Gate News-Meldung, 24. April — Die Financial Conduct Authority hat am 20. April eine koordinierte internationale Durchsetzungsmaßnahme gestartet, um illegale Finanzwerbung in den sozialen Medien zu bekämpfen. Die Initiative, an der Aufsichtsbehörden in 17 Rechtsordnungen beteiligt sind, darunter die Australian Securities & Investments Commission, der Securities and Exchange Board of India und die Monetary Authority of Singapore, zielte auf nicht autorisierte Finanzinhalte ab, die von Influencern verbreitet wurden und üblicherweise als „Finfluenzer“ bezeichnet werden.
Im Vereinigten Königreich hat die FCA ein Schuldeingeständnis von Aaron Chalmers wegen illegaler Finanzwerbung erwirkt, ein Strafverfahren gegen zwei weitere Personen eingeleitet und vier anderen Verwarnungsschreiben ausgestellt. Die Behörde entfernte 120 Social-Media-Konten, die rechtswidrige Inhalte hosteten, veröffentlichte 34 neue Warnhinweise und aktualisierte 14 bestehende. In diesen Konten identifizierte die FCA 1.267 illegale Anzeigen, die mindestens 2.338.372 UK-Nutzer erreichten. Besonders auffällig: 66 % der Anzeigen stammten von Einrichtungen, die bereits auf der Warnliste der FCA geführt sind, was auf wiederholte Verstöße hindeutet. Allein im Jahr 2025 hat die FCA 2.329 Warnungen im Zusammenhang mit nicht autorisierten oder potenziell betrügerischen Einrichtungen ausgesprochen.
Die FCA rief soziale Medien dazu auf, die Kontrollen über Finanzwerbung zu verstärken, unter Verweis auf Inhalte, die mit Plattformen verknüpft sind, die im Besitz von Meta Platforms sind. Steve Smart, Executive Director für Durchsetzung und Marktaufsicht bei der FCA, betonte, dass Fortschritte davon abhängen, dass „jede Teile des Systems“ seine Rolle erfüllt, einschließlich der Social-Media-Unternehmen. Die Aufsichtsbehörde warnte, dass die Zusammenarbeit mit nicht autorisierten Firmen den Zugang zu Verbraucherschutzmaßnahmen wie dem Financial Ombudsman Service und dem Financial Services Compensation Scheme entzieht.