Gate-News-Mitteilung, 16. April — Der eskalierende Iran-Konflikt beeinträchtigt die Fähigkeit der VAE, erstklassige internationale Talente anzuziehen; Sicherheitsbedenken wiegen mittlerweile schwerer als der traditionelle Vorteil des Landes mit niedrigen Steuern, so Führungskräfte aus der Rekrutierungsbranche. Der Einstellungsimpuls im Golf hat sich seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar abrupt umgekehrt: Die Rekrutierung ging im März um 12 Prozent zurück und ließ das gesamte Wachstum der Arbeitsplatzerstellung im ersten Quartal 2026 bei etwa 1 Prozent.
Die Rekrutierung im gesamten Golf war zunächst darauf ausgerichtet, im Q1 um 4,5 Prozent im Vergleich zu einem Anstieg von 1,5 Prozent im Vorjahr zu wachsen, doch der Konflikt vereitelte diese Gewinne. Die Energieeinstellungen im gesamten Rat für die Zusammenarbeit im Arabischen Golf gingen um 12 Prozent zurück, das Banking fiel um 6 Prozent und der Bergbau sank um 4 Prozent. Trefor Murphy, CEO der auf die VAE spezialisierten Rekrutierungsfirma Cooper Fitch, sagte gegenüber dem Branchenmagazin AGBI, dass Dubais langjähriger Ruf als sicherer Hafen beschädigt wurde und damit möglicherweise seine Attraktivität für hochverdienende expatierte Fachkräfte begrenzen könnte, die Steuererleichterungen suchen.
Murphy prognostiziert einen möglichen Rückgang der Rekrutierung um 15 Prozent im zweiten Quartal und warnte, dass ein anhaltender Konflikt bis zu einem Jahr dauern könnte, um sich davon zu erholen. Er wies darauf hin, dass ein dauerhaftes Waffenstillstandsabkommen ein bis zwei Quartale benötigen könnte, um das Vertrauen internationaler Talente wieder aufzubauen. Andere Branchenbeobachter, etwa Nicki Wilson von Genie Recruitment, vermuteten, dass eine Phase mit reduzierten Zuzügen von Talenten dazu beitragen könnte, einen überversorgten Kandidatenmarkt neu ins Gleichgewicht zu bringen und Arbeitgeber möglicherweise dazu zu bewegen, wettbewerbsfähigere Vergütungspakete anzubieten.