Top-Öffentlicher Bitcoin-Miner MARA öffnet Tür zur BTC-Tresorliquidation

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MARA Holdings hat seine Bitcoin-Tresorpolitik für 2026 ausgeweitet, um potenzielle Verkäufe von Bitcoin-Reserven zu ermöglichen. Der Schritt folgt auf ein volatiles Jahr, das von Verlusten und steigenden Kosten geprägt war.

MARA Holdings, der größte börsennotierte Bitcoin-Miner nach BTC-Beständen, hat seine Tresorstrategie erweitert. Laut einer kürzlich eingereichten 10-K bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission ist das Unternehmen nun berechtigt, angesammelte Bitcoin-Reserven zu verkaufen. Zuvor verkaufte MARA nur neu geminte Coins.

MARA überarbeitet BTC-Tresorstrategie nach 1,71 Mrd. USD Verlust im Q4

Die Änderung der Politik stellt eine klare Abkehr von MARAs langfristiger Haltestrategie dar. Früher nutzte das Unternehmen geminte Bitcoin als strategische Reserve. Der finanzielle Druck änderte jedoch diesen Ansatz. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete MARA einen Nettoverlust von 1,71 Milliarden US-Dollar.

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Der Großteil dieses Verlusts resultierte aus einer nicht zahlungswirksamen Wertminderung von 1,5 Milliarden US-Dollar. Doch die Bitcoin-Preise sanken in diesem Quartal von 111.000 USD auf 87.000 USD. Dadurch waren Wertminderungen zum Marktpreis verheerend für die Finanzberichte. Daher bestand Bedarf an flexibler Liquidität.

Zum 31. Dezember 2025 hielt MARA 53.822 BTC. Diese Bestände waren etwa 4,7 Milliarden USD wert. Interessant ist, dass derzeit etwa 28 % dieser Reserve aktiviert sind. Dazu gehören 9.377 BTC, die für Zinseinkünfte verliehen wurden.

Darüber hinaus werden 5.938 BTC als Sicherheit für eine Kreditfazilität in Höhe von 350 Millionen USD genutzt. Diese aktive Nutzung stellt eine Wende hin zu Ertragsgenerierung dar. Allerdings verringerten Handelsverluste und Volatilität die Performance. Daher erweiterte das Management seinen Tresorauftrag.

In der Vergangenheit gab es ähnliche Trends bei Mitbewerbern. Core Scientific wollte im ersten Quartal 2026 fast 2.500 BTC verkaufen. Dieser Branchenwandel deutet auf sich ändernde Tresorstrategien bei öffentlichen Minern hin.

Steigende Bergbaukosten und KI-Strategiewechsel treiben Politikänderung voran

Auch die Wirtschaftlichkeit des Minings war ein Faktor bei MARAs Entscheidung, ebenso wie die Tatsache, dass das Unternehmen bereits zwei Millionen Dollar in die Erkundungsarbeiten investiert hat. Die Kosten für das Mining eines Bitcoins stiegen im vierten Quartal 2025 auf 48.611 USD. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 31.608 USD im Vorjahr. Höhere Betriebskosten drückten somit auf die Margen.

Gleichzeitig bewegt sich MARA in Richtung einer Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen entschied sich, mit Starwood Digital Ventures bei der Entwicklung KI-fokussierter Rechenzentren zusammenzuarbeiten. Dieser Schritt ähnelt den Bewegungen von Wettbewerbern wie Bitdeer, das kürzlich seine gesamte Tresorbestände verkauft hat.

Zudem hält das Unternehmen nach MicroStrategy die zweitgrößte Unternehmensreserve an Bitcoins. Die neue Politik deutet jedoch auf eine praktische Nutzung der Bitcoin-Bestände hin. Anstatt statischer Reserven könnten Bitcoin nun für Liquidität und Kapitalzwecke dienen.

Wichtig ist, dass die überarbeitete Strategie Verkäufe basierend auf Marktbedingungen ermöglicht. Das Management kann flexibler auf Volatilität und Finanzierungsbedarf reagieren. Dadurch gewinnt MARA durch unsichere Preisdynamiken an Flexibilität.

Insgesamt markiert die überarbeitete Tresorpolitik einen strategischen Wendepunkt. Während MARA weiterhin bedeutende Bitcoin-Bestände hält, betrachtet es diese nun als einsetzbare Vermögenswerte. Damit könnte 2026 eine neue Phase im Kapitalmanagement öffentlicher Miner einläuten.

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