
Swyftx Chief Analyst Pav Hundal sagte am Donnerstag, dass der Preis von Ethereum (ETH) die meisten kurzfristigen makroökonomischen Risiken und die kommenden Branchenkatalysatoren bereits eingepreist hat und in den nächsten Wochen wahrscheinlich seitwärts tendieren wird. Er wies darauf hin, dass Ethereum einem Doppelten Druck ausgesetzt ist: Die Liquidationsereignisse im Oktober verursachten Marktverluste von etwa 19 Milliarden US-Dollar, zudem ist das Verbrauchervertrauen auf den niedrigsten Stand seit 2022 gefallen.
Hundal erklärte gegenüber Cointelegraph, dass geopolitische Spannungen (einschließlich der sich verschärfenden Krise im Iran) sowie die legislative Entwicklung des US-CLARITY-Gesetzes bereits vom Markt aufgenommen wurden und sich in den aktuellen Kursen widerspiegeln.
Er betonte, dass das Verbrauchervertrauen der wichtigste unterschätzte Faktor auf dem Markt sei: „Trader konzentrieren sich zwar auf die nächste Liquiditätsquelle, aber sie ignorieren die Marktstimmung. Für mich ist das Verbrauchervertrauen der wirklich vernachlässigte und wichtige Faktor.“
Aus Daten betrachtet, fiel Ethereum von einem Hoch von etwa 4.687 US-Dollar im Oktober auf etwa 2.021 US-Dollar zum Zeitpunkt des Artikels, was einem Rückgang von 31,65 % innerhalb von 30 Tagen entspricht. Im Vergleich dazu erreichte Bitcoin in derselben Zeitspanne ein Allzeithoch von 126.100 US-Dollar. Die Differenz in der Performance ist deutlich. Bis Freitag zeigte der Crypto Fear & Greed Index einen Wert von 13 („extreme Angst“), was auf eine sehr vorsichtige Anlegerstimmung hindeutet.
Trotz der gedrückten Marktstimmung haben die größten institutionellen Ethereum-Halter, BitMine Immersion Technologies, kürzlich weiterhin aufgestockt. Laut den neuesten Berichten hat das Unternehmen 45.759 ETH gekauft, was die Gesamtbestände auf 4.371.497 ETH erhöht hat – etwa 3,62 % des zirkulierenden Angebots von 120,7 Millionen ETH. Das Verhalten der Institutionen, die gegen die allgemeine Stimmung kaufen, zeigt eine strukturelle Divergenz im aktuellen Markt.
Aktueller Kurs: ca. 2.021 US-Dollar (zum Zeitpunkt des Artikels)
30-Tage-Rückgang: -31,65 % (laut CoinMarketCap)
Rückgang vom Hoch: ca. 56,8 % vom Oktober-Hoch bei ca. 4.687 US-Dollar
ETH/BTC Ratio: in den letzten 7 Tagen +3,58 % (laut TradingView)
Fear & Greed Index: 13 („extreme Angst“)
BitMine-Bestände: 4.371.497 ETH, ca. 3,62 % des zirkulierenden Angebots
Langfristig weist Hundal darauf hin, dass Ethereum möglicherweise sogar die „erfahrensten Investoren“ auf die Probe stellen könnte, gleichzeitig beobachtet er genau, ob Anzeichen für eine Outperformance gegenüber Bitcoin auftreten. In den letzten 7 Tagen ist das ETH/BTC-Verhältnis um 3,58 % gestiegen, was ein bedeutendes technisches Signal für eine mögliche Trendwende sein könnte.
„Risiken eingepreist“ bedeutet, dass der Markt bereits bekannte negative Faktoren (wie geopolitische Spannungen, legislative Entwicklungen usw.) im aktuellen Kurs berücksichtigt hat. Ohne neue unerwartete Katalysatoren fehlt es oft an einer einseitigen Triebkraft, was zu Seitwärtsbewegungen führt. Hundal meint, dass das niedrige Verbrauchervertrauen der zentrale Engpass für eine weitere Aufwärtsbewegung ist, und dass sich dieser Faktor kaum schnell verbessern wird.
Institutionelle Käufe werden oft als langfristiges positives Signal gewertet, bedeuten aber nicht zwangsläufig eine kurzfristige Kurswende. Institutionelle Investoren setzen meist auf längere Halteperioden, ihre Käufe spiegeln eher eine mittelfristige Einschätzung wider. Derzeit dominiert extreme Angst am Markt, kurzfristige Bewegungen sind unsicher. Ein einzelner Kauf einer Institution ist kein eindeutiges Kaufsignal.
Der Anstieg des ETH/BTC-Verhältnisses um 3,58 % in 7 Tagen zeigt eine relative Stärke gegenüber Bitcoin, aber eine nachhaltige Trendwende erfordert eine Bestätigung über einen längeren Zeitraum. Hundal verfolgt dieses Signal genau; wenn ETH/BTC weiterhin steigt, könnte das ein Frühindikator sein, dass Ethereum beginnt, Bitcoin zu outperformen.
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