Gate News Nachrichten, 19. März: Mit anhaltender Spannung im Nahost-Konflikt senken Prognosemärkte und Fachanalysten gleichzeitig ihre Erwartungen an einen kurzfristigen Waffenstillstand. Dies deutet darauf hin, dass der Iran-Krieg möglicherweise länger andauert als zuvor angenommen. Diese Entwicklung, kombiniert mit steigenden Energiepreisen, schafft neue Unsicherheiten bei der globalen Inflation und den Zinsentwicklungspfaden und übt anhaltenden Druck auf Risikoanlagen wie Bitcoin aus.
Daten zeigen, dass auf der Krypto-Prognoseplattform Polymarket die Wahrscheinlichkeit eines Waffenstillstands bis zum 31. März nur bei 7 % liegt. Selbst wenn er bis Ende Juni verlängert wird, beträgt die Wahrscheinlichkeit nur etwa 53 %. Gleichzeitig gibt das Superforecast-Netzwerk Good Judgment eine ähnliche Einschätzung ab: Das Modell zeigt, dass die Chance auf eine kurzfristige Einigung deutlich gesunken ist, was das Vertrauen des Marktes in ein schnelles Ende des Konflikts schwächt.
Makroökonomisch erkennt Fed-Chefin Powell in einer aktuellen Stellungnahme an, dass steigende Energiepreise ein wichtiger Treiber der Inflation sind. Er hob die Inflationserwartung für 2026 auf etwa 2,7 % an. Powell betonte die hohe Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen des Krieges und wies auf die Zwickmühle bei der Politikgestaltung hin: Während der Inflationsdruck eher eine Straffung der Geldpolitik nahelegt, sprechen schwächere Beschäftigungszahlen für eine Lockerung.
Die Marktreaktionen sind bereits sichtbar: Der Brent-Ölpreis stieg auf über 108 USD pro Barrel, die globale Versorgung wird durch die Nahost-Situation beeinträchtigt. Infolgedessen fiel Bitcoin auf etwa 71.000 USD, was die Korrektur nach den Erwartungen einer Straffung der Zinspolitik widerspiegelt. Auch die US-Aktienmärkte geraten unter Druck, während die Anleiherenditen steigen, was eine Anpassung der Erwartungen an Zinssenkungen signalisiert.
Auch die asiatischen Märkte sind betroffen: Japanische und koreanische Aktien verzeichneten deutliche Verluste, was die hohe Sensibilität energieabhängiger Volkswirtschaften gegenüber hohen Ölpreisen zeigt. Analysten gehen davon aus, dass eine anhaltende Eskalation den „Hochpreis-Öl + hohe Zinsen“-Effekt verstärken und den Kryptomarkt weiterhin unter Druck setzen wird.
Für die Zukunft gilt: Die makroökonomischen Daten und die geopolitische Entwicklung vor der nächsten FOMC-Sitzung werden entscheidende Variablen sein. Sobald ein Waffenstillstand signalisiert wird, könnten die Risikobereitschaft der Märkte schnell wieder steigen. Umgekehrt könnten bei anhaltendem Konflikt Bitcoin und digitale Vermögenswerte weiterhin stark schwanken.
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