Die Juryauswahl soll in Elons Musks Klage gegen OpenAI aus dem Jahr 2024 beginnen, in der Sam Altman, Greg Brockman und Microsoft angeklagt werden. Ihnen wird vorgeworfen, die gemeinnützige Mission von OpenAI verraten zu haben, indem sie 2019 eine gewinnorientierte Einheit geschaffen haben, so Reuters. Musk fordert US$150 Milliarden an Schadensersatz für den gemeinnützigen Arm von OpenAI. Der Fall dreht sich um Spannungen zwischen der Wahrung der Kontrolle durch eine gemeinnützige Organisation und der erheblichen Finanzierung, die erforderlich ist, um fortgeschrittene KI-Systeme zu entwickeln.
Musks rechtliche Schritte richten sich gegen die strukturelle Umwandlung von OpenAI von einer gemeinnützigen Organisation zu einem gewinnorientierten Modell. Gerichtsakten, die vor dem Prozess veröffentlicht wurden, bestätigten die $150 Milliarden-Schadenersatzforderung, die sich gegen den gemeinnützigen Arm von OpenAI richtet.
OpenAI hat darauf reagiert und erklärt, dass Musk an Gesprächen über die Umstrukturierung teilgenommen habe. Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass Musk 2023, nachdem er bei OpenAI involviert gewesen war, das konkurrierende KI-Startup xAI gegründet hat. Zusätzlich verweist OpenAI auf einen Brief über eine Letter of Intent aus dem Februar 2025, in dem Musk und eine Gruppe von Investoren versucht hätten, sämtliche Vermögenswerte von OpenAI für US$97,375 Milliarden zu kaufen – ein Angebot, das laut OpenAI Musks Behauptung widerspricht, dass die Vermögenswerte von OpenAI in einer gemeinnützigen Struktur verbleiben und offen quelloffen bleiben müssten.
Musks Position ist, dass es erst nach Musks Ausscheiden aus dem Vorstand mit OpenAI zusammengearbeitet habe.
Musks KI-Startup xAI, das 2023 gegründet wurde, arbeitet ebenfalls mit Microsoft zusammen. Die Partnerschaft umfasst die Hinzufügung von xAI’s Grok 4 KI-Modell zum Azure AI Foundry von Microsoft, einer Plattform zum Erstellen und Bereitstellen von KI-Systemen.
OpenAI hat in Offenlegungen des Internal Revenue Service (IRS) im Zusammenhang mit der Missionssprache das Wort „safely“ sowie die Formulierung „unconstrained by a need to generate financial return“ entfernt, zusammen mit anderen Änderungen.
Die Klage macht eine grundlegende Spannung in der KI-Entwicklung deutlich: Eine gemeinnützige Mission kann mit der enormen Finanzierung kollidieren, die nötig ist, um fortgeschrittene KI-Systeme zu bauen. OpenAI hat sich hin zu einem stärker kommerziellen Modell verlagert und fungiert nun als gewinnorientierte Public-Benefit-Corporation – eine Unternehmensstruktur, die darauf ausgelegt ist, sowohl Gewinne als auch eine Mission im öffentlichen Interesse zu verfolgen – unter der Kontrolle einer gemeinnützigen Stiftung. Dieses Setup steht weiterhin unter rechtlicher und regulatorischer Prüfung.
Das rechtliche und wirtschaftliche Ergebnis dieses Falls könnte prägen, wie spätere KI-Unternehmen das öffentliche Interesse mit Renditen für Investoren in Einklang bringen, wenn sie sich in Richtung künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) entwickeln – ein Begriff für KI-Systeme mit breiten, menschenähnlichen Fähigkeiten.
OpenAI und Microsoft unterzeichneten ein Memorandum of Understanding (MoU) – eine nicht bindende Vereinbarung, die geplante Bedingungen umreißt –, während sie auf eine endgültige Einigung hinarbeiteten. OpenAI prognostizierte außerdem, dass der Anteil an den Einnahmen von Microsoft von knapp 20% auf 8% sinken würde.
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