US-Finanzminister Scott Bessent fordert den Senatsausschuss für Banken auf, die Anhörungen zur Ernennung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve so bald wie möglich voranzutreiben, obwohl die Untersuchungen des Justizministeriums gegen den amtierenden Vorsitzenden Jerome Powell noch laufen. Diese Stellungnahme hat sowohl in Washington als auch auf den Finanzmärkten für Aufsehen gesorgt.
Bessent reagierte in einem Interview mit Fox News auf die Blockadehaltung des Senators Tom Tillis. Tillis hatte zuvor erklärt, dass alle Nominierungsprozesse für den Vorsitz der Federal Reserve ausgesetzt werden, solange die Untersuchung läuft. Bessent betonte jedoch, dass die Anhörung selbst dazu beiträgt, die Kontroversen zu klären, und nicht durch politische Blockaden verzögert werden sollte.
Die Untersuchung wurde am 9. Januar von Bundesstaatsanwältin Jeanine Pirro eingeleitet und konzentriert sich auf die Kosten und den Umfang des 2,5-Milliarden-Dollar-Umbaus des Federal Reserve-Hauptquartiers und der umliegenden Gebäude. Der Fokus liegt darauf, ob Powell im Kongress bei Anhörungen irreführende Angaben gemacht hat. Powell hat jegliches Fehlverhalten öffentlich bestritten und erklärt, dass die Untersuchungen eine politische Reaktion auf seine Weigerung sind, Donald Trumps Forderung nach schnellen Zinssenkungen zu erfüllen.
Warsh wurde am 30. Januar von Trump nominiert und wartet derzeit auf die Prüfung durch den Senatsausschuss für Banken. Wenn der Ausschuss zustimmt, wird seine Nominierung dem gesamten Senat vorgelegt, der letztlich entscheidet, ob er den Vorsitz bei der Federal Reserve übernimmt.
Auf Marktebene spiegelt sich dieses Personalpuzzle schnell im Bereich der digitalen Vermögenswerte wider. Warsh gilt als Vertreter einer eher hawkisierenden Geldpolitik. Nach Bekanntgabe seiner Nominierung sanken die Bitcoin-Preise nach mehreren Wochen des Hochs deutlich, und die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen schrumpfte gleichzeitig. In den folgenden Tagen wurden Milliarden an gehebelten Long-Positionen zwangsweise geschlossen, die Preise brachen unter mehrere wichtige Unterstützungen ein, und die Volatilität stieg deutlich an.
Analysten weisen darauf hin, dass die Unsicherheit in der Führung der Federal Reserve die makroökonomischen Risikoaufschläge erhöht. Die Ergebnisse der Anhörungen und der Verlauf der Untersuchungen könnten weiterhin die kurzfristigen Trends bei Risikoanlagen und im Kryptomarkt beeinflussen.
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