Gate News Nachrichten, 20. März, vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte zwischen den USA, Israel und Iran, stehen sowohl traditionelle sichere Anlagen als auch Kryptowährungen unter Druck. In der vergangenen Woche fiel der Goldpreis um fast 10 %, Bitcoin korrigierte von seinem Hoch um über 7 %, was zu neuen Diskussionen über die Wirksamkeit von „sicheren Anlagen“ führte.
Der Kern der aktuellen Korrektur liegt im Energiemarkt. Aufgrund der Blockade des Schiffsverkehrs im Persischen Golf stieg der internationale Ölpreis zeitweise auf 119 US-Dollar pro Barrel, was die Inflationserwartungen anheizte. Analyst Laurens Fraussen erklärte, dass obwohl geopolitische Konflikte normalerweise Gold begünstigen, der aktuelle Anstieg der Ölpreise die Zinssenkungspläne der Fed verzögert und somit den Goldpreis schwächt.
Keyrock-Analyst Ben Harvey erläuterte weiter, dass der Inflationsdruck die Rendite der US-Staatsanleihen auf etwa 4,24 % steigen ließ. In einem Umfeld hoher Zinsen erhöht sich die Opportunitätskosten für das Halten von zinsslosen Anlagen erheblich, was die Attraktivität von Gold schmälert. Zudem stärkt der Dollar den Druck auf Gold zusätzlich.
Auch Bitcoin ist von der restriktiveren Liquidität betroffen. Obwohl der Preis noch über dem Niveau vor dem Konflikt Ende Februar liegt, gehen die meisten Marktteilnehmer davon aus, dass die jüngliche Erholung eher auf Short-Covering als auf frisches Kapital zurückzuführen ist. Fraussen sagte, die aktuellen offenen Kontrakte deuten auf eine zunehmende Bullen- und Bären-Dynamik hin. Falls Bitcoin die Marke von 70.000 US-Dollar unterschreitet, könnte es auf das Niveau von 60.000 US-Dollar zurückfallen.
Dennoch bieten institutionelle Gelder eine gewisse Unterstützung. Daten zeigen, dass der Bitcoin-ETF bereits sieben Tage in Folge Nettomittelzuflüsse verzeichnet, mit einem Gesamtvolumen von fast 96 Milliarden US-Dollar, was auf anhaltendes Interesse langfristiger Investoren hindeutet.
Derzeit wirken sich steigende Ölpreise, die Inflationserwartungen und die hohen Zinsen gleichzeitig negativ auf Gold und Bitcoin aus. Kurzfristig könnten beide Anlagen weiterhin volatil bleiben, solange die Energiepreise hoch bleiben und die Geldpolitik restriktiv bleibt. Mittelfristig hängt die Entwicklung von der Geschwindigkeit der Inflationsrückgänge und den marginalen Veränderungen im globalen Liquiditätsumfeld ab.
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