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Bitcoin-Kernentwickler Matt Corallo nutzte diese Woche eine neue Ankündigung von Blockstream, um eine bekannte Aussage im Quanten-Debatte zu widerlegen: Dass niemand Ernsthaft an Post-Quanten-Kryptographie für Bitcoin arbeitet. Der unmittelbare Auslöser war die Vorschau von Blockstream auf OP_SHRINCSVERIFY, aber der breitere Punkt war, dass die Arbeit nicht aus dem Nichts stammt; sie basiert auf bereits veröffentlichten und öffentlich diskutierten Forschungen.
Corallos Beitrag war direkt: „Und die Bitcoin-Unsicherheitsmacher versuchen weiterhin zu behaupten, niemand arbeitet an PQC in Bitcoin…“ Blockstream formulierte Jonas Nicks bevorstehenden Vortrag bei OPNEXT 2026 (am 16. April 2026) ebenfalls um eine konkrete technische Entwicklung statt um eine vage Versprechung, indem es hieß: „Er wird über OP_SHRINCSVERIFY präsentieren.“ Es beschrieb den Vorschlag als „einen neuen Opcode, der SHRINCS ermöglicht“, eine Konstruktion, die auf 324-Byte-staatlichen Post-Quantum-Signaturen mit statischen Backups abzielt.
Verwandte Lektüre: Morgan Stanley bestätigt Bitcoin-Engagement: Handel, Rendite, VerwahrungDie Veranstaltungsreihe selbst untermauert Corallos Punkt ebenfalls. Quanten wird nicht nur einmalig im Zusammenhang mit Jonas Nicks OP_SHRINCSVERIFY-Sitzung erwähnt. Das Hauptprogramm umfasst auch einen Vortrag von Alex Pruden von Project 11 über „Quantum Bitcoin“ und später eine „Quantum/Investor Fireside“ mit Robert Mitchnick von BlackRock und David Duong von Coinbase.
Mit anderen Worten, das Risiko des Post-Quantum und die Reaktion darauf tauchen immer wieder sowohl auf technischer als auch auf institutioneller Seite auf.
OPNEXT 2026 | Quelle: X @blockspaceDer subtext war kaum zu übersehen: Egal, was man über den Zeitplan von Bitcoin im Quantenbereich denkt, die Behauptung, das Problem werde ignoriert, wird zunehmend schwer aufrechtzuerhalten.
Nick erläuterte SHRINCS in einem Dezember-Post auf Delving Bitcoin als eine hybride Hash-basierte Signatur, die eine stateless Schematik wie SPHINCS+ mit einer stateful Schematik auf unbalanciertem XMSS kombiniert. Das Ziel ist, die Effizienzvorteile des zustandsbehafteten Signierens zu nutzen, wenn der Wallet-Status intakt ist, während eine statlose Fallback-Option bei Verlust des Zustands oder bei Wiederherstellung eines Backups verfügbar bleibt.
In Nicks Worten ist das Schema „äußerst effizient, wenn nur wenige Signaturen benötigt werden“ und „kann mit einem statischen Seed gesichert werden.“ Bitcoin Optech fasste den gleichen Kompromiss später noch klarer zusammen: günstigere Signaturen im Normalfall, schwerere Signaturen im Fallback, wenn die Integrität des Zustands fraglich ist.
Diese Effizienzbehauptung macht den Vorschlag für BTC interessant. Nick schrieb, dass die normale SHRINCS-Signaturgröße min(292 + q·16, s_l) + 16 beträgt, wobei q die Anzahl der bereits durch den zustandsbehafteten Pfad erzeugten Signaturen ist. Für q = 1 ergibt sich die inzwischen zirkulierende 324-Byte-Zahl, die er als mehr als 11-mal kleiner als die kleinste NIST-standardisierte Alternative, ML-DSA, in diesem Szenario bezeichnete.
Verwandte Lektüre: Bitcoins Preis ist um 50 % gefallen – dennoch ist die Akzeptanz stärker denn jeZuvor hatte ein Paper von Nick und Mikhail Kudinov die breitere Eignung hash-basierter Signaturen in Bitcoin argumentiert, da ihre Sicherheit auf Hash-Annomen basiert, die öffentlichen Schlüssel klein bleiben und die Verifizierungskosten pro Byte innerhalb eines praktikablen Rahmens liegen.
Das bedeutet nicht, dass Bitcoin plötzlich einen endgültigen Fahrplan für Post-Quantum hat. Nicks Beitrag auf Delving lud ausdrücklich zu Feedback ein, und die Diskussion im Dezember in der Mailingliste brachte ungelöste Fragen zu Hardware-Performance, Signaturgrenzen, Wallet-Design und der Frage auf, ob Bitcoin zustandsbehaftete Schemen neben statlosen standardisieren sollte. Bitcoin Optech behandelte SHRINCS ebenfalls im Rahmen laufender Konsens-Änderungsdiskussionen, nicht als eine bereits implementierte Verbesserung.
Deshalb ist Corallos Einwurf wichtig. Die genauere Formulierung lautet nicht, dass BTC das Post-Quantum-Kryptographie-Problem gelöst hat, sondern dass die technische Arbeit bereits öffentlich läuft, mit konkreten Vorschlägen, konkreten Kompromissen und zunehmend konkreten Opcodes.
Für eine Debatte, die oft zwischen Selbstzufriedenheit und Panik schwankt, ist OP_SHRINCSVERIFY ein Beweis für etwas Bodenständigeres: Die Diskussion um Post-Quantum bei Bitcoin ist nicht mehr nur theoretisches Herumwackeln, auch wenn sie noch sehr forschungsintensiv ist.
Zum Redaktionsschluss wurde BTC bei 66.630 US-Dollar gehandelt.
BTC muss den 200-Wochen-EMA zurückerobern, 1-Wochen-Chart | Quelle: BTCUSDT auf TradingView.comFeatured image created with DALL.E, chart from TradingView.com
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