Ledger CTO: Die Migration zu Post-Quantum-Kryptografie tritt in eine kritische Phase ein, Blockchain setzt auf Hash-basierte Signaturen

GateNews

Gate News-Meldung, 23. April — Der Chief Technology Officer von Ledger, Charles Guillemet, skizzierte den aktuellen Stand der Migration zu Post-Quantum-Kryptografie und erklärte, dass die Branche eine entscheidende Weggabelung erreicht habe. Während der Zeitrahmen für Quantencomputer mit praktischem kryptografischem Einfluss weiterhin unsicher bleibt, gilt die Migration zu Post-Quantum-Systemen als unvermeidlich. Traditionelle Branchen haben klare Zeitpläne festgelegt, angeführt vom U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST), mit dem Ziel, bis 2030 verwundbare Algorithmen zu eliminieren und bis 2035 ein vollständiges Verbot zu erreichen. Große Unternehmen und Regierungsbehörden beschleunigen die Vorbereitungen, um die Migrationsfähigkeiten bis 2029 abzuschließen.

Auf dem technischen Pfad werden Verschlüsselung und Schlüsselaustausch zu ML-KEM (ehemals CRYSTALS-Kyber) wechseln, um Quantenangriffe nach dem Muster „harvest now, decrypt later“ abzuwehren. Bei Blockchain-Systemen liegt der Fokus auf digitalen Signaturen. Aktuelle Post-Quantum-Signaturschemata fallen in zwei Kategorien: lattice-basierte ML-DSA (ehemals CRYSTALS-Dilithium) und hash-basierte SLH-DSA (ehemals SPHINCS+). Traditionelle Branchen bevorzugen ML-DSA und hybride Ansätze, die es mit ECC kombinieren, während Blockchain hash-basierte Verfahren bevorzugt, aufgrund ihrer konservativen Sicherheitsannahmen und einer einfacheren Architektur.

Jeder Ansatz beinhaltet Abwägungen: ML-DSA bietet bessere Performance, aber seine Sicherheitsannahmen lassen sich langfristig nicht verlässlich verifizieren; SLH-DSA hat eine niedrigere Effizienz, stützt sich jedoch auf ausgereifte Hash-Funktionssysteme mit größerer Sicherheitssicherheit. Für Blockchains, die langfristige Sicherheit und validierte Pfade betonen, ist das Letztere attraktiver. Allerdings bleibt die Kompatibilität zwischen Multi-Party-Berechnung (MPC) und Threshold-Signaturen eine ungelöste Herausforderung, die insbesondere in Branchen besondere Risiken schafft, die auf Verwahrung (Custody) und gemeinschaftliches Signieren aufgebaut sind.

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