Gate-News-Meldung, 16. April — Elon Musks Team hat dringende Anweisungen an große Hersteller von Halbleiter-Produktionsanlagen herausgegeben, darunter Applied Materials (AMAT), Tokyo Electron und Lam Research (LRCX), und fordert eine „Lichtgeschwindigkeit“-Reaktionszeit, um sich auf das Terafab-Projekt vorzubereiten, wie Quellen berichten. Die Initiative stellt Musks ehrgeizigen Versuch dar, in die fortschrittliche Chipfertigung einzusteigen, wobei das Projekt auf eine jährliche Rechenleistung von 1 Terawatt abzielt und durch Investitionen von 20-25 Milliarden US-Dollar abgesichert ist.
In den vergangenen Wochen erkundigten sich Mitarbeitende des Tesla- und SpaceX-Gemeinschaftsunternehmens nach Preisen und Lieferzeitplänen für Fotomasken, Substrate, Ätzgeräte, Beschichtungssysteme und Test-Tools. Musks Vertreter verlangten schnelle Preisangebote und gaben dabei nur minimale Informationen zu den Produktionsspezifikationen. In einem Fall erhielten Zulieferer am Freitag vor einem Feiertag Anfragen nach Kostenschätzungen, wobei die Lieferung für den folgenden Montag erwartet wurde. Die Initiative hat die Aktienkurse von Tokyo Electron (um 6% auf die Nachricht) bereits angehoben, ebenso von Advantest, Screen Holdings und Disco.
Das Terafab-Projekt plant, in Austin eine Pilot-Produktionslinie einzurichten, die 3.000 Wafer pro Monat verarbeiten kann, während die kommerzielle Fertigung von Siliziumchips für 2029 anvisiert ist. Musk hat betont, dass die Halbleiter xAI-Operationen, humanoide Robotik und Rechenzentren für Raumdaten unterstützen werden. Das Projekt greift Bedenken hinsichtlich knapper Halbleiter-Lieferkapazitäten angesichts massiver Investitionen in die KI-Infrastruktur auf — große Betreiber von Rechenzentren dürften in diesem Jahr allein etwa $650 Milliarden für die Infrastruktur ausgeben.
Der Intel-CEO Chen-Fu Giannou hat öffentlich eine tiefe Beteiligung an Terafab bestätigt; beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an Next-Generation-Prozessoren für Roboter und Hyperscale-Rechenzentren. Währenddessen verhandelt das Team von Musk außerdem mit Samsung Electronics, obwohl Samsung signalisiert hat, dass es die Zuweisung eigener Kapazitäten in seiner neuen Texas-Einrichtung bevorzugt, statt eine vollständig unabhängige Fertigung zu unterstützen. Der Tesla-KI5-Chip hat vor kurzem erfolgreich den Tape-Out abgeschlossen und damit die Notwendigkeit einer groß angelegten internen Produktionskapazität belegt, um die zukünftigen Anforderungen an das Full Self-Driving sowie an den Dojo-Supercomputer zu erfüllen.
Allerdings haben Investmentanalysten bei Bernstein und anderen Institutionen erhebliche Bedenken geäußert. Bernstein schätzt, dass die tatsächlichen Kapitalausgaben des Projekts 5-13 Billionen US-Dollar erreichen könnten, um das 1-Terawatt-Rechenziel zu erreichen — weit über den aktuellen Budgets. Tammy Qiu, Leiterin der Tech-Equity-Research bei Berenberg, bemerkte, das Unternehmen habe Terafab nicht in seine Finanzmodelle für ASML aufgenommen; sie sagte: „Die Absicht ist real“, aber ein substanzieller Fortschritt sei in den nächsten zwei Jahren unwahrscheinlich.
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