Medienberichten zufolge erklärte Mike Selig, Vorsitzender der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), dass die Regulierungsbehörde bald Schritte unternehmen wird, um die Legalisierung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures in den USA zu ermöglichen. Die entsprechenden Richtlinien sollen voraussichtlich in etwa einem Monat veröffentlicht werden. Er betonte, dass dies Teil mehrerer Maßnahmen zur Regulierung digitaler Vermögenswerte sei und in Zusammenarbeit mit der US Securities and Exchange Commission (SEC) vorangetrieben werde.
Legalisierung von Perpetual-Futures in den USA? CFTC-Vorsitzender verspricht Richtlinien innerhalb eines Monats
Selig wies bei einer Veranstaltung darauf hin, dass sich die Entwicklung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures lange Zeit außerhalb der USA abspielte, hauptsächlich aufgrund der Unsicherheit im regulatorischen Umfeld, die zu Liquiditätsabflüssen und der Abwanderung von Anbietern ins Ausland führte. Er sagte offen: „Die vorherige Regierung hat viele Unternehmen und Liquidität ins Ausland gedrängt.“
Perpetual-Futures sind Derivate ohne festes Ablaufdatum, die meist mit Hebelmechanismen versehen sind. Sie machen einen erheblichen Anteil am globalen Kryptowährungsmarkt aus, doch in den USA fehlt bislang ein klares regulatorisches Rahmenwerk. Selig erklärte, die CFTC arbeite daran, innerhalb eines Monats echte professionelle Futures-Produkte in den USA zu etablieren, und kündigte eine baldige offizielle Ankündigung an.
„Project Crypto“: Innovationserleichterungen für Krypto-Industrie und DeFi geplant
Selig trat an diesem Tag gemeinsam mit Paul Atkins, dem Vorsitzenden der US Securities and Exchange Commission, auf. Die Zusammenarbeit im Bereich digitaler Vermögenswerte wird als „Project Crypto“ bezeichnet. Beide Seiten prüfen sogenannte „Innovationsausnahmen“ (innovation exceptions), um der Krypto-Industrie unter bestimmten Bedingungen experimentelle Innovationen zu ermöglichen, ohne befürchten zu müssen, regulatorischen Druck zu erhalten. Die CFTC will eine klarere Regulierung für Entwickler im Bereich dezentraler Finanzen (DeFi) entwickeln, um die seit Jahren bestehende Abschreckung durch Durchsetzung und Unsicherheit zu beenden.
Marktprognosen erhalten klare Richtlinien
Neben Kryptowährungs-Derivaten kündigte Selig auch an, dass Prognosemärkte in naher Zukunft klare regulatorische Vorgaben erhalten werden. Gleichzeitig arbeitet die Regulierungsbehörde an einem umfassenderen formellen Regelwerk, um die Positionen nicht nur auf administrativer Ebene zu halten, sondern langfristig Stabilität zu gewährleisten.
Die Regulierung von Prognosemarkt-Plattformen ist derzeit umstritten, da sowohl bundesstaatliche Glücksspielaufsichtsbehörden als auch die CFTC ihre Zuständigkeit beanspruchen. Plattformen wie Polymarket und Kalshi, die Event-basierte Verträge anbieten, befinden sich im Spannungsfeld verschiedener Regulierungsansprüche. Selig betonte, dass unterschiedliche Regulierungsrahmen nebeneinander bestehen können, die CFTC jedoch ihre führende Rolle auch rechtlich verteidigen werde.
Dieser Artikel über die Legalisierung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures wurde zuerst bei Chain News ABMedia veröffentlicht.
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