JPMorgan warnt, dass die Kryptomärkte im zweiten Halbjahr 2026 stark steigen könnten, wenn das US Clarity Act Mitte des Jahres verabschiedet wird, um durchsetzungsbasierte Regulierung zu beenden und institutionelle Flutwellen zu öffnen. 158 Zeichen
JPMorgan setzt Hoffnung in Zahlen um. Die Bank sagte, dass die Kryptomärkte im zweiten Halbjahr 2026 einen bedeutenden Aufschwung erleben könnten, aber nur, wenn die US-Gesetzgeber bis Mitte des Jahres ihre Hausaufgaben machen. Die Stimmung ist weiterhin schlecht. Das hat sich nicht geändert.
Das Forschungsschreiben der Bank, das in einem Bloomberg-Bericht zitiert wird, weist direkt auf den Clarity Act hin. Wenn er verabschiedet wird, sagt JPMorgan, würde er die Marktstruktur neu gestalten, indem er regulatorische Klarheit schafft, das, was die Bank „Regulierung durch Durchsetzung“ nennt, beendet und mehr institutionelles Kapital anzieht. Der Gesetzentwurf hat das Repräsentantenhaus passiert, bewegt sich aber im Senat nur langsam.
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Meinungsverschiedenheiten häufen sich. Gesetzgeber versuchen, die Lücken zu schließen, die sie im GENIUS Act sehen, dem Stablecoin-Gesetz, das Präsident Trump im Juli unterzeichnete und das den ersten bundesweiten Rahmen für Stablecoin-Emittenten setzt. Besonders eine Streitfrage verzögert die Verhandlungen.
Der Knackpunkt ist die Rendite von Stablecoins. Banken argumentieren, dass Plattformen wie Coinbase, die Nutzern Belohnungen auf Stablecoin-Bestände zahlen, Einlagen abziehen und die finanzielle Stabilität gefährden. Coinbase-CEO Brian Armstrong zog im Januar seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurück. Seitdem haben Krypto-Firmen, Handelsverbände und Banken mehrere Treffen im Weißen Haus abgehalten, um einen Kompromiss zu finden. Armstrong sagte letzte Woche, es gebe „einen Weg nach vorn“.
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Das Notizblatt der Bank, das von Bloomberg auf X geteilt wurde, besagt, dass der Clarity Act drei Dinge tun würde, wenn er verabschiedet wird: regulatorische Klarheit schaffen, die Tokenisierung realer Vermögenswerte fördern und mehr institutionelle Beteiligung anziehen. Diese drei Worte sind für die Wall Street wichtig. Besonders die Tokenisierung ist ein wachsender Ansatz bei Pensionsfonds und Vermögensverwaltern, die auf der Seitenlinie sitzen.
Institutionelle Vorsicht zeigt sich bereits in den Daten. Institutionelle Investoren reduzierten ihre Bitcoin-ETF-Exposition im vierten Quartal um 25.000 BTC, was ein Zeichen dafür ist, dass größere Akteure nicht eilig zurückkehren. Eine regulatorische Freigabe könnte diese Kalkulation schnell ändern.
Bitcoin stieg im Oktober letzten Jahres auf über 126.000 USD, getrieben von Optimismus aus der Trump-Administration. Dann kam der Ausverkauf. Digitale Vermögenswerte erlitten einen Rückschlag zum Jahresende. Jede Erholung ab hier, so impliziert JPMorgan, braucht legislative Unterstützung, nicht nur Marktdynamik.
Der Chief Investment Officer von Bitwise Asset Management, Matt Hougan, bot eine andere Einschätzung der Lage. „Krypto-Winter enden nicht mit Begeisterung; sie enden in Apathie“, sagte Hougan. Er fügte hinzu, dass Bitcoin im Begriff ist, ein Tief zu erreichen, aber der Prozess wird unordentlich sein. Niedrigere Tiefs sind möglich.
Das ist kein Pessimismus. Es ist die Beschaffenheit. Die ein-Tages-Sprünge sind kein Signal. Der langsame Rückweg ist es.
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Das regulatorische Bild ist nicht einfach. Der GENIUS Act wurde verabschiedet, aber es gibt Lücken. Der Clarity Act hat das Repräsentantenhaus passiert, steht aber im Senat auf Widerstand. Und all das spielt vor dem Hintergrund anhaltender Überwachung der Aktivitäten von Krypto-Börsen, Compliance-Streitigkeiten und einer noch vorsichtigen institutionellen Basis.
JPMorgans Wette ist im Wesentlichen, dass Klarheit den Nervenkitzel schlägt. Wenn der Kongress sich bewegt und das Gesetz vor Mitte des Jahres verabschiedet wird, könnte die zweite Hälfte ganz anders aussehen als die erste. Wenn der Senat weiterhin blockiert, verengt sich dieses Fenster schnell.