Kalshi Mitbegründer Tarek Mansour kündigte den Start des Plattform-Features „Todesbefreiungsklausel“ an, um den Hamenei-Markt zu behandeln — alle Gebühren werden zurückerstattet, und die Abrechnung erfolgt zum letzten Handelspreis vor dem Tod. Dieser Schritt zeigt die moralische Grenze von Vorhersagemärkten, löste jedoch heftigen Nutzerwiderstand gegen Gewinnbeschränkungen aus. Zugleich sollen bei Polymarket sechs Trader Insider-Informationen genutzt haben, um vor dem iranischen Luftangriff auf etwa eine Million US-Dollar zu kommen.
(Vorgeschichte: Kalshi kämpft gegen Insiderhandel! MrBeast-Editoren werden mit 20.000 USD Strafe und zweijährigem Bann belegt)
(Hintergrund: Können wir den nächsten Insider bei Polymarket aufspüren? Ja, die Schwelle ist niedrig)
Inhaltsverzeichnis
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- Wie wird die „Todesbefreiungsklausel“ bei Kalshi abgerechnet?
- Nutzerwiderstand: Gewinnbeschränkungen sorgen für Aufregung
- Größeres Problem bei Polymarket: Verdacht auf Insiderhandel
Der iranische Oberste Führer Khamenei verstarb letzten Sonntag (1. März) bei einer gemeinsamen US-Israelischen Militäroperation. Nach Bekanntwerden dieses Ereignisses stand der „Khamenei als Oberster Führer abgesetzt“-Markt auf Kalshi vor Abrechnungsproblemen. Mitteilung von Mitbegründer Tarek Mansour: Die Plattform verfolgt nur eine klare Grundlinie: „Keinen Profit aus dem Tod ziehen.“
Wie wird die „Todesbefreiungsklausel“ bei Kalshi abgerechnet?
Mansour erklärt, Kalshi hat nie Märkte direkt an den Tod gekoppelt. Wenn das Ergebnis den Tod betrifft, aktiviert die Plattform die im Regelwerk festgelegte Befreiungsklausel, die je nach Zeitpunkt des Einstiegs unterschiedlich angewendet wird:
- Vor Bestätigung des Todes: Trader, die vor der Bestätigung des Todes eingestiegen sind, erhalten die Abrechnung zum letzten Kurs vor der Todesmeldung, alle Gebühren werden vollständig zurückerstattet.
- Nach Bestätigung des Todes: Trader, die nach der Meldung eingestiegen sind, erhalten die Differenz zwischen ihrem Einstiegskurs und dem letzten Kurs, ebenfalls inklusive Gebühren.
Mansour betont, dass diese „Profit aus dem Tod verbieten“-Politik eine langfristige Grundhaltung der Plattform ist und die entsprechenden Klauseln bereits in den Marktregeln verankert sind.
Nutzerwiderstand: Gewinnbeschränkungen sorgen für Aufregung
Dennoch stößt diese moralische Haltung nicht bei allen Nutzern auf Zustimmung. Einige Trader argumentieren, sie hätten auf Grundlage geopolitischer Einschätzungen legitim gewettet, und die nachträgliche Gewinnbeschränkung sei gleichbedeutend mit „Spielregeln ändern“, was in der Community für Aufregung sorgt.
Vorhersagemärkte bewegen sich stets im moralischen Graubereich — wenn das Ergebnis eines Ereignisses Menschenleben betrifft, stellt sich die Frage: Sollten sie dem Marktmechanismus treu bleiben oder die ethische Grenze wahren? Kalshi entscheidet sich für Letzteres, doch auf Kosten des Nutzervertrauens.
Größeres Problem bei Polymarket: Verdacht auf Insiderhandel
Im Vergleich zu Kalshis „Rückerstattungs-Drama“ steht bei Polymarket eine noch schwerwiegendere Frage im Raum. Berichten zufolge haben vor dem US-Israelischen Luftangriff auf Iran im Februar sechs Trader bei Polymarket präzise auf „USA greift Iran an“ gesetzt, noch bevor die militärische Aktion öffentlich wurde, mit einem Gewinn von etwa einer Million US-Dollar.
Diese Transaktionen fallen zeitlich stark mit den tatsächlichen Militäraktionen zusammen und werfen den Verdacht auf Insiderhandel auf. Es ist nicht das erste Mal, dass bei Polymarket solche Verdachtsmomente auftreten — etwa beim Verhaftungsfall Venezuelas Präsident Maduro gab es vor Bekanntgabe große Wetten von mysteriösen Wallets, die Hunderttausende Dollar Gewinn brachten.
Vorhersagemärkte stehen im geopolitischen Konflikt vor einer noch nie dagewesenen Prüfung: Sind sie ein demokratisiertes Informationsinstrument oder ein Paradies für Insider-Arbitrage? Mit Kalshi und Polymarket, die beide in Kontroversen verwickelt sind, werden Regulierungsbehörden diesem schnell wachsenden Sektor mit größerer Aufmerksamkeit begegnen.
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