Billigere Münzen als der Real: Verstehen Sie, warum einige Volkswirtschaften im Wechselkurs zusammenbrechen

Sein Gehalt zu erhalten und festzustellen, dass es mit jedem Tag weniger wert ist, ist die Realität von Milliarden Menschen weltweit. Während Brasilien 2024 eine Abwertung von 21,52 % verzeichnete und damit die schlechteste Währung unter den wichtigsten Volkswirtschaften wurde, gibt es Länder, in denen die Bevölkerung mit noch drastischeren Situationen konfrontiert ist: Währungen, die nicht nur billiger als der Real sind, sondern in wenigen Monaten einen Großteil ihrer Kaufkraft verloren haben. Im Jahr 2025 vertiefte sich dieses Szenario der Instabilität, wodurch bestimmte Währungen zu Symbolen für strukturelle Wirtschaftskrisen wurden und ganze Bevölkerungen nach Alternativen suchten — von Kryptowährungen bis hin zu Dollar, die unter der Matratze versteckt werden.

Warum werden manche Währungen billiger als der Real?

Der Wertverlust einer Währung ist niemals zufällig. Er entsteht stets durch eine Kombination von Faktoren, die das Vertrauen von Investoren, Sparern und sogar der Bevölkerung systematisch untergraben. Das Verständnis dieser Mechanismen ist entscheidend, um nicht nur internationale Wirtschaftskrisen zu begreifen, sondern auch die Risiken bei Investitionen in Schwellenländern zu erkennen.

Hyperinflation ist vielleicht der sichtbarste und verheerendste Faktor. Während Brasilien sich mit einer Inflation von etwa 5 % pro Jahr beschäftigt, gibt es Länder, in denen sich die Preise monatlich verdoppeln. Diese Situation zerstört nicht nur die Löhne in Echtzeit — sie zerstört auch das Vertrauen in die Währung als Wertspeicher. Niemand möchte Geld in einer Währung aufbewahren, die innerhalb weniger Wochen 50 % ihres Wertes verliert.

Chronische politische Instabilität ergänzt dieses Bild. Staatsstreiche, bewaffnete Konflikte, häufige Regierungswechsel: Diese Elemente signalisieren den Märkten, dass es keine rechtliche Sicherheit für langfristige Investitionen gibt. Ohne diese Sicherheit flieht das internationale Kapital, die Devisenreserven schrumpfen, und die lokale Währung wird für internationale Transaktionen praktisch wertlos.

Wirtschaftssanktionen, insbesondere durch die USA, wirken wie eine Erstickung des Zugangs zum internationalen Finanzsystem. Ein sanktioniertes Land kann seine Produkte nicht auf den wichtigsten Märkten verkaufen, keine Importe tätigen, was dazu führt, dass seine Währung für globale Transaktionen unbrauchbar wird. Das hat tiefgreifende Folgen für Länder wie Iran und Venezuela.

Kapitalflucht verstärkt diesen Zusammenbruch. Wenn selbst die Bürger — Unternehmer, Sparer, Arbeiter — lieber Dollar informell aufbewahren, anstatt auf ihre Landeswährung zu vertrauen, ist das ein klares Zeichen für einen wirtschaftlichen Kollaps. Das spiegelt nicht nur schlechte wirtschaftliche Bedingungen wider, sondern auch den Vertrauensverlust in Institutionen.

Die Faktoren, die eine Währung billiger als der Real machen: Vergleichende Analyse

Um das Phänomen der Währungen, die billiger als der Real sind, wirklich zu verstehen, muss man erkennen, dass jede Volkswirtschaft eine einzigartige Kombination dieser Faktoren aufweist. Einige Länder erleben akute Krisen (plötzliche Veränderungen), andere durchlaufen chronische Abschwächungen (kontinuierliche Verschlechterung über Jahrzehnte).

