VanEck-CEO prognostiziert Marktboden bei Bitcoin und verweist auf Halving-Zyklen sowie strukturelle Angebotsbegrenzungen.
Bitcoin handelt bei etwa 68.000 $, steigt um 2,6 %, liegt aber noch unter seinem Allzeithoch.
ETF-Zuflüsse bleiben stark, während geopolitische Spannungen kurzfristige Volatilität und vorsichtige Marktstimmung erzeugen.
Bitcoin — BTC, hat sich in den letzten 24 Stunden leicht erholt und wird bei etwa 68.000 $ gehandelt. Trotz eines Gewinns von 2,6 % ist die Kryptowährung in diesem Jahr noch um 22 % gefallen und mehr als 40 % unter ihrem Allzeithoch vom Oktober 2025. Investoren beobachten genau, wie der Markt auf makroökonomische Ereignisse und große ETF-Zuflüsse reagiert. VanEck-CEO Jan van Eck teilte seine Einschätzung und deutete an, dass Bitcoin möglicherweise ein Marktboden bildet.
NEU: 181 Milliarden Dollar VanEck-CEO sagt, Bitcoin macht ein Boden und der heutige Preisanstieg ist „ein Lebenszeichen“ 🚀
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— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) 2. März 2026
Jan van Eck erklärte in einem CNBC-Interview, dass der aktuelle Preiszyklus von Bitcoin dem Vierjahres-Halving-Muster folgt. Er betonte, dass dieser Bärenmarkt eher auf zyklische Belohnungsänderungen für Miner zurückzuführen ist als auf fundamentale Wertverschiebungen. Die Blockbelohnung halbiert sich alle vier Jahre, während die Gesamtmenge auf 21 Millionen Coins begrenzt bleibt. Diese strukturelle Begrenzung treibt laut van Eck wiederkehrende Zyklen von Preissteigerungen und -rückgängen an.
Er merkte auch an, dass jüngste Preisbewegungen durch geopolitische Ereignisse beeinflusst worden sein könnten. Die USA und Israel starteten Luftangriffe auf Iran, was Gegenangriffe auslöste. Van Eck schlug vor, dass Kryptowährungen als Zahlungswege fungieren könnten, um Geld während Konflikten außerhalb traditioneller Bankensysteme zu bewegen. Als Beispiele nannte er die Akzeptanztrends in Dubai und den VAE.
Die kurzfristige Erholung von Bitcoin zeigt trotz dieser Spannungen eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Analysten heben hervor, dass geopolitische Unsicherheiten Volatilität auslösen können, die strukturellen Zyklen jedoch eine Schlüsselrolle für langfristige Trends spielen. Der Kurs bleibt weiterhin unter 70.000 $, was bei Händlern vorsichtigen Optimismus signalisiert.
Marktdaten zeigen ein starkes Interesse institutioneller Investoren an Bitcoin. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Dienstag Zuflüsse von etwa 458 Millionen Dollar, was eine der größten Tageszahlen im Quartal darstellt. In drei aufeinanderfolgenden Sitzungen letzte Woche flossen insgesamt 1,1 Milliarden Dollar in ETFs, wobei BlackRocks IBIT-Fonds etwa die Hälfte der Zuflüsse ausmachte. Dieses Niveau an institutioneller Beteiligung zeigt weiterhin Vertrauen trotz allgemeiner Marktrisiken.
Die Volatilität stieg am Wochenende kurzzeitig durch geopolitische Schlagzeilen an. Singapore-basierte QCP Capital berichtete von etwa 300 Millionen Dollar an Long-Liquidationen, die durch die Nachrichten ausgelöst wurden. Diese Bewegungen wurden jedoch größtenteils eingedämmt, wobei die implizite Volatilität im Optionsmarkt kurzzeitig bei 93 % erreichte, bevor sie sich normalisierte. Analysten interpretieren dies als Absicherung gegen Ereignisrisiken durch Händler, nicht als Anzeichen für eine anhaltende Krise.
Technisch gesehen wird Bitcoin seit Februar meist zwischen 60.000 und 70.000 $ gehandelt. Das Hoch am Montag erreichte 69.213 $, konnte aber die im späten Januar gesehenen 70.000 $ nicht zurückerobern. Analysten sagen, dass die Risikobereitschaft weiterhin fragil bleibt, da die militärischen Spannungen im Nahen Osten andauern. Führende Politiker in den USA, Israel und Iran haben signalisiert, dass sie nur wenig deeskalieren wollen, was Händler vorsichtig macht.
Ausblick: Ein nachhaltiger Anstieg über 70.000 $ könnte auf stärkeren Schwung hindeuten. Bis dahin könnte Bitcoin weiterhin innerhalb seiner aktuellen Spanne schwanken, beeinflusst durch institutionelle Zuflüsse, geopolitische Ereignisse und Halving-Zyklen. Van Ecks Einschätzung erinnert Investoren daran, dass Marktboden oft allmählich entstehen, geprägt von strukturellen und makroökonomischen Faktoren. Händler und Enthusiasten werden die Kursentwicklung genau beobachten, um Signale für eine bestätigte Erholung zu erkennen.
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