Gate News-Meldung, 15. April — Mehr als 70 Bürgerrechtsorganisationen, darunter die American Civil Liberties Union (ACLU) und das Electronic Privacy Information Center (EPIC), fordern Meta auf, Pläne fallen zu lassen, Gesichtserkennung in seine Smart Glasses aufzunehmen. Sie verweisen dabei auf Risiken, die durch missbräuchliche Verwendung durch Stalker und andere böswillige Akteure entstehen. Die Gruppen schickten am 14. April einen Brief an den CEO Mark Zuckerberg.
Die Organisationen argumentierten, dass Menschen das Recht haben, ihren Alltag zu führen, ohne Angst haben zu müssen, dass ihre Identitäten in Echtzeit verfolgt werden — ebenso wie ihre Gewohnheiten, Hobbys, Beziehungen und Gesundheitsinformationen. Sie verlangten von Meta die Offenlegung von Fällen, in denen tragbare Geräte in Verbrechen wie Stalking, Belästigung und häuslicher Gewalt eingesetzt wurden, und forderten Transparenz im Hinblick auf Gespräche mit Strafverfolgungsbehörden wie U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) über die Nutzung von Smart Glasses und anderen Wearables.
Die Kontroverse dreht sich um die von Meta in Entwicklung befindliche Gesichtserkennungsfunktion namens „Name Tag“, die KI nutzt, um Informationen über Personen im Sichtfeld des Nutzers auf dem Smart-Glasses-Bildschirm anzuzeigen. Berichten zufolge prüft Meta verschiedene Szenarien, darunter die Frage, ob die Erkennung auf bekannte Kontakte beschränkt werden soll oder ob sie auf Nutzer ausgeweitet wird, die öffentliche Facebook- und Instagram-Konten haben. Ein Sprecher von Meta sagte, das Unternehmen biete derzeit keine solchen Funktionen an, würde aber bei einer späteren Einführung einen sehr vorsichtigen Ansatz verfolgen.