Euronext eröffnet den Tech Hub von Athen, während die Integration des griechischen Marktes voranschreitet

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Euronext hat in Athen ein neues Technologie- und Support-Zentrum eröffnet und damit einen weiteren Schritt zur Einbindung Griechenlands in seine pan-europäische Marktinfrastruktur gesetzt. Die Eröffnung folgt auf die Umbenennung der Athens Exchange Group in Euronext Athens und bringt das griechische Kapitalmarktsystem mit dem einheitlichen Plattformmodell der Gruppe sowie dem breiteren Liquiditätsnetzwerk in Einklang, so Euronext in einer Mitteilung.

Strategische Positionierung: Athen als doppelter Finanz- und Technologiestandort

Das neue Zentrum ist Teil der Strategie von Euronext, seine Präsenz in Griechenland über reine Marktaktivitäten hinaus auf Technologie und Infrastruktur auszuweiten. Durch die Kombination dieser Funktionen positioniert die Gruppe Athen als sowohl finanzielles Tor als auch als technologisches Fundament in ihrem Netzwerk.

Die Einrichtung wird sich auf Software-Engineering, Datenanalytik, Cybersicherheit und Marktoperationen konzentrieren, wobei die Rekrutierung bereits läuft. Euronext erklärte, das Ziel sei, das Zentrum bis Ende 2026 vollständig in Betrieb zu haben, was auf einen gestuften Ausbau der Fähigkeiten hindeutet.

Stéphane Boujnah, Chief Executive Officer und Vorsitzender des Vorstands von Euronext, kommentierte: „Heute ist ein entscheidender Schrittwechsel für Euronext in Griechenland. Mit der Eröffnung unseres Technologie- und Support-Zentrums und dem Abschluss der Umbenennung zu Euronext Athens liefern wir nicht nur Integration, sondern skalieren auch unsere Ambition. Athen wird zu einem strategischen Knotenpunkt sowohl für Marktinfrastruktur als auch für Technologie und unterstützt unsere Aktivitäten in ganz Europa sowie unser langfristiges Bekenntnis zu Griechenland.“

Integration in die pan-europäische Plattform von Euronext

Das Athen-Zentrum ist an eine längerfristige Roadmap gekoppelt, die den griechischen Markt auf die einheitliche Handels- und Post-Trade-Infrastruktur von Euronext bringen wird. Die Migration auf die Optiq-Handelsplattform ist für Juni 2027 geplant, gefolgt von der Post-Trade-Integration bis 2029.

Nach Abschluss wird der Übergang Griechenland mit dem einheitlichen Orderbuch und dem Liquiditätspool von Euronext in Einklang bringen und es Marktteilnehmern ermöglichen, auf eine breitere Basis an Liquidität über mehrere Länder hinweg zuzugreifen. Dieses Modell ist zentral für den Ansatz von Euronext, der darauf abzielt, nationale Märkte in einem einzigen operativen Rahmen zu verbinden.

Der Integrationsprozess hat zudem Auswirkungen auf Effizienz und Resilienz. Durch den Betrieb auf einer gemeinsamen Plattform kann Euronext Systeme und Prozesse über Märkte hinweg standardisieren, möglicherweise Kosten senken und die Konsistenz bei der Ausführung verbessern. Das Athen Technologie- und Support-Zentrum wird eine Rolle bei der Unterstützung dieses Übergangs spielen und lokale Fähigkeiten bereitstellen, um Entwicklung, Betrieb und Systemleistung zu managen, während die Integration voranschreitet.

Unterstützung durch die Regierung und wirtschaftlicher Kontext

Die Eröffnung wurde von Regierungsvertretern aus Griechenland und Frankreich begleitet, was die politische Dimension des Projekts widerspiegelt. Kyriakos Pierrakakis, griechischer Minister für Wirtschaft und Finanzen sowie Präsident der Eurogruppe, kommentierte: „Die Investition von Euronext ist ein weiteres greifbares Zeichen dafür, dass Griechenland zur europäischen Spitze zurückgekehrt ist. Das jüngste Upgrade der griechischen Börse durch MSCI auf den Status eines entwickelten Marktes verankert diese Entwicklung. Ich erinnere daran: Seit 2013 wurde Griechenland zu einem Schwellenmarkt herabgestuft. 2015, mitten in der Wirtschaftskrise, wurde die Börse für fünf Wochen geschlossen. Diese schwierige Phase gehört nun der Vergangenheit an. Das heutige Ereignis ist ein klares Signal, dass für die griechische Wirtschaft eine neue Ära aufbricht.“

Pierrakakis fügte hinzu, dass die Strategie von Euronext und die Expansion durch Übernahmen das Ziel verfolgt: „die Schaffung größerer, stärkerer und wettbewerbsfähigerer Unternehmen auf europäischem Maßstab sowie die Erleichterung von MnAs und den Übergang von Unternehmen zu mehr Größe und Umfang.“

Roland Lescure, französischer Minister für Wirtschaft, Finanzen, Industrie, Energie und Digitale Souveränität, erklärte: „Ich freue mich sehr über die Übernahme der Athens Stock Exchange durch Euronext – das ist ein starker Schritt in Richtung europäische Integration. Es stärkt unsere wirtschaftliche Souveränität, indem es einen europäischen führenden Akteur stärkt, und schreitet die Initiative der Savings and Investment Union, die von Griechenland und Frankreich in Brüssel vorangetrieben wird, konkret voran.“

Die Beteiligung beider Regierungen zeigt, wie Börsenkonsolidierung und Infrastrukturentwicklung mit übergeordneten wirtschaftlichen und politischen Zielen verknüpft sind, einschließlich der Integration der Kapitalmärkte und grenzüberschreitender Investitionsströme.

Technologiewachstum und operative Resilienz

Das Athen-Zentrum soll zur Entwicklung und zum Betrieb der Systeme von Euronext in ganz Europa beitragen und Kapazitäten in Schlüsselbereichen wie Handelstechnologie und Cybersicherheit schaffen. Der Ausbau von Technologiezentren an verschiedenen Standorten kann zudem die operative Resilienz unterstützen, indem die Infrastruktur diversifiziert wird.

Für Euronext zeigt der Schritt den Bedarf, Zentralisierung mit geografischer Verteilung in Einklang zu bringen. Während die Gruppe eine einheitliche Plattform betreibt, können mehrere Technologiezentren das Konzentrationsrisiko reduzieren und die Kontinuität im Falle von Störungen unterstützen. Die Wahl von Athen hängt mit der Verfügbarkeit technischer Talente und dem Wachstum des lokalen Technologiesektors zusammen.

FAQ

Wann wird das Technologie- und Support-Zentrum in Athen vollständig in Betrieb sein?

Euronext erklärte, das Ziel sei, das Zentrum bis Ende 2026 vollständig in Betrieb zu haben, mit einem gestuften Ausbau der Fähigkeiten in Software-Engineering, Datenanalytik, Cybersicherheit und Marktoperationen.

Wie ist der Zeitplan für die Integration des griechischen Marktes in die Plattform von Euronext?

Laut der Integrations-Roadmap ist die Migration auf die Optiq-Handelsplattform für Juni 2027 geplant, gefolgt von der Post-Trade-Integration bis 2029. Nach Abschluss wird Griechenland mit dem einheitlichen Orderbuch und dem Liquiditätspool von Euronext übereinstimmen.

Warum hat sich Euronext für Athen als dieses Technologie-Hub entschieden?

Die Wahl von Athen hängt mit der Verfügbarkeit technischer Talente und dem Wachstum des lokalen Technologiesektors zusammen. Das Hub unterstützt den Bedarf von Euronext, Zentralisierung mit geografischer Verteilung in Einklang zu bringen, das Konzentrationsrisiko zu reduzieren und die operative Resilienz über europäische Märkte hinweg zu unterstützen.

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