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Das Cyberkriminalitätsgeschäft boomt, zumindest auf dem Papier. Laut einem neuen Bericht des Blockchain-Analysefirma Chainalysis stieg die Zahl der Ransomware-Angriffe im Jahr 2025 um 50 %, mit fast 8.000 einzelnen Vorfällen im Laufe des Jahres. Dennoch gingen die Hacker im Vergleich zum Vorjahr mit weniger Geld davon.
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Die insgesamt im Jahr 2025 eingetriebenen Lösegeldzahlungen beliefen sich auf 820 Millionen US-Dollar — ein Rückgang von 8 % gegenüber 2024. Berichte führen den Rückgang auf mehrere Faktoren zurück: strengere Vorschriften der Regulierungsbehörden, die Durchsetzung des Gesetzes gegen die Netzwerke, die Kriminelle zum Geldwäschen nutzen, sowie eine wachsende Zahl von Unternehmen, die einfach nicht mehr zahlen.
Da große Organisationen die Tür verschließen, wandten sich die Angreifer leichteren Beute zu. Kleine und mittlere Unternehmen wurden zum neuen Ziel. „Kleinere Opfer zahlen schneller“, sagte Corsin Camichel, Gründer von eCrime.ch, im Chainalysis-Bericht.
Aber schneller bedeutet nicht größer. Diese kleineren Ziele bringen geringere Summen ein, und diese Rechnung holt die Kriminellen, die diese Schemen betreiben, ein.
Quelle: Chainalysis
Die Kluft zwischen der öffentlich behaupteten Anzahl der Angriffe und der tatsächlich eingetriebenen Summe erzählt ihre eigene Geschichte. Angreifer melden mehr Angriffe denn je, doch das Geld, das zu ihnen zurückfließt, wird immer weniger.
BTCUSD wird derzeit bei 67.800 US-Dollar gehandelt. Chart: TradingView Laut Chainalysis deutet diese Kluft auf etwas Wichtiges hin — die Betreiber dieser Operationen investieren mehr Arbeit, erzielen aber schlechtere Ergebnisse.
Quelle: Chainalysis
Ein Teil des Anstiegs bei den Angriffszahlen wird dadurch angetrieben, wie günstig es geworden ist, einen solchen Angriff durchzuführen. Berichte stellen fest, dass der durchschnittliche Preis für den Erwerb des Zugangs zu einem Opfer-System im Dark Web von 1.427 US-Dollar Anfang 2023 auf nur noch 439 US-Dollar Anfang 2026 gefallen ist.
Künstliche Intelligenz-Tools und ein Überangebot an fertiger Angriffsoftware haben es mehr Menschen erleichtert, in das Ransomware-Geschäft einzusteigen.
Das Ergebnis ist ein überfülltes Feld von Angreifern, die um die gleichen Opfer konkurrieren — und dabei ihre eigenen Gewinne schmälern. Es spiegelt wider, was in jedem übersättigten Markt passiert. Mehr Verkäufer, gleiche Anzahl an Käufern, fallende Preise.
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Auch wenn die Zahl der Ransomware-Zahlungen im letzten Jahr rückläufig war, bleibt das Gesamtbild der Krypto-bezogenen Kriminalität düster. Laut dem Cybersicherheitsunternehmen CertiK wurden im Januar 2026 allein durch verschiedene Exploits und Betrügereien Kryptowährungen im Wert von 370 Millionen US-Dollar gestohlen.
Phishing-Angriffe waren für den Großteil dieser Verluste verantwortlich und machten 311 Millionen US-Dollar aus. Ransomware generiert zwar weniger Einnahmen für die Betreiber, aber die weltweite Krypto-Diebstahl-Szene verlangsamt sich keineswegs.
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