Der größte Hürden für Anfänger, die mit Aktieninvestitionen beginnen möchten, ist die Welt der technischen Analyse. Es beginnt damit, dass man beim Betrachten von Aktien-Kerzencharts denkt: „Was ist das?“ Aber keine Sorge. In diesem Text erkläre ich Schritt für Schritt die wichtigsten Werkzeuge der technischen Analyse, einschließlich der Aktien-Kerzen. Begriffe wie Unterstützungs- und Widerstandslinien, gleitende Durchschnitte, OBV-Indikator mögen zunächst fremd erscheinen, doch alle sind praktische Werkzeuge, um Ihre Investitionsentscheidungen smarter zu treffen.
Aktien-Kerzencharts: Die Bedeutung hinter den Formen lesen
Wenn Sie eine Trading-Plattform öffnen, fällt Ihnen zuerst der Aktien-Kerzenchart ins Auge. Es sieht aus wie eine Reihe von Kerzen, daher der Name, und jede kleine Kerze enthält enorme Informationen. Für Anfänger kann das zunächst kompliziert wirken, aber wenn Sie die Prinzipien der Aktien-Kerzen verstehen, können Sie Preisbewegungen viel schneller und genauer erfassen.
Das wichtigste Element in einem Kerzenchart ist die Farbe. Auf internationalen Plattformen zeigt grün (Bullish) an, wenn der Kurs gestiegen ist, und rot (Bearish), wenn er gefallen ist. Die Farbe zeigt auf einen Blick, ob der Kurs gestiegen oder gefallen ist.
Anatomie der Kerze: Körper und Docht
Jede Kerze besteht aus zwei Teilen: dem „Körper“ oder „Real Body“ und den „Dochten“ oder „Schatten“.
Was der Körper verrät:
Die Größe des Körpers zeigt, wie stark sich der Kurs in diesem Zeitraum bewegt hat. Bei einer bullischen Kerze ist der untere Rand der Eröffnungskurs (Open), der obere Rand der Schlusskurs (Close). Bei einer bärischen Kerze ist es umgekehrt. Ein langer Körper bedeutet hohe Volatilität, was für kurzfristige Gewinnchancen sorgen kann, aber auch Warnsignale für vorsichtige Anleger sein können.
Was die Dochte verraten:
Die dünnen Linien oberhalb und unterhalb des Körpers zeigen die höchsten und niedrigsten Kurse in diesem Zeitraum. Die Länge der Dochte spiegelt die psychologischen Kämpfe zwischen Käufern und Verkäufern wider. Ein langer Docht oben bei einer bärischen Kerze zeigt, dass der Kurs zunächst gestiegen ist, dann aber wieder gefallen ist – ein Zeichen für Verkaufsdruck.
Der Aufbau eines Kerzencharts lässt sich von Minuten- bis Monatscharts anpassen, passend zu Ihrem Anlage-Stil.
Wendepunkte im Kurs erkennen: Unterstützung und Widerstand
Ein weiteres zentrales Konzept sind die Unterstützungs- und Widerstandslinien. Diese sind einfache, aber äußerst effektive Werkzeuge.
Unterstützung: Den Boden des Kurses finden
Beim Handel sieht man oft, dass der Kurs nach einem Rückgang an bestimmten Punkten wieder nach oben dreht – wie ein Ball, der auf den Boden fällt und wieder hochspringt. Diese Punkte verbindet man zu einer Linie, die Unterstützungslinie. Sie ist wichtig, weil sie Signale für den richtigen Einstieg geben kann.
Wenn der Kurs in der Nähe der Unterstützungslinie wieder ansteigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er weiter steigt. Dann könnte man eine Kaufposition erwägen. Fällt der Kurs jedoch durch die Unterstützungslinie, ist das ein Warnsignal für eine anhaltende Abwärtsbewegung.
Widerstand: Die Decke des Kurses finden
Widerstandslinien sind das Gegenstück zur Unterstützung. Wenn der Kurs immer wieder an einer bestimmten Stelle nach oben dreht, verbindet man diese Punkte zu einer Widerstandslinie. Das ist die psychologische Grenze, bei der Anleger eher verkaufen.
Wenn der Kurs an der Widerstandslinie wieder nach unten dreht, ist das ein Verkaufssignal. Wenn er jedoch die Linie durchbricht und weiter steigt, könnte ein Aufwärtstrend folgen. Wichtig ist: Unterstützung und Widerstand sind keine festen Grenzen. Ein Durchbruch kann die Linie in die andere Richtung wandeln.
Den Trend klar erkennen: Gleitende Durchschnitte
In technischen Analysen und Nachrichten taucht häufig der Begriff „Gleitender Durchschnitt“ auf, kurz „GD“. Er zeigt den Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum. Es gibt z.B. 5-Tage-, 20-Tage- oder 60-Tage-Durchschnitte.
Der 5-Tage-Durchschnitt entspricht etwa einer Woche, der 20-Tage-Durchschnitt etwa einem Monat, der 60-Tage-Durchschnitt etwa drei Monaten. Gleitende Durchschnitte filtern kurzfristige Schwankungen heraus und zeigen den langfristigen Trend deutlich.
