Der Kern der neuesten Aussage von Draper beruht auf einer „doppelten Triebkraft“: Die Knappheit von Bitcoin treibt den Kurs nach oben, gleichzeitig wird der US-Dollar aufgrund anhaltenden Inflationsdrucks weiter entwertet, wodurch das in US-Dollar bewertete Bitcoin-Zielniveau zusätzlich steigt. Er geht davon aus, dass diese makroökonomische Kombination Bitcoin innerhalb von 18 Monaten die Marke von 250.000 US-Dollar durchbrechen lässt.
Bei der Bewertung dieser Prognose sind jedoch mehrere wichtige Hintergrundfaktoren zu berücksichtigen:
Wiederholte Prognosehistorie: Draper hat bereits mehrfach ein Ziel von 250.000 US-Dollar genannt; in den letzten sechs Jahren konnte Bitcoin diese Marke stets nicht erreichen, was zeigt, dass es sich um eine anspruchsvolle langfristige Prognose handelt
Größenordnung der persönlichen Bestände: Draper hält eine große Menge an Bitcoins (29.656 Coins aus der Auktion 2014 plus nachfolgende Aufstockungen). Seine Prognose ist daher stark mit seinem persönlichen finanziellen Interesse verknüpft; Leser sollten diesen Faktor bei der Bewertung einbeziehen
Abstand zum aktuellen Stand: 250.000 US-Dollar bedeutet, dass Bitcoin vom aktuellen Niveau (74.205 US-Dollar) um mehr als 237% steigen müsste. Selbst in historischen Bullenmärkten ist eine Verdreifachung innerhalb von 18 Monaten ein äußerst anspruchsvolles Ziel
Vergleich mit Marktkonsens: Auch Branchenkenner wie Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano, haben ähnliche 250.000-US-Dollar-Ziele genannt. Die Jahresendziele der Standard Chartered Bank und von Bernstein liegen ebenfalls bei 150.000 US-Dollar – das zeigt, dass es in der bullischen Fraktion erhebliche Meinungsunterschiede bei den Zielpreisen gibt
Draper versuchte, so früh wie bei etwa 4 US-Dollar für Bitcoin in den Markt einzusteigen, konnte dies jedoch aufgrund von Problemen des Chip-Herstellers nicht wie geplant umsetzen. Der Großteil der Bestände stammt aus der Auktion der US-Marshals im Juli 2014; zu einem durchschnittlichen Preis von 632 US-Dollar pro Bitcoin erhielt er etwa 29.656 Bitcoins – damit gehört er zu den bekanntesten institutionellen frühen Investoren in der Geschichte von Bitcoin. Im selben Jahr prognostizierte er zudem präzise, dass Bitcoin innerhalb von drei Jahren die 10.000-US-Dollar-Marke überschreiten würde.
Draper hatte erfolgreich vorhergesagt, dass Bitcoin im Jahr 2017 die 10.000-US-Dollar-Marke überschreiten würde; die Genauigkeit ist beeindruckend. Aber in den vergangenen mehr als sechs Jahren hat er mehrfach 250.000-US-Dollar-Ziele ausgegeben, ohne dass diese erreicht wurden. Zudem hält er selbst eine große Menge an Bitcoins, wodurch die Prognose einen klaren Interessenkonflikt bzw. eine deutliche Interessenkopplung aufweist. Diese Prognose steht für seine persönliche langfristige Zuversicht, nicht für eine kurzfristig präzise Kursvoraussage; Leser sollten sie daher in Verbindung mit mehreren Analysen unabhängig beurteilen.
250.000 US-Dollar bedeutet, dass Bitcoin vom aktuellen Niveau aus um mehr als 237% steigen müsste. Zwar gibt es hierfür in der Geschichte von Bitcoin Präzedenzfälle, doch die treibenden Bedingungen jedes einzelnen Bullenmarkts unterscheiden sich. Der aktuelle Umsetzungsstand des regulatorischen Rahmens (z. B. des US-„CLEAR Act“), die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank (Fed) sowie die Lage der globalen Liquidität sind allesamt entscheidende Variablen dafür, ob dieses Ziel erreicht werden kann.
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