Tether friert 4,2 Mrd. USDT im Zusammenhang mit Kryptowährungsverbrechen ein, während Regulierungsbehörden die Krypto-Bekämpfung verstärken. Das Angebot an Stablecoins wächst weltweit auf über 180 Mrd. USD.
Der weltweit größte Emittent von Stablecoins hat Milliarden digitaler Token im Zusammenhang mit mutmaßlichen Kryptowährungsverbrechen eingefroren. Dieser Schritt spiegelt die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Krypto-Unternehmen und den weltweiten Strafverfolgungsbehörden wider.
Tether gab bekannt, dass es rund 4,2 Milliarden USD seiner Token eingefroren hat. Behörden haben diese Gelder mit verschiedenen illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Die meisten Einfrierungen fanden in den letzten drei Jahren statt. Die Maßnahme wurde durch zunehmende Anfragen von Strafverfolgungsbehörden weltweit begleitet.
Laut Reuters hat Tether etwa 4,2 Milliarden USD an USDT im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten eingefroren, davon etwa 3,5 Milliarden USD seit 2023. Diese Woche unterstützte das Unternehmen auch das US-Justizministerium bei der Einfrierung von fast 61 Millionen USD im Zusammenhang mit…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 28. Februar 2026
Laut Reuters belief sich der Betrag nach 2023 auf etwa 3,5 Milliarden USD an eingefrorenen Token. Dieser deutliche Anstieg zeigt eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Krypto-Unternehmen und Ermittlern. Folglich üben Regulierungsbehörden zunehmend Druck auf Unternehmen aus, die mit digitalen Vermögenswerten handeln, um verdächtige Transaktionen genauer zu überwachen.
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Tether ist das Unternehmen, das den dollargekoppelten Stablecoin Tether ausgibt, allgemein bekannt als USDT. Derzeit sind über 180 Milliarden USD in Form dieser Token im Umlauf. Diese Zahl ist im Vergleich zu etwa 70 Milliarden USD vor nur drei Jahren deutlich gestiegen und spiegelt die weltweite Nachfrage nach Stablecoins wider.
Behörden fordern häufig das Einfrieren von Token, wenn Gelder mit Betrugsfällen oder verbotenen Organisationen in Verbindung stehen. Da Blockchain-Transfers nicht leicht rückgängig gemacht werden können, müssen Durchsetzungsmaßnahmen schnell erfolgen. Daher arbeiten Krypto-Unternehmen zunehmend mit Ermittlern zusammen, um eine weitere Bewegung der mutmaßlichen kriminellen Gelder zu verhindern.
Tether nutzt die integrierten Smart-Contract-Tools, um verdächtige Wallet-Adressen zu blockieren. Diese Funktionen ermöglichen es dem Unternehmen, Wallets auf eine schwarze Liste zu setzen, die eingefrorene Token enthalten. Dadurch werden die Token gesperrt und können nicht auf unterstützten Blockchain-Netzwerken wie Ethereum und Tron verwendet werden.
Kürzlich unterstützte Tether eine große Untersuchung der US-Behörden. Das Unternehmen half dem US-Justizministerium und Homeland Security Investigations, fast 61 Millionen USD in USDT zu beschlagnahmen. Die Beamten verfolgten das Geld bis zu groß angelegten Online-Betrugsmaschen.
Die Ermittler bezeichneten diese Operationen als „Schweinerei“-Betrugsmaschen, bei denen ahnungslose Opfer ausgenutzt werden. Bei diesen Betrugsmaschen bauen Kriminelle zunächst ein langfristiges Vertrauen auf, bevor sie digitale Vermögenswerte stehlen. Daher betrachten weltweite Regulierungsbehörden solche Betrugsfälle inzwischen als eine große Bedrohung für die Krypto-Märkte.
Die Behörden verbanden die eingefrorenen Token auch mit anderen kriminellen Aktivitäten. Dazu gehören Menschenhandel, sanktionierte Organisationen und Konfliktfinanzierung. Beispielsweise wurden einige Gelder von Ermittlern mit einer genehmigten russischen Börse, Garantex, in Verbindung gebracht.
Außerdem wurden bestimmte Transaktionen Aktivitäten im Zusammenhang mit Konflikten in Israel und der Ukraine zugeordnet. Diese Erkenntnisse haben zu einem verstärkten regulatorischen Druck auf Anbieter der Krypto-Infrastruktur geführt. Daher stehen die Stablecoin-Emittenten nun unter zunehmender Beobachtung und werden aufgefordert, stärker mit den internationalen Behörden zusammenzuarbeiten.
Trotz der massiven Einfrierungen von Vermögenswerten wächst die Marktpräsenz von Tether weiterhin rasant. Der Stablecoin wird nach wie vor umfangreich für den Handel sowie für Überweisungen und grenzüberschreitende Zahlungen genutzt.
Das Ausmaß der eingefrorenen Gelder zeigt, welchen Einfluss Stablecoin-Emittenten auf die Krypto-Überwachung weltweit haben. Ihre technische Kontrolle ermöglicht eine sofortige Reaktion auf verdächtige Aktivitäten. Daher könnten Maßnahmen wie das Blacklisting von Token mit zunehmender regulatorischer Fokussierung auf die Bekämpfung von Finanzkriminalität im Krypto-Bereich nur noch zunehmen.