Bedenken hinsichtlich des Abflusses von Bankeinlagen nehmen zu, US-Senatoren nehmen die Regulierung der Renditen von Stablecoins wieder auf

美國銀行存款外流

Der Bankenausschuss des US-Senats hielt am 27. Februar eine Anhörung ab, bei der sich Aufsichtsbehörden versammelten, um Zeugenaussagen zum Thema Renditen bei Stablecoins zu machen. Die demokratische Senatorin Angela Alsobrooks äußerte Bedenken: Einige Anreizmechanismen bei Stablecoins könnten, ohne regulatorischen Schutz, die Grenze zwischen Krypto-Produkten und Bankeinlagen verwischen und das Risiko eines Abflusses von Einlagen erhöhen.

Fokus der Anhörung: Gesetzeslücke bei Renditen nach dem GENIUS-Gesetz

Im Kern ging es bei der Anhörung um den Umgang des GENIUS-Gesetzes (verabschiedet im Juli 2026) mit den Renditefragen bei Stablecoins. Das Gesetz verbietet klar, dass Emittenten von Stablecoins direkt Zinsen an die Inhaber zahlen, jedoch ist es nicht untersagt, dass Drittplattformen wie Coinbase Nutzern Belohnungen anbieten. Diese Gesetzeslücke ist der zentrale Streitpunkt in der Debatte.

Alsobrooks sagte: „Wir sorgen uns, dass Produkte, die ähnlich wie Bankeinlagen sind, aber keinen Schutz oder Regulierung haben, was das für die zukünftigen Einlagenabflüsse bedeutet.“

Der republikanische Senator aus North Carolina, Tom Tillis, kündigte an, bei den Aufsichtsbehörden eine unabhängige Bewertung des Abflussrisikos zu beantragen: „Ich brauche eine unabhängige Einschätzung, damit wir mit dieser Arbeit vorankommen können.“

Unterdessen fragte der pro-Krypto-Senator aus Ohio, Bernie Moreno, alle Aufsichtsbehörden, ob sie „einen großflächigen Einlagenabfluss bei Banken“ beobachtet hätten. Alle vier Behördenleiter verneinten. Travis Hill, Vorsitzender der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), antwortete: „Die Performance der Banken ist nach wie vor ziemlich gut.“

Bankensektor vs. Krypto-Industrie: Gegensätzliche Argumente im Vergleich

Hinter dieser Debatte steht ein grundlegender Interessenkonflikt zwischen Banken und der Krypto-Branche, die jeweils unterschiedliche Analyseansätze vertreten.

Laut einer Studie des Independent Community Bankers of America (ICBA) würde die Erlaubnis, dass Plattformen Renditen auf Stablecoin-Bestände zahlen, zu einem Rückgang der Einlagen bei Gemeinschaftsbanken um 1,3 Billionen US-Dollar führen und die Kreditvergabe dieser Banken um 850 Milliarden US-Dollar verringern. Faryar Shirzad, Policy-Chef bei Coinbase, widersprach deutlich: „Die Verbreitung von Stablecoins steht in keinem substantiellen Zusammenhang mit einem Abfluss von Einlagen bei Gemeinschaftsbanken.“

Tim Scott zitierte in der Anhörung eine Studie, wonach die Einlagen nach Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes tatsächlich gestiegen seien, und sagte: „Die Befürchtungen eines Abflusses scheinen sich überhaupt nicht zu bewahrheiten.“

Kurzüberblick der Positionen

Banken (ICBA): Erlaubte Renditen würden zu einem Abfluss von 1,3 Billionen US-Dollar an Einlagen führen, die Kreditfähigkeit der Gemeinschaftsbanken um 850 Milliarden US-Dollar verringern

Coinbase (Faryar Shirzad): Verbreitung von Stablecoins steht in keinem Zusammenhang mit Einlagenabfluss, Begrenzung der Renditen erstickt Innovation

Regulierungsbehörden (FDIC u.a.): Bisher kein großflächiger Einlagenabfluss, Banken insgesamt stabil

Weißes Haus: Aktive Vermittlung, Organisation von Treffen zwischen Krypto-Unternehmen und Banken, Frist Ende Monat für eine Lösung

Am Vorabend der Anhörung veröffentlichte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Vorschlag zur Umsetzung des GENIUS-Gesetzes, der die regulatorische Zuständigkeit für bestimmte Emittenten klarstellt. Michelle Bowman, Vizevorsitzende der Federal Reserve für Aufsicht, sagte, man werde die Handhabung digitaler Vermögenswerte klären, um das Bankensystem besser bei der Unterstützung digitaler Vermögensaktivitäten zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen

Was regelt das GENIUS-Gesetz bezüglich der Renditen bei Stablecoins, wo liegen die Kernstreitpunkte?

Das Gesetz verbietet Stablecoin-Emittenten, direkt Zinsen an Inhaber zu zahlen, erlaubt aber Drittplattformen wie Coinbase, Nutzern Belohnungen anzubieten. Kritiker meinen, solche Belohnungen kopierten im Wesentlichen die Funktion von Bankzinsen, seien aber nicht ausreichend reguliert. Befürworter sehen darin legitimen Wettbewerb, der keine Bedrohung für das Bankensystem darstelle.

Gibt es konkrete Daten, die einen tatsächlichen Abfluss von Einlagen durch die Banken belegen?

Derzeit gibt es keine Daten über einen großflächigen Einlagenabfluss. Die FDIC-Präsidentin sagte, die Performance der Banken sei „ziemlich gut“. Die Studie von Tim Scott zeigt, dass die Einlagen nach Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes tatsächlich gestiegen sind. Die Hauptargumente der Banken basieren auf Prognosen (z.B. ICBA schätzt einen Abfluss von 1,3 Billionen US-Dollar), nicht auf tatsächlichen Transfers, was zu grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten führt.

Wie wird das regulatorische Rahmenwerk der OCC für Stablecoins den Markt beeinflussen?

Der Vorschlag der OCC für die Umsetzung des GENIUS-Gesetzes legt fest, dass die Behörde die Aufsicht über nationale Banken, Tochtergesellschaften und bestimmte Emittenten von qualifizierten Zahlungs-Stablecoins übernimmt. Dies schafft klare Compliance-Pfade für regulierte Stablecoin-Emittenten und zeigt, dass die Aufsichtsbehörden aktiv in die Regulierung des Stablecoin-Marktes eingreifen.

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