Der New York Times-Bericht weist darauf hin, dass Meta’s neuestes KI-Modell Avocado Entwicklungsfortschritte verzögert hat. In internen Tests hat es noch nicht mit Googles neuestem Gemini 3 Schritt gehalten, weshalb der ursprünglich für März geplante Release auf frühestens Mai verschoben wurde. Gleichzeitig prüft Meta intern, vorübergehend das Google Gemini-Modell als Übergangslösung zu verwenden, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner KI-Produkte aufrechtzuerhalten.
KI-Wettbewerb mit Variablen: Meta’s neues Modell Avocado verschoben auf Mai
Laut einem Bericht der New York Times arbeitet Meta seit einigen Monaten an der Entwicklung des neuen Basismodells für künstliche Intelligenz „Avocado“, das ursprünglich im März dieses Jahres veröffentlicht werden sollte. Derzeit wurde es jedoch auf mindestens Mai verschoben, möglicherweise auch auf Juni.
Insider berichten, dass Avocado in den internen Tests zu Schlüsselkennzahlen wie Schlussfolgerungsfähigkeit, Programmierung und Textgenerierung noch nicht das Niveau der Flaggschiff-KI-Modelle von Google, OpenAI und Anthropic erreicht hat. Daher hat das Unternehmen beschlossen, die Veröffentlichung zu verschieben, um mehr Optimierungszeit zu gewinnen.
Leistung nicht wie erwartet: Zwischen Gemini 2.5 und Gemini 3
Andererseits zitiert Reuters ebenfalls Insider, die berichten, dass die Gesamtleistung von Avocado tatsächlich besser ist als die früheren KI-Modelle von Meta. In einigen Tests übertrifft es auch Google’s Gemini 2.5, das Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, liegt aber noch hinter Gemini 3, das Ende letzten Jahres erschien.
Das bedeutet, dass Google, OpenAI und Anthropic im aktuellen Basismodell-Wettbewerb weiterhin führend sind, insbesondere bei Videoerstellung, Chatbots und Programmierung. Für Meta beeinflusst die Leistung der KI-Modelle nicht nur die Produktfunktionalität, sondern auch die Fähigkeit, Top-Forschungstalente anzuziehen und technologische Führungspositionen zu sichern.
Meta erwägt, Gemini als Übergangslösung zu nutzen
Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass Meta’s KI-Abteilung erwogen hat, Google vorübergehend die Nutzung seines Gemini-Modells zu erlauben, um einige KI-Produkte zu unterstützen, solange Avocado noch nicht einsatzbereit ist. Ein endgültiger Beschluss wurde jedoch noch nicht gefasst. Dies unterstreicht, dass selbst große Tech-Unternehmen in einem intensiven KI-Wettbewerb Kooperationen oder Lizenzierungen in Betracht ziehen, um die Produktwettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Zuvor hatten Google und Meta gemeinsam das Projekt „TorchTPU“ entwickelt, das darauf abzielt, Googles TPU-Chips native und effiziente Unterstützung für die weltweit führenden KI-Entwicklungstools wie PyTorch zu bieten, um die langjährige Software-Dominanz von Nvidia’s CUDA herauszufordern.
(Google und Meta gemeinsam gegen Nvidia: Kann TorchTPU die TPU stärken und die GPU schwächen?)
Meta investiert massiv in KI mit dem Ziel, „Superintelligenz“ zu erreichen
Meta-CEO Mark Zuckerberg hat in den letzten Jahren seine Investitionen in künstliche Intelligenz deutlich erhöht und sieht sie als Kernstück der zukünftigen Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen hat enorme Summen in den Aufbau von KI-Datenzentren und Infrastruktur investiert und schätzt, dass die Kapitalausgaben im laufenden Jahr zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar liegen werden.
Meta hat außerdem den Gründer von Scale AI, Alexandr Wang, als Leiter des KI-Geschäfts eingestellt und ein neues Forschungsteam gegründet, das eine Reihe fortschrittlicher KI-Modelle, einschließlich Avocado, entwickelt. Damit verfolgt das Unternehmen seine Vision der „Superintelligenz“, also der Überlegenheit der KI-Fähigkeiten gegenüber Menschen.
Dieser Artikel „Meta verschiebt die Veröffentlichung des neuen KI-Modells Avocado: Leistung hinter Gemini 3“ erschien erstmals bei ABMedia.