Gate-News-Meldung, 17. April — Laut einer Citi-Studie erzielten Anleger in den vergangenen 10 Jahren bessere langfristige Renditen, wenn sie sowohl Bitcoin als auch Gold im selben Portfolio hielten, statt sich zwischen den beiden zu entscheiden. Die Bank stellte fest, dass eine 5%-Allokation auf Gold die Effizienz des Portfolios bereits verbesserte, und dass das Aufteilen eines Teils dieser Allokation zwischen Gold und Bitcoin die Performance weiter steigerte.
Citi-Strategin Alex Saunders merkte an, dass dieser kombinierte Ansatz Verbesserungen in Szenarien mit steigenden Anleihen (Bond Bull) gegenüber einem traditionellen 60/40-Portfolio zeigte und zudem besser in Bären-Szenarien mit steiler werdender Zinsstruktur (Bear-steepening) abschnitt. Er fügte hinzu, dass Bitcoin in letzter Zeit besser abgeschnitten habe als Gold, als die Anleihemärkte schwächer wurden, was auf fiskalische Bedenken und schwächere Aktien während des Konflikts im Nahen Osten hindeutet. In den vergangenen zwei Monaten stieg Bitcoin um 9 %, während Spot-Gold um 4 % fiel.
Unterdessen veröffentlichte Wells Fargo Securities einen bullischen Ausblick für Gold und prognostizierte, dass das Edelmetall bis 2027 auf 8.000 US-Dollar je Unze klettern könnte — ein Plus von mehr als 66 % gegenüber den aktuellen Preisen. Die Prognose stützt sich auf das, was die Bank den „Debasement-Handel“ nennt, und spiegelt den laut Bank nachlassenden Glauben der Zentralbanken an Fiat-Währungen sowie die zunehmende Vorliebe für neutrale Wertaufbewahrungsmittel wider. Das bärische Szenario von Wells Fargo setzte Gold bis Ende 2027 auf 4.000 US-Dollar, was einem Abschwung von etwa 17 % entspricht. Der leitende Equity-Strategist Ohsung Kwon wies darauf hin, dass vier von fünf wirtschaftlichen Szenarien weiterhin auf eine weitere Entwertung hindeuten und den M2/Gold-Quotienten verfolgen (M2 Geldmenge geteilt durch den Goldpreis pro Unze).
Separat zeigten Daten von Glassnode, dass die Bitcoin-Funding-Raten den niedrigsten Stand seit 2023 erreicht haben und auf etwa -0,005 % bei einem Sieben-Tage-Moving-Average gefallen sind, selbst als der Preis des Assets von den unteren bis mittleren 60.000er US-Dollar auf etwa 75.000 US-Dollar im Zeitraum März und April gestiegen ist. Negative Funding-Raten fielen historisch häufig mit wichtigen Wendepunkten zusammen: März 2020 (COVID-19-Crash), Mitte 2021 (China-Abbauverbot), November 2022 (FTX-Kollaps), 2023 (Krise bei der Silicon Valley Bank), August 2024 (Auflösung des Yen-Carry-Trades) und April 2025 (Liberation-Day-Verkaufswelle).
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