Gate News-Meldung, 23. April — Das iranische Außenministerium bestätigte am 23. April, dass Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf die iranische Delegation bei den Verhandlungen in Islamabad anführen wird. Dies markiert eine grundlegende Wende der Gespräche weg von Nuklearfragen hin zum Erreichen eines umfassenden Waffenstillstands. Der Sprecher des Ministeriums betonte, dass sich der Kernfokus der jüngsten Verhandlungen verändert habe: Das Beenden des Krieges sei das vorrangige Ziel und nicht nukleare Themen.
Qalibaf bringt umfangreiche Militärefahrung aus dem Iran-Irak-Krieg mit und hat in mehreren Führungsrollen gedient, wodurch er in allen politischen Lagern im Iran Vertrauen genießt. In Kombination mit dem Außenminister Abbas Araghchi, der ebenfalls einen militärischen Hintergrund hat, sieht der Iran dies als eine effiziente diplomatische Konstellation, die in der Lage ist, die nationalen Interessen über alle Bereiche hinweg zu koordinieren. Der Sprecher stellte klar, dass Nuklearfragen nicht mehr im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen; das Hauptziel sei nun, einen vollständigen Waffenstillstand zu sichern und die zentralen Interessen des Landes zu schützen.
Kurz bevor diese Aussage gemacht wurde, berichteten israelische Quellen, dass Qalibaf von dem iranischen Verhandlungsteam zurückgetreten sei, weil er in die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) des Irans involviert gewesen war.