Anordnung der Durchschnitte: Positiv vs. negativ
Wenn mehrere Durchschnitte gleichzeitig betrachtet werden, ist ihre Anordnung wichtig.
Positive (bullische) Anordnung: Der 5-Tage-Durchschnitt liegt über dem 20-Tage, der 20-Tage über dem 60-Tage usw. Das zeigt einen Aufwärtstrend.
Negative (bärische) Anordnung: Der langfristige Durchschnitt liegt über den kurzfristigen, was auf einen Abwärtstrend hindeutet.
Goldene Kreuzung und Todeskreuz: Signale für Trendwechsel
Das wichtigste Signal sind das „Goldene Kreuz“ und das „Todeskreuz“.
Goldenes Kreuz: Der kurzfristige Durchschnitt (z.B. 5-Tage) kreuzt den langfristigen (z.B. 20-Tage) von unten nach oben. Das ist ein starkes Kaufsignal und zeigt einen möglichen Beginn eines Aufwärtstrends.
Todeskreuz: Der kurzfristige Durchschnitt kreuzt den langfristigen von oben nach unten. Das ist ein Verkaufssignal und deutet auf einen Abwärtstrend hin.
Diese Kreuzungen sind sehr zuverlässig, sollten aber immer mit anderen Indikatoren bestätigt werden.
Das Volumen messen: OBV-Indikator
Der OBV (On Balance Volume) zeigt das kumulierte Volumen, basierend auf der Annahme, dass das Volumen den Kurs vorwegnehmen kann.
Die Berechnung ist einfach:
An Tagen, an denen der Kurs steigt, wird das Volumen zum OBV addiert.
An Tagen, an denen der Kurs fällt, wird das Volumen abgezogen.
Wenn der Kurs steigt, aber der OBV kaum steigt, deutet das auf schwachen Kaufdruck hin. Steigt der Kurs zusammen mit dem OBV, ist das ein Zeichen für starke Unterstützung durch das Volumen.
Technische Analyse ist nur vollständig, wenn man Kurscharts, Unterstützung/Widerstand, gleitende Durchschnitte und Volumen gemeinsam betrachtet.
Wie alle Indikatoren zusammen verwenden?
Nachdem Sie die einzelnen Werkzeuge kennen, überlegen Sie, wie Sie sie kombinieren. Anfänger neigen dazu, nur auf ein Signal zu vertrauen – das ist riskant.
Für eine zuverlässige Analyse sollten Sie:
Den Kurschart auf Muster prüfen
Unterstützung und Widerstandslinien identifizieren
Gleitende Durchschnitte auf Trendrichtung prüfen
Das Volumen mit OBV kontrollieren
Nur wenn alle vier Aspekte übereinstimmen, ist das ein vertrauenswürdiges Signal. Plattformen wie Mitrade bieten Charts und Analyse-Tools, um diese Mehrfachanalyse einfach durchzuführen.
Fazit: Smarter investieren mit Kerzencharts und technischer Analyse
Für Anfänger ist das Lernen neuer Konzepte eine Herausforderung. Aber denken Sie daran: Das Lesen von Kerzen, das Verstehen von Unterstützung und Widerstand, das Erkennen von Signalen bei gleitenden Durchschnitten – all das sind Werkzeuge, um klüger zu investieren. Ziel der technischen Analyse ist es, die Wahrscheinlichkeit für richtige Entscheidungen zu erhöhen.
Aktieninvestitionen lassen sich nicht über Nacht meistern. Wenn Sie jedoch die Grundlagen der Kerzencharts verstehen und die wichtigsten Indikatoren Schritt für Schritt lernen, werden Sie deutlich selbstbewusster handeln. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten in der technischen Analyse weiter.
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Der vollständige Leitfaden für Aktien-Candlestick-Charts und technische Indikatoren – unverzichtbare Analysetools für Anfänger
Der größte Hürden für Anfänger, die mit Aktieninvestitionen beginnen möchten, ist die Welt der technischen Analyse. Es beginnt damit, dass man beim Betrachten von Aktien-Kerzencharts denkt: „Was ist das?“ Aber keine Sorge. In diesem Text erkläre ich Schritt für Schritt die wichtigsten Werkzeuge der technischen Analyse, einschließlich der Aktien-Kerzen. Begriffe wie Unterstützungs- und Widerstandslinien, gleitende Durchschnitte, OBV-Indikator mögen zunächst fremd erscheinen, doch alle sind praktische Werkzeuge, um Ihre Investitionsentscheidungen smarter zu treffen.
Aktien-Kerzencharts: Die Bedeutung hinter den Formen lesen
Wenn Sie eine Trading-Plattform öffnen, fällt Ihnen zuerst der Aktien-Kerzenchart ins Auge. Es sieht aus wie eine Reihe von Kerzen, daher der Name, und jede kleine Kerze enthält enorme Informationen. Für Anfänger kann das zunächst kompliziert wirken, aber wenn Sie die Prinzipien der Aktien-Kerzen verstehen, können Sie Preisbewegungen viel schneller und genauer erfassen.
Das wichtigste Element in einem Kerzenchart ist die Farbