40 Milliarden US-Dollar DeFi-Ertragsfonds-Crash-Nachwirkungen: MEV Capital Vermögenswerte um 80 % geschrumpft, Risiko dezentralisierter Hebelstrategien erneut im Fokus

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Am 5. März wurde bekannt, dass es fast vier Monate her ist, seitdem der Zusammenbruch des DeFi-Ertragsfonds im Krypto-Sektor Ende 2025 die Branche erschütterte. Dieses Ereignis führte dazu, dass die Marktkapitalisierung der entsprechenden Strategiebereiche um über 4 Milliarden US-Dollar schrumpfte. Neueste Meldungen zeigen, dass die Risikomanagement-Organisation MEV Capital, die an diesem Ökosystem beteiligt war, die Krise nicht überwinden konnte. Ihre Vermögenswerte wurden erheblich reduziert und von Belem Capital übernommen und integriert.

Daten belegen, dass das verwaltete Vermögen von MEV Capital von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar auf rund 300 Millionen US-Dollar eingebrochen ist, ein Rückgang von fast 80 %. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass dieser Rückgang eng mit den zuvor angewandten deUSD-Zyklushebel-Strategien verbunden ist. Anfang November 2025, nach dem Zusammenbruch von Stream Finance, brach die Bindung zwischen deUSD und dem Bitcoin-Preis schnell zusammen, woraufhin die Preise der betreffenden Vermögenswerte stark schwankten. Kurz darauf kündigte Elixir die Einstellung des deUSD-Handels an, was die Kapitalbindung im Hebel-Mechanismus weiter unter Druck setzte.

Vor dem Hintergrund der Risikoverbreitung traten auch bei MEV Capital deutliche Veränderungen auf. Öffentliche Informationen zeigen, dass der CEO des Unternehmens, Laurent Bourquin, plötzlich zurücktrat. Gleichzeitig kündigte die Asset-Tokenisierungsplattform Midas Capital die Beendigung aller Kooperationen mit MEV Capital an und übergab die Verwaltung von mMEV und mevBTC an RockawayX.

Rückblickend auf diese DeFi-Instabilität liegt die Ursache im rekursiven Kreditverhältnis zwischen den Token der Ertragsfonds. Ende Oktober 2025 begannen die Märkte, die Nachhaltigkeit mehrerer Hochrendite-Fonds-Strategien in Frage zu stellen. Kurz darauf gab Stream Finance Verluste in Höhe von 93 Millionen US-Dollar zu und meldete Insolvenz an. Der Kernbestandteil, der xUSD-Preis, fiel zeitweise um 75 %. Aufgrund der komplexen Hebelverflechtungen zwischen mehreren Projekten breitete sich das Risiko rasch auf Vermögenswerte wie deUSD, die von Elexir eingeführt wurden, aus.

Diese Kettenreaktion löste einen groß angelegten Enthebelungsprozess aus. Innerhalb eines Monats verschwand fast die Hälfte der eingelagerten Werte in diesem Sektor, etwa 10 Milliarden US-Dollar an Kapital wurden vernichtet. Obwohl sich der Bereich inzwischen etwas erholt hat, liegt das Gesamtvolumen noch immer bei etwa 6 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig beginnen einige Projekte, auf stabilere Vermögensstrukturen umzusteigen, beispielsweise durch die Einführung realer Vermögenswerte (RWA) in das DeFi-System. Midas Capital tokenisierte den F-ONE-Fonds der Fasanara-Gruppe und emittierte die On-Chain-Vermögenswerte mF-ONE. Solche Off-Chain-Vermögenswerte sind jedoch ebenfalls umstritten. Branchenexperten kritisieren die mangelnde Transparenz der Off-Chain-Berichte und weisen auf Probleme mit verzögerten Informationen und unvollständiger Offenlegung hin.

Das Risiko-Forschungsinstitut Chaos Labs wies kürzlich darauf hin, dass die Insolvenz eines Automobilzulieferers zu einer etwa 2%igen Schwankung des F-ONE-Asset-Preises führte. Dieser Fall erinnert erneut daran, dass selbst RWA-Vermögenswerte die Übertragung traditioneller Finanzrisiken auf die Blockchain nicht vollständig verhindern können. Brancheninsider sind sich einig, dass im DeFi-Ökosystem, das sowohl Hochrendite-Strategien als auch komplexe Sicherheitenstrukturen umfasst, das Prinzip „Ertrag und Risiko gehen Hand in Hand“ weiterhin schwer zu vermeiden ist.

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