Peter Todd weist Anschuldigungen zurück, Satoshi Nakamoto zu sein, im Zuge der HBO-Dokumentarfilm-Controverse

Die HBO sorgte in der Kryptowelt für Aufsehen, als sie eine Dokumentation veröffentlichte, die eine mögliche Identität von Satoshi Nakamoto, dem anonymen Schöpfer von Bitcoin, andeutete. Vor der Premiere reagierte Peter Todd, ein erfahrener Bitcoin-Entwickler, entschieden auf die Behauptungen des Filmemachers Cullen Hoback und wies jegliche Verbindung zur Schaffung der Kryptowährung zurück.

In einem Gespräch mit CoinDesk bezeichnete Todd die im Dokumentarfilm präsentierte Theorie als „lächerlich“ und warf Hoback vor, „sich an alles zu klammern“, um eine inkonsistente Erzählung zu konstruieren. Der Regisseur, der zuvor durch Recherchen zu Verschwörungstheorien wie QAnon bekannt wurde, habe eine ähnliche Methodik angewandt, um seine Hypothesen über Peter Todd zu entwickeln.

Indizien und filmische Handlung

Der etwa 100-minütige Dokumentarfilm zeichnete die Geschichte von Bitcoin und anderen Krypto-Projekten nach, lieferte jedoch keine endgültigen Schlussfolgerungen zur Identität von Satoshi. Die gesammelten Beweise waren überwiegend Indizien, darunter Todd’s frühes Interesse an Kryptographie, seine Verbindungen zu Figuren wie Adam Back (Satoshis Korrespondent), seine technischen Fähigkeiten und sprachliche Besonderheiten.

Der wichtigste „Hinweis“ war ein Beitrag in einem Forum aus dem Jahr 2010, in dem Peter Todd angeblich auf eine Nachricht von Satoshi geantwortet haben soll. Hoback argumentierte, dass Todd versehentlich eine Antwort unter seinem eigenen Namen veröffentlicht habe, die eigentlich vom anonymen Satoshi-Konto stammen sollte. Zudem hob der Filmemacher eine Blog-Äußerung hervor, in der Todd sich selbst als „wahrscheinlich den größten Experten der Welt“ im Bereich Bitcoin-Destruktion bezeichnete.

Der Dokumentarfilm blieb jedoch bis zum Ende spekulativ, inklusive einer dramatischen Szene, in der Hoback und Todd sich gegenüberstehen, die in den sozialen Medien kursierte.

Peters Todd Ablehnung und ironischer Ton

Im Film reagierte Todd lachend und sarkastisch auf die Theorien des Regisseurs. „Ich gebe zu, du bist ziemlich kreativ. Du erfindest einige verrückte Theorien. Das ist lächerlich“, sagte Todd, bevor er in einem deutlich spöttischen Ton hinzufügte: „Klar, ich bin Satoshi. Und ich bin auch Craig Wright.“

Todd machte deutlich, dass dies nur ein Scherz sei, und bezog sich auf frühere Aussagen, in denen er ähnliche Scherze gemacht hatte. In einem Interview 2019 im Podcast „What Bitcoin Did“ sagte er: „Ich bin Satoshi, genau wie alle anderen“ – eine ironische Bemerkung zum ungelösten Rätsel.

Er fügte hinzu, dass die betreffende Szene möglicherweise digital manipuliert wurde (Deepfake), obwohl er zugab, das Dokumentarfilm nicht vollständig gesehen zu haben. Sein abschließendes Urteil war eindeutig: „Wenn du das im Dokumentarfilm zeigst und die Bitcoin-Community es sieht, wird das sehr lustig sein.“

Reaktionen in der Community und auf dem Wettmarkt

In sozialen Medien und bei Community-Events, wie der Vorführung im Bitcoin PubKey in New York, führte die Behauptung, Peter Todd sei Satoshi Nakamoto, zu Gelächter und großem Skeptizismus. Ein Zuschauer fasste die Reaktion zusammen: „Sie haben eine plausible Ablehnung geschaffen, sodass du [eine zufällige Person] Satoshi sein könntest.“

Vor der Premiere tauschten Wettende auf der Plattform Polymarket ihre Prognosen darüber aus, wer identifiziert werden würde. Anfangs war Peter Todd nicht einmal als Option gelistet, stattdessen mussten Interessierte „Andere/Mehrere“ wählen. Figuren wie Len Sassaman und Nick Szabo führten die Wetten vor der Enthüllung an.

Adam Back, CEO von Blockstream und offenbar in die Szene des Dokumentarfilms involviert, postete später auf X (ehemals Twitter) eine Warnung an die Wettenden: „Für alle, die wetten: Seid euch bewusst, dass ihr auf das setzt, was der Dokumentarfilm behauptet, was wahrscheinlich nicht stimmt, weil niemand weiß, wer Satoshi ist.“

Historie der gescheiterten Suche nach der Identität

Der Versuch von HBO reiht sich ein in eine lange Reihe mediatisierter Misserfolge. Medien hatten zuvor fälschlicherweise Dorian Nakamoto, einen unrelated Programmierer, als Satoshi bezeichnet. Andere nannten Craig Wright, der später vor Gericht zugab, nicht der Schöpfer von Bitcoin zu sein.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Peter Todd nie der Hauptverdächtige in der journalistischen Suche nach Satoshi Nakamotos Identität war. Häufig genannte Personen sind Hal Finney, Nick Szabo und Adam Back – alle haben die Anschuldigungen kategorisch bestritten.

Die von Satoshi geminten Bitcoins wurden nie von seiner ursprünglichen Wallet bewegt, was Spekulationen über den Tod des Schöpfers oder eine freiwillige Selbstsperre beim Zugriff auf die Coins nährt. Dieses technische Detail bleibt eines der größten Rätsel in der Geschichte der Kryptowährungen.

Das HBO-Dokumentarfilm „Money Electric: The Bitcoin Mystery“ schloss somit ohne endgültige Lösung des Rätsels, das die Community seit der Veröffentlichung des Whitepapers im Jahr 2008 verfolgt.

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