Brasilien 2024 kann als Vergleichspunkt dienen: eine mittelgroße Wirtschaft mit kontrollierter (aber besorgniserregender) Inflation, relativ starken Institutionen, aber Marktpressure ausgesetzt. Die Abwertung von 21 % wurde als wirtschaftliche Katastrophe angesehen. Multipliziert man diese Zahl mit drei, vier, zehn — dann erkennt man die Dimensionen der Krisen, die die Spitze dieses Rankings prägen.

Extrem schwache Währungen: Das Ranking der billigsten Währungen im Vergleich zum Real 2025

Basierend auf Wechselkursdaten bis September 2025 und aktuellen internationalen Wirtschaftsananalysen sind hier die 10 Währungen, die die größten Wertverluste erlitten haben und heute im internationalen Markt noch billiger als der Real sind.

1. Libanesische Pfund (LBP) — Der Rekordabstieg

Historischer Kurs: 1 Million LBP ≈ R$ 61,00 (Sep/2025)

Das Libanesische Pfund ist unbestreitbar die Währung, die am stärksten an Wert verloren hat. Offiziell hält die libanesische Zentralbank einen Kurs von 1.507,5 Pfund pro Dollar, doch dieser existiert nur auf dem Papier. In den Straßen Beiruts, im Schwarzmarkt, braucht man mehr als 90.000 Pfund, um einen US-Dollar zu bekommen. Die Diskrepanz zwischen offizieller Rate und Realität ist so krass, dass Banken strenge Limits bei Abhebungen setzen und viele Geschäfte die lokale Währung komplett ablehnen, nur Dollar akzeptieren. Uber-Fahrer in Beirut verlangen nur noch Bezahlung in Dollar und lehnen die libanesische Pfund komplett ab — ein deutliches Zeichen des Währungskollaps.

2. Iranischer Rial (IRR) — Sanktionen und wirtschaftliche Isolation

Historischer Kurs: 1 real = 7.751,94 iranische Rial (Sep/2025)

Die US-Sanktionen gegen den Iran haben den Rial praktisch wertlos gemacht. Mit R$ 100 ist man buchstäblich „Millionär“ in Rial — eine Illusion, die die Realität einer Währung ohne echten Wert verschleiert. Die iranische Regierung versucht, Wechselkurskontrollen durchzusetzen, doch die täglichen Transaktionen zeigen mehrere parallele Kurse, die den tatsächlichen Kollaps widerspiegeln. Interessanterweise hat diese Währungskrise die Nutzung von Kryptowährungen im Iran beschleunigt. Bitcoin und Ethereum sind für viele Iraner eine zuverlässigere Wertaufbewahrung als die eigene Währung.

3. Vietnamesischer Dong (VND) — Historische Schwäche

Historischer Kurs: ca. 25.000 VND pro Dollar (Sep/2025)

Vietnam ist ein spezieller Fall: eine robuste Wachstumswirtschaft, aber der Dong bleibt historisch schwach durch spezielle Geldpolitik. Es ist fast komisch: 1 Million Dong an einem Geldautomaten zu ziehen, ergibt eine Menge Scheine, die für einen Film über große Raubüberfälle reichen. Für brasilianische Touristen ist das finanziell vorteilhaft — mit nur 50 US-Dollar kann man sich mehrere Tage wie ein High Society-Gast fühlen. Für Vietnamesen bedeutet die schwache Währung jedoch, dass Importe extrem teuer sind, was die internationale Kaufkraft stark einschränkt.

4. Laotischer Kip (LAK) — Kleine Wirtschaft in Schwierigkeiten

Historischer Kurs: ca. 21.000 LAK pro Dollar (Sep/2025)

Laos kämpft mit einer kleinen Wirtschaft, starker Abhängigkeit von Importen und anhaltender Inflation. Der Kip ist so schwach, dass an der Grenze zu Thailand viele Händler Transaktionen in Baht bevorzugen und die laotische Währung praktisch nicht mehr akzeptieren. Das zeigt, wie Währungen, die billiger als der Real sind, sogar regionale Akzeptanz verlieren können.

