
Ripple veröffentlichte am 20. April den neuesten „Insights“-Bericht des leitenden Direktors für Engineering, Ayo Akinyele. Darin wird ein mehrstufiger Fahrplan skizziert, dessen Ziel es ist, bis 2028 das XRP-Konto (XRPL) vollständig mit Sicherheitsmaßnahmen für die Ära nach der Quantenzeit auszustatten. Ripple arbeitet mit Project Eleven zusammen, um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen, einschließlich Tests der verifizierenden Knoten und eines frühen Managed-Hosting-Prototyps.
Dem XRPL drohen Quanten-Sicherheitsrisiken aufgrund seiner spezifischen Struktur. Auf dem XRPL wird bei jeder signierten Transaktion der öffentliche Schlüssel auf der Blockchain offengelegt – in traditionellen kryptografischen Umgebungen harmlos, aber vor ausreichend fortgeschrittenen Quantencomputern könnte dies Angreifern ermöglichen, aus dem öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel zurückzurechnen und damit die langfristige Sicherheit von Wallets zu gefährden.
Akinyele weist darauf hin, dass die Eigenschaft „zuerst sammeln, dann entschlüsseln“ bedeutet, dass es zu spät ist, erst dann zu reagieren, wenn die Quantenbedrohung ausbricht. Zwar würden die derzeitigen Schutzmaßnahmen nicht sofort unwirksam werden, doch dies erhöht den dringenden Bedarf, bereits früh Systeme aufzubauen, die die Sicherheit langfristiger Vermögenswerte gewährleisten.
Der Fahrplan von Ripple umfasst vier aufeinanderfolgende Phasen:
Erste Phase (Notfallplan): Erstellung von Vorkehrungen für den Fall, dass bestehende Kryptostandards möglicherweise versagen, einschließlich des „Quantum-Day“-Rahmens, um sicherzustellen, dass Benutzerkonten im Falle der Ausnutzung einer Schwachstelle sicher auf nach-quantensichere Adressen übertragen werden können.
Zweite Phase (Algorithmus-Bewertung): Bewertung der von dem National Institute of Standards and Technology (NIST) empfohlenen Algorithmen der Post-Quantum-Kryptografie hinsichtlich ihrer Leistung in realen XRPL-Netzwerkumgebungen.
Dritte Phase (Performance-Tests): Messen der tatsächlichen Auswirkungen der Post-Quantum-Algorithmen auf Netzwerk-Durchsatz, Speicherbedarf und Verifizierungs-Effizienz.
Vierte Phase (parallele Tests im Entwicklungsnetz): Parallele Tests im XRPL-Entwicklungsnetz durchführen, damit Entwickler vor einer vollständigen Umsetzung Performance-Abwägungen bewerten können und die Stabilität einer offiziellen Bereitstellung sichergestellt ist.
Die Eigenschaften von XRPL bezüglich Schlüsselrotation und deterministischer Schlüsselerzeugung bieten wichtige technische Vorteile. Sie ermöglichen eine schrittweise Migration zu nach-quantensicheren Standards, ohne dass Nutzer ihre bestehenden Konten zwangsweise aufgeben müssen. Akinyele betont: „Wir sollten die Reaktion auf Quantenbedrohungen im XRPL nicht als ein einzelnes, isoliertes Upgrade betrachten, sondern als eine mehrstufige Strategie – nämlich die sorgfältige Migration der bestehenden globalen Finanzinfrastruktur, ohne den Wert digitaler Vermögenswerte zu beeinträchtigen, den XRPL schützt.“
Angreifer sammeln zunächst kryptografische Daten (z. B. die auf der Blockchain veröffentlichten öffentlichen Schlüssel), solange Quantencomputer noch nicht stark genug sind, und entschlüsseln sie später, wenn die Quanten-Technologie ausgereift ist. Für XRPL gilt: Jede bestätigte Transaktion hinterlässt einen öffentlichen Schlüssel auf der Blockchain. Das bedeutet, dass historische Aufzeichnungen in Zukunft, wenn die Quantenbedrohungen ausgereift sind, möglicherweise einem Rückrechnung- und Analyseszenario ausgesetzt sein könnten.
In der ersten Phase wird ein Notfall-Umzugsplan für den „Quantum-Day“ erstellt; in der zweiten Phase werden die von NIST empfohlenen Post-Quantum-Kryptografie-Algorithmen bewertet; in der dritten Phase wird getestet, wie sich diese Algorithmen auf die Performance auswirken; in der vierten Phase werden parallele Tests im XRPL-Entwicklungsnetz durchgeführt, um die Stabilität einer offiziellen Bereitstellung sicherzustellen.
XRPL schützt globale Finanzinfrastrukturen. Ein schneller, nicht strukturierter Austausch kryptografischer Standards könnte für Vermögenswerte von Hunderten Millionen Nutzern irreversible Schäden verursachen. Eine gestufte Strategie ermöglicht es Entwicklern, die Performance-Auswirkungen in Testumgebungen zu bewerten, und gibt Nutzern ausreichend Zeit, um proaktiv zu migrieren – statt dass bestehende Konten zwangsweise getrennt werden.
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