
Laut On-Chain-Überwachung von Coinbob hat taiwanesischer Künstler „Maji Ge Ge“ Huang Licheng am 27. Februar erneut eine Ethereum (ETH)-Long-Position bei Hyperliquid eröffnet. Anfangs wurden etwa 250.000 USD investiert, um die Position aufzubauen. Innerhalb von drei Tagen wurde die Position durch kontinuierliches Rebalancing auf ein Volumen von 13,5 Millionen USD ausgeweitet, mit einem Hebel von 25. Das Liquidationsniveau liegt bei etwa 1.938 USD, was nur etwa 2,42 % unter dem aktuellen Marktpreis liegt.
(Quelle: Hyperbot)
Dies ist eine weitere Rekonstruktion nach dem vorherigen Margin Call. Laut Überwachungsdaten hat die betreffende Adresse (0x020ca66c30bec2c4fe3861a94e4db4a498a35872) kürzlich etwa 250.000 USD eingezahlt, um eine ETH-Long-Position zu eröffnen, und folgt dabei ihrer üblichen „Rebalancing-Strategie“ – also kontinuierliches Hinzufügen bei Gewinn, um den Durchschnittspreis und das Gesamtvolumen schrittweise zu erhöhen.
Zum Zeitpunkt der Überwachung sieht die Positionsübersicht wie folgt aus: Volumen 13,5 Mio. USD; Hebel 25x; durchschnittlicher Einstiegspreis ca. 1.945 USD; unrealisiert Gewinn ca. 430.000 USD (+80 %); Liquidationspreis ca. 1.938 USD, nur etwa 2,42 % unter dem aktuellen Marktpreis, was bei einem Kursrückgang von etwa 7 USD zum Liquidationsniveau führt.
Dieses Rebalancing-Modell birgt das Risiko, dass mit der Erhöhung des Durchschnittspreises auch die Liquidationslinie nach oben verschoben wird. Bei einer leichten Korrektur kann schon eine kleine Abwärtsbewegung die Position sofort zur Liquidation zwingen.
Das Vorgehen von Maji Ge Ge ist kein Zufall, sondern eine Fortsetzung eines fast fünfmonatigen Musters. Laut vollständiger Historie von Coinbob hat die betreffende Adresse seit Oktober 2025 insgesamt 162 Long-Positionen in verschiedenen Kryptowährungen bei Hyperliquid eröffnet, darunter 18 in ETH. Insgesamt wurden dabei fast 15,68 Mio. USD eingezahlt, wobei fast jede Position letztlich mit Verlust geschlossen wurde.
Huang Licheng war Anfangs durch den Besitz von BAYC (Bored Ape Yacht Club) NFTs in der Krypto-Community bekannt geworden. Seit August 2025 hat er sich auf Hyperliquid auf den Handel mit HYPE und ETH konzentriert. Berichten zufolge wurde er in einem Monat mehr als 70 Mal liquidiert, mit einem Monatsverlust von über 16 Mio. USD.
Positionsgröße: 13,5 Mio. USD (aus 250.000 USD in drei Tagen durch Rebalancing um das 54-fache erhöht)
Hebel: 25x
Durchschnittlicher Einstiegspreis: 1.945 USD
Unrealisiert Gewinn: ca. 430.000 USD (+80 %)
Liquidationspreis: ca. 1.938 USD, nur 2,42 % unter dem aktuellen Marktpreis (ca. 7 USD)
Anzahl der Long-Runden seit Oktober 2025: 162 (ETH 18 Runden)
Gesamteingezahlter Netto-Betrag bei Hyperliquid: ca. 15,68 Mio. USD
Beim Rebalancing-Long wird nach der Eröffnung der Position durch laufende Gewinne die Margin erhöht und die Position vergrößert, wodurch sich der Durchschnittspreis nach oben verschiebt. Diese Methode kann in starken Trendphasen die Gewinne schnell vervielfachen, birgt aber das Risiko, dass die Liquidationslinie mit dem steigenden Durchschnittspreis nach oben verschoben wird. Bei einer kleinen Korrektur kann schon eine geringe Abwärtsbewegung den Kurs unter die Liquidationsmarke drücken, was zum Totalverlust der Position führt.
Derzeit liegt der durchschnittliche Einstieg bei etwa 1.945 USD, die Liquidationslinie bei ca. 1.938 USD – nur etwa 7 USD Abstand. Bei einem Rückgang von etwa 2,42 % würde die Position liquidiert. Angesichts der täglichen Volatilität von ETH ist dieser Sicherheitsabstand äußerst knapp, jede plötzliche Abwärtsbewegung könnte die Position sofort zur Liquidation zwingen.
Das Beispiel von Maji Ge Ge ist eine typische Warnung vor den Risiken hochgehebelter Trades: Selbst bei ausreichender Anfangsinvestition (etwa 25.000 USD pro Runde) kann das wiederholte Rebalancing mit hohem Hebel zu kumulierten Verlusten in der Größenordnung von 15,68 Mio. USD führen. Das Risiko bei Hochhebel-Trades liegt nicht in einzelnen Gewinn- oder Verlust-Transaktionen, sondern in der kumulativen Verlustspirale bei wiederholtem Scheitern. Langfristig ist es bei solchen Strategien äußerst schwierig, profitabel zu bleiben.
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