Gate News Nachricht: Das ursprünglich für März 2026 geplante Programm zur Vergabe von Lizenzen für Hongkong-Dollar-Stablecoins ist verzögert. Bislang hat noch keine Institution eine Genehmigung erhalten. Zuvor hatte der Finanzsekretär von Hongkong, Paul Chan Mo-po, im Februar öffentlich erklärt, dass die entsprechenden Lizenzen im März umgesetzt würden. Ziel sei es, Hongkong dabei zu unterstützen, sich zu einem weltweit regulierten Zentrum für Stablecoins und die Tokenisierung von Vermögenswerten zu entwickeln. Doch der tatsächliche Fortschritt blieb hinter den Erwartungen zurück; der Markt geht allgemein davon aus, dass sich das Zeitfenster auf April oder später verschieben wird.
Chan betonte, dass die Aufsichtsbehörden im Genehmigungsprozess besonders darauf achten, ob die Antragsteller über klare Anwendungsfälle, ein tragfähiges Geschäftsmodell und ein umfassendes Compliance-System verfügen. Das bedeutet auch, dass die Hürden für die Ausgabe von Stablecoins relativ hoch sind. Brancheninsider sind der Ansicht, dass diese vorsichtige Haltung dazu beiträgt, systemische Risiken zu senken, könnte aber kurzfristig den Zeitplan der Branchenentwicklung beeinträchtigen.
Laut früheren Medienberichten gelten HSBC, Standard Chartered sowie eine gemeinschaftliche, mit Animoca verbundene Gesellschaft als potenzielle erste lizenzierte Institutionen. Da HSBC und Standard Chartered selbst die Rolle von Hongkong-Dollar-Emissionsbanken übernehmen, wird ihre Beteiligung am Aufbau eines Stablecoin-Systems als symbolisch angesehen und stärkt zudem die Verbindung zwischen Stablecoins und dem traditionellen Finanzsystem.
Aus institutioneller Sicht verfügt Hongkongs bestehendes Währungssystem bereits über einen „stabilitätsähnlichen Mechanismus“: Emissionsbanken müssen nach einem festen Wechselkurs Devisenfonds-USD-Reserven hinterlegen. Dieses Modell weist Ähnlichkeiten mit der Logik der Asset-Deckung von Stablecoins auf. Der frühere Geschäftsführer der Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Eddie Yue, hatte zudem ebenfalls darauf hingewiesen, dass Stablecoins als eine Weiterentwicklung der auf Blockchain basierenden „privaten Währung“ betrachtet werden können.
Obwohl die Aufsichtsbehörden keine konkreten Gründe für die Verzögerung offengelegt haben, heißt es in der offiziellen Stellungnahme, dass die Lizenzierungsarbeiten weiterhin vorankommen und die Fortschritte zu gegebener Zeit bekanntgegeben würden. Für den Markt bedeutet die Umsetzung von Hongkong-Dollar-Stablecoins nicht nur die Auseinandersetzung um die regionale Landschaft des digitalen Finanzwesens, sondern könnte auch zu einer wichtigen Brücke werden, um On-Chain-Vermögenswerte mit traditionellen Geldströmen zu verbinden.
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