Amplicity, ein in Singapur ansässiges Energie-Startup, hat laut dem Unternehmen am 31. März eine Seed-Runde über 1 Million US-Dollar abgeschlossen. Die Runde ergänzte Engie und strategische Angel-Investoren in der Aktionärsstruktur des Unternehmens. Amplicity will Unternehmen dabei helfen, Einnahmen aus Backup-Batterien über Dienstleistungen im Strommarkt zu erzielen, mit den ersten Einsätzen in Singapur und einer laufenden Expansion nach Australien.
Amplicity setzt auf einen No-Capex-Ansatz: Das Startup rüstet vorhandene Backup-Batterien im Rahmen eines leistungsbasierten Plans auf, statt von Geschäftskunden im Voraus Hardware-Ausgaben zu verlangen. Laut Unternehmensunterlagen kann ein durchschnittliches Batterie-System mit 1,2 Megawattstunden mehr als 180.000 US-Dollar an jährlichen Einnahmen generieren und damit alternde Assets in Ertragsströme umwandeln.
Die Zeitpunkte passen zu den Bedingungen auf Australiens Energiemarkt: Netzvolatilität und eine Abhängigkeit von Brennstoffimporten schaffen Nachfrage nach zusätzlicher Batteriekapazität.
Engies Beteiligung spiegelt eine breitere Strategie großer Energiegruppen wider, Venture-Einheiten zur Zusammenstellung verteilter Grid-Infrastruktur einzusetzen. Engie Factory, der Startup-Investment-Arm des Unternehmens, hat außerdem Phnxx unterstützt, das modulare Solar- und Batteriesysteme an Industrie-Standorte in der Region verkauft.
Dieser Investitionsansatz ermöglicht Engie, neue Geschäftsmodelle zu testen und Technologie zur Verwaltung von kundeneigenen Assets am Grid Edge zu gewinnen – darunter Batterien, die bei Kundenstandorten installiert sind und nicht in zentralen Kraftwerken. Besonders: Engies Abteilung für Südostasien verkauft bereits eigene Zero-CapEx-Solar- und Speichersysteme an Unternehmen, wodurch das Unternehmen zugleich als Investor und als Wettbewerber in dem Bereich positioniert ist.