5. Indonesische Rupiah (IDR) — Dauerhafte Schwäche einer großen Wirtschaft

Historischer Kurs: ca. 15.500 IDR pro Dollar (Sep/2025)

Indonesien, die größte Wirtschaft Südostasiens, konnte nie eine wirklich starke Währung entwickeln. Seit 1998 ist die Rupiah konstant eine der schwächsten Währungen weltweit. Für Brasilianer ist das ein Vorteil im Tourismus: Bali bietet überraschend niedrige Lebenshaltungskosten. Mit R$ 200 pro Tag kann man komfortabel in einem guten Resort leben. Für Indonesier ist die schwache Währung jedoch eine ständige Barriere für internationale Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung.

6. Usbequischer Som (UZS) — Erbe einer geschlossenen Wirtschaft

Historischer Kurs: ca. 12.800 UZS pro Dollar (Sep/2025)

Usbekistan hat in den letzten Jahren bedeutende Wirtschaftsreformen durchgeführt, doch der Som trägt noch das Gewicht jahrzehntelanger isolierter, zentralisierter Wirtschaft. Trotz Bemühungen, ausländische Investitionen anzuziehen, bleibt die Währung schwach, was die fehlende Integration in globale Märkte widerspiegelt.

7. Guineischer Franco (GNF) — Ressourcenreichtum, institutionelle Armut

Historischer Kurs: ca. 8.600 GNF pro Dollar (Sep/2025)

Guinea ist ein klassisches Paradoxon: reich an Gold und Bauxit, wertvollen Mineralien, doch die Währung bleibt eine der schwächsten der Welt. Der Grund ist strukturell: chronische politische Instabilität und Korruption verhindern, dass die Ressourcenreichtümer in starke Institutionen und stabile Währungen münden.

8. Paraguayer Guarani (PYG) — Der schwache Nachbar Brasiliens

Historischer Kurs: ca. 7,42 PYG pro Real (Sep/2025)

Der Paraguay hält eine relativ stabile Wirtschaft im Vergleich zu einigen Nachbarn, doch der Guarani ist traditionell schwach. Für Brasilianer bedeutet das, dass Ciudad del Este weiterhin ein äußerst günstiges Einkaufsziel ist, wo asiatische Importe zu extrem reduzierten Preisen erhältlich sind.

9. Malagassischer Ariary (MGA) — Strukturelle Armut spiegelt sich in der Währung wider

Historischer Kurs: ca. 4.500 MGA pro Dollar (Sep/2025)

Madagaskar, eines der ärmsten Länder der Welt, hat eine Währung, die diese strukturelle Armut widerspiegelt. Importe sind prohibitiv teuer, die internationale Kaufkraft der Bevölkerung praktisch null. Währungen, die billiger als der Real sind, spiegeln hier nicht nur wirtschaftliche Schwäche wider, sondern auch das Fehlen internationaler Chancen.

10. Burundischer Franc (BIF) — Politische Instabilität im Wechselkurs

Historischer Kurs: ca. 550,06 BIF pro Real (Sep/2025)

Abschließend ist der Burundische Franc so abgewertet, dass die Bevölkerung für größere Einkäufe buchstäblich große Mengen Scheine mit sich tragen muss. Die chronische politische Instabilität spiegelt sich direkt im Zusammenbruch der Landeswährung wider, die in internationalen Transaktionen praktisch nur noch Papier ohne Wert ist.

Touristische Chancen mit Währungen, die billiger als der Real sind

Ein oft übersehener Aspekt ist, dass Währungen, die billiger als der Real sind, obwohl sie für die lokale Bevölkerung Krisen bedeuten, für brasilianische Touristen außergewöhnliche Chancen schaffen. Ein Land, das für seine Einwohner wirtschaftlich zerstört ist, kann für Besucher mit Reais, Dollar oder Euro unglaublich günstige Reiseerlebnisse bieten.

Bali, mit seinen weltberühmten Stränden, wird zu einem erschwinglichen Luxuziel. Bangkok bietet hochwertige Gastronomie zu Preisen, die mit brasilianischem Street Food vergleichbar sind. Beirut, wenn man sicher reisen kann, würde extrem günstige Kosten bieten — obwohl die politische Instabilität das derzeit unmöglich macht.

Diese Dynamik ist jedoch problematisch: Sie ist eine Form des „Armutstourismus“, bei dem wir das wirtschaftliche Unglück anderer zu unserem Vorteil nutzen. Es ist wichtig, sich dieser Dynamik bewusst zu sein, wenn man reist.

Kryptowährungen: Die Lösung, wenn die lokale Währung verschwindet

Der Aufstieg von Bitcoin und Ethereum in Ländern mit extrem schwachen Währungen ist kein Zufall. 2025 beobachten wir ein immer deutlicher werdendes Phänomen: Bevölkerungen in Ländern mit schweren Währungskrisen migrieren massenhaft in Kryptowährungen, um eine Wertaufbewahrung zu finden, die nicht von Regierungseinrichtungen abhängt, die das Vertrauen verloren haben.

Im Iran beispielsweise nutzen junge Menschen und Unternehmer Kryptowährungen nicht nur spekulativ, sondern als praktische Überlebenslösung. Bitcoin bietet das, was die nationale Währung nicht kann: relative Stabilität und die Möglichkeit, Werte ohne staatliche Zwischenhändler zu transferieren, die Kapital bestraften.

Dieser Trend signalisiert einen tiefgreifenden Wandel: Fiat-Währungen können nur dann ihren Wert halten, wenn die Bevölkerung Vertrauen in die Institutionen hat, die sie stützen. Wenn dieses Vertrauen verschwindet, entstehen dezentrale Alternativen.

Lektionen für brasilianische Investoren in einer Welt der Währungsinstabilität

Das Ranking der Währungen, die billiger als der Real sind, bietet praktische Lehren für alle, die an internationalen Investitionen oder Vermögensschutz interessiert sind.

Erste Lektion: Schwache Volkswirtschaften bergen enorme Risiken. Billige Währungen mögen verlockende Spekulationschancen bieten, doch diese Länder stehen vor tiefgreifenden strukturellen Krisen. Investitionen in solchen Umfeldern erfordern spezielles Fachwissen und eine hohe Risikotoleranz.

Zweite Lektion: Währungskrisen sind immer Vorboten größerer Probleme. Eine Währung fällt nicht zufällig — sie kollabiert, weil Institutionen versagen, Vertrauen verloren geht oder politische Instabilität außer Kontrolle gerät. Das Beobachten dieser Muster in ausländischen Volkswirtschaften hilft, Warnsignale in jedem Markt zu erkennen.

Dritte Lektion: Diversifikation ist kein Optional. 100 % der Assets in einer Landeswährung zu halten — besonders in Schwellenländern — ist extrem riskant. Ein Anteil in Dollar, Euro, Gold oder Kryptowährungen schützt vor unerwarteter Abwertung.

Vierte Lektion: Vertrauen ist alles. Starke Währungen existieren dort, wo Institutionen solide sind, die Governance transparent ist und die Bevölkerung auf das Funktionieren des Systems vertraut. In solche Volkswirtschaften zu investieren, bedeutet, in Sicherheit zu investieren.

Das Phänomen der Währungen, die billiger als der Real sind, spiegelt nicht nur internationale Finanzkuriositäten wider, sondern auch geopolitische Ungleichgewichte, aufkommende Klimakrisen, bewaffnete Konflikte und institutionelle Schwächen unserer Zeit. Für den modernen Investor ist das Verständnis dieser Dynamiken kein Optional, sondern essenziell, um in einer zunehmend volatilen und dezentralisierten Welt zu navigieren.

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