
Laut einem Bericht von Bloomberg vom Freitag sammelt die britische Großbank Barclays (NYSE: BCS) aktiv Informationen, um die Machbarkeit eines Einstiegs in den Blockchain-Bereich zu prüfen, und hat bei mehreren Technologielieferanten Anfragen zu entsprechenden Lösungen gestellt. Insiders zufolge umfasst die geplante Anwendung von Barclays die Tokenisierung von Einlagen und Stablecoin-Zahlungen. Das Unternehmen könnte voraussichtlich im April einen Technologielieferanten bestätigen. Aufgrund des allgemeinen Marktrückgangs fiel der BCS-Aktienkurs an diesem Tag um fast 4 %.
Das Interesse von Barclays an Kryptowährungstechnologien ist kein kurzfristiges Phänomen. Bereits Anfang dieses Jahres investierte die Bank in das Stablecoin-Abrechnungs-Startup Ubyx, das die Infrastruktur für den Austausch stabiler Coins zwischen Institutionen bereitstellt; im vergangenen Herbst wurde Barclays zudem in die Liste international führender Banken aufgenommen, die die Ausgabe gemeinsamer Stablecoins erforschen.
Ryan Hayward, Leiter der digitalen Vermögenswerte bei Barclays, erklärte bei der Ankündigung der Investition in Ubyx: „Technologie wird eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Konnektivität und Infrastruktur spielen, um regulierte Finanzinstitute nahtlos interagieren zu lassen.“ Diese Aussage unterstreicht die strategische Ausrichtung auf die Einhaltung von Vorschriften bei der Abwicklung von Stablecoin-Transaktionen zwischen Institutionen.
Herbst 2025: Aufnahme in die Liste internationaler Banken, die die Ausgabe gemeinsamer Stablecoins erforschen
Anfang 2026: Investition in das Stablecoin-Abrechnungs-Startup Ubyx
Februar 2026: Bloomberg-Bericht über Anfragen bei Technologielieferanten zu Tokenisierung von Einlagen und Stablecoin-Zahlungen
April 2026 (voraussichtlich): Mögliche Bestätigung des Technologielieferanten, Beginn der praktischen Umsetzung der Krypto-Strategie
Wenn Barclays letztlich die Tokenisierung von Einlagen oder Stablecoin-Zahlungen vorantreibt, wird es Teil eines schnell wachsenden institutionellen Krypto-Finanz-Ökosystems. JPMorgan hat im vergangenen Jahr bereits auf der Ethereum-Scaling-Blockchain Base, die von Coinbase entwickelt wurde, den tokenisierten Einlagen-Token JPMD eingeführt, der es institutionellen Kunden ermöglicht, digitale Versionen ihrer Einlagen für Zahlungen zu verwenden. Dieses Jahr plant JPMorgan, den Token auf das Canton-Netzwerk auszuweiten und entwickelt Rahmenwerke, die es Kunden erlauben, Bitcoin und Ethereum als Sicherheiten für Kredite zu verwenden.
Bank of America hat auf dem Stellar-Netzwerk einen selbstentwickelten Stablecoin getestet, und Citigroup hat ebenfalls Interesse am Stablecoin-Bereich bekundet. Vor diesem Hintergrund ist Barclays’ Erforschung kein isoliertes Vorgehen, sondern Teil einer systemischen, globalen Bankenwelle der Krypto-Integration.
Laut Bloomberg untersucht Barclays zwei Hauptbereiche: die Tokenisierung von Einlagen (Umwandlung von Bankeinlagen in digitale Token auf der Blockchain für institutionelle Zahlungen) und Stablecoin-Zahlungen (Kryptowährungen, die an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind, für Abrechnungen). Das Unternehmen hat bei mehreren Technologielieferanten angefragt und könnte im April einen Partner bestätigen.
Anfang dieses Jahres investierte Barclays in das Stablecoin-Abrechnungs-Startup Ubyx, und im vergangenen Herbst wurde die Bank in die Liste international führender Banken aufgenommen, die die Ausgabe gemeinsamer Stablecoins erforschen. Ryan Hayward, Leiter der digitalen Vermögenswerte, zeigte deutliches Interesse an der Infrastruktur für Stablecoins zwischen Institutionen, was eine natürliche Erweiterung ihrer bestehenden Krypto-Strategie darstellt.
Nach Bekanntgabe des Bloomberg-Berichts fiel der BCS-Kurs am selben Tag um fast 4 %, was hauptsächlich die allgemeine Marktschwäche widerspiegelt und keine negative Reaktion auf die Krypto-Strategie darstellt. Langfristig ist der Kurs in den letzten zwölf Monaten um etwa 54 % gestiegen, was auf eine positive Markterwartung hinsichtlich der Gesamtentwicklung des Unternehmens hindeutet.
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