Gate News-Meldung, 26. April — Die japanische Finanzdienstleistungsaufsicht verfolgt, wie aus Äußerungen von Shigeru Shimizu, Leiter der Risikoanalyse bei der FSA, hervorgeht, die am 21. April auf einer Blockchain-Promotion-Consortium-Veranstaltung (BCCC) in Tokio gehalten wurden, einen zweigleisigen Ansatz zur Regulierung digitaler Assets. Dabei wird der Anlegerschutz mit Innovationen im Bereich der Infrastruktur in Einklang gebracht.
Auf der defensiven Seite hat die FSA Änderungen beim Parlament eingereicht, um die Regulierung digitaler Assets vom Payment Services Act auf den Financial Instruments and Exchange Act zu verlagern und digitale Assets als eigenständige Kategorie von Finanzprodukten zu positionieren. Die Änderungen stärken die Schutzmaßnahmen für die geschätzten 14 Millionen Inhaber von Konten für digitale Assets in Japan, darunter eine verstärkte Aufsicht über nicht registrierte Betreiber, verbesserte Anforderungen an die Offenlegung von Informationen, strengere Börsenregeln sowie neue Vorschriften gegen Insiderhandel und Marktmanipulation.
Auf der offensiven Seite treibt die FSA drei große Infrastrukturinitiativen voran: die Entwicklung von yen-basierten Stablecoins ( einschließlich gemeinsamer Emissions-Experimente durch Japans drei Megabanken und geplante Angebote der SBI Sumitomo Mitsui Trust Bank), tokenisierte Einlagen (, die von der GMO Aozora Bank und der Yucho Bank pilotiert werden), sowie die Tokenisierung von Finanzprodukten einschließlich Repo-Trading — kurzfristige, besicherte Kreditvereinbarungen, die für die institutionelle Finanzierung entscheidend sind. Shimizu betonte, dass tokenisiertes Repo-Trading auf der Blockchain eine effiziente 24/7-Abwicklung über Zeitzonen hinweg ermöglichen könnte, wodurch möglicherweise japanische Märkte mit US-amerikanischen und europäischen Gegenstücken verknüpft werden.
Drei Pilotprojekte im Rahmen des Fintech Proof-of-Concept Hub und des Payment Advancement Project (PIP) der FSA veranschaulichen diese Vision: gemeinsame Emission von Yen-Stablecoins durch Megabanken, On-Chain-Wertpapierabwicklung und Übertragungen tokenisierter Einlagen zwischen mehreren Banken. Shimizu merkte an, dass börsen- und ablaufende Wertpapiergeschäfte rund um die Uhr internationale Investoren anziehen und die Wettbewerbsfähigkeit Japans auf dem Kapitalmarkt stärken könnten. Der Rahmen der FSA zeigt, dass Blockchain und Tokenisierung nicht nur als regulierungsbezogene Gegenstände betrachtet werden, sondern als zentrale Infrastruktur für das Finanzwesen der nächsten Generation.
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