DoorDash meldete am 1. Mai 2024 gemischte Ergebnisse für das erste Quartal: Der Umsatzrückgang bei Profit trotz höherer Bestellmengen sei auf Ausgaben für Technologie und Expansion zurückzuführen, so CNBC. Die Gesamtbestellungen stiegen um 27% auf 933 Millionen, verfehlten jedoch die Analystenerwartungen von 954 Millionen. Der Nettogewinn fiel auf 184 Millionen US-Dollar von 193 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor.
Der Bruttowarenwert (Gross Order Value) stieg um 37% auf 31,6 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Schätzungen von 31,5 Milliarden US-Dollar. Die Aktie des Unternehmens stieg nach der Bekanntgabe im After-Hours-Handel um 14%.
DoorDash prognostizierte für das zweite Quartal einen Bruttowarenwert von 32,4 Milliarden US-Dollar bis 33,4 Milliarden US-Dollar. Das EBITDA-Ausblicksniveau lag den CNBC-Angaben zufolge unter den Erwartungen.
Trotz gemischter aktueller Ergebnisse richten Investoren ihren Blick auf DoorDash’ langfristige Technologieinvestitionen. Das Unternehmen plant, 2026 Hunderte Millionen US-Dollar aufzuwenden, um Wolt, das auf Finnland basierende Zustellunternehmen, mit Deliveroo, einer britischen Plattform für Food Delivery, auf einer einzigen globalen Plattform zusammenzuführen.
Autonome Zustellung stellt einen erheblichen Teil der geplanten Ausgaben dar. DoorDash investiert in seinen eigenen Dot-Roboter, Serve Robotics (ein Unternehmen für Gehsteig-Zustellroboter), Coco Robotics (ein Startup für Zustellroboter) sowie Alphabets Wing (die Drohnenzustell-Einheit des Google-Mutterkonzerns Alphabet).
Vorstandsmitglied Alfred Lin tätigte einen persönlichen Aktieneinkauf von mehr als 100 Millionen US-Dollar und signalisierte damit Vertrauen in die langfristige Strategie.
Die Verlagerung hin zu autonomer Zustellung könnte die Wirtschaftlichkeit im Food-Delivery neu ausrichten. Analysen deuten darauf hin, dass Gehsteig-Roboter den Gewinn pro Bestellung von ungefähr 5% des Bestellwerts auf ungefähr 20% steigern könnten, indem sie die Arbeitskosten senken. Diese Entwicklung bringt die Branche weg vom arbeitsintensiven Gig-Worker-Modell hin zu einem kapitalintensiven Technologiemodell.
Der Vorstoß bei der autonomen Zustellung adressiert zudem regulatorischen Druck rund um die Einstufung von Gig Workern und steigende Arbeitskosten. Wenn sich Kosteneinsparungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bemerkbar machen, könnte Zustellung auf Abruf günstiger und weiter verbreitet werden und damit möglicherweise den Markt für lokale-Commerce-Zustelldienste ausweiten.
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