MicroStrategy-CEO Michael Saylor kündigte am 25. Februar 2026 auf der Strategic World Conference in Las Vegas an, dass sich die Unternehmensstrategie ändert. Statt aktiv Bitcoin in der Bilanz zu halten, wird künftig die Flagship-Perpetual-Preferred-Stock STRC als primäres Finanzierungsinstrument für zukünftige Bitcoin-Käufe genutzt.
(Quelle: Google Finance)
Saylor bezeichnete die Veränderung auf der Konferenz als Teil seiner „Digital Credit“-Vision, bei der Bitcoin neu als „Digitales Kapital“ positioniert wird, das in Gewinne umwandelbar ist, anstatt direkt vom Finanzbereich des Unternehmens gehalten zu werden. In diesem Rahmen werden die Erlöse aus der Ausgabe von STRC direkt für den Kauf weiterer Bitcoins verwendet: Mit zunehmendem Bestand steigt die Anzahl der Bitcoins pro Aktie für die Stammaktionäre, während Investoren in Vorzugsaktien stabile Erträge erhalten und das Risiko der direkten Bitcoin-Preisschwankungen verringert wird.
Benchmark-Analyst Mark Palmer beschreibt in einem Kundenbericht STRC als den „Hauptmotor“, mit dem MicroStrategy Bitcoin ansammelt, und betont, dass die Fokussierung auf dieses Instrument das Wachstum der Bitcoins pro Aktie beschleunigen kann. Er hebt hervor, dass die Handelspreise der Stammaktien über ihrem Nettoinventarwert (NAV) weiterhin eine positive Rückkopplung aufweisen, was es dem Unternehmen ermöglicht, durch Wertsteigerung Kapital zu beschaffen und Positionen auszubauen – die Integrität und Preisstabilität von STRC sind dabei zentrale Faktoren für die Kapitalallokation.
Benchmark bestätigt im neuesten Bericht die „Kaufen“-Empfehlung für MSTR mit einem Kursziel von 705 USD. Bei einem aktuellen Kurs von etwa 130 USD am Donnerstag ergibt sich ein potenzieller Anstieg von rund 430 %. Das Ziel basiert auf einer Segmentbewertung, die die erwarteten Bitcoin-Bestände bis Ende 2026, den Bitcoin-Ertragsmultiplikator und eine unabhängige Bewertung des traditionellen Softwaregeschäfts von MicroStrategy umfasst.
Aktueller Aktienkurs von MSTR: ca. 130 USD (26. Februar)
Benchmark Kursziel: 705 USD, ca. 430 % potenzieller Anstieg
Status von STRC: Anfang des Monats fiel der Kurs auf 90 USD, hat sich auf knapp 100 USD erholt; jährliche Dividende ca. 11 %, monatliche Ausschüttung, mit Vorzugsrechten bei Liquidation
Bitcoin-Bestände: 717.722 BTC, über 3 % des Gesamtangebots
Unrealisierte Verluste: über 6,7 Mrd. USD (laut Saylor Tracker, durch Rückgang von Bitcoin seit Hoch Ende 2025)
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts ist Bitcoin deutlich unter seinem Hoch Ende 2025 gefallen. Insgesamt stehen digitale Vermögensverwaltungsfirmen unter Druck, doch MicroStrategy baut durch Aktien- und Vorzugsaktienemissionen weiter auf und bleibt der weltweit größte Bitcoin-Halter eines Unternehmens.
STRC ist die von MicroStrategy (Strategy) ausgegebene Flagship-Perpetual-Preferred-Stock. Die Inhaber haben Vorrang bei Liquidation und Dividenden, derzeit mit einer jährlichen Rendite von ca. 11 %, monatlicher Ausschüttung. Im Vergleich zu den volatilen MSTR Stammaktien ermöglicht STRC Investoren, eine feste Rendite im Zusammenhang mit MicroStrategy’s Bitcoin-Accumulation-Strategie zu erhalten, ohne direkt Bitcoin oder Stammaktien zu besitzen. Das reduziert das Risiko der direkten Exponierung gegenüber Bitcoin-Preisschwankungen.
Früher lag der Fokus von MicroStrategy auf der Förderung, Bitcoin in die Bilanz aufzunehmen. Die neue Strategie verschiebt den Schwerpunkt auf die Emission von Vorzugsaktien wie STRC als Finanzierungsinstrument, bei der durch „Emission von STRC → Kauf von Bitcoin → Steigerung der Bitcoins pro Aktie“ eine Akkumulation erfolgt. Gleichzeitig bieten die Vorzugsaktionäre stabile Erträge, was eine strukturierte Kapitalmarktstrategie schafft.
Das Kursziel basiert auf Segmentbewertungen, die die Bitcoin-Bestände, den Ertragsmultiplikator und die Bewertung des traditionellen Softwaregeschäfts bis Ende 2026 berücksichtigen. Hauptrisiken sind: anhaltende Bitcoin-Preissenkungen, die die Bewertung der Bestände drücken; Preisstabilität von STRC, die die Finanzierungsfähigkeit beeinflussen könnte; und eine mögliche Verringerung des Aufschlags des Aktienkurses über NAV, was die Wertsteigerungsfinanzierung erschweren würde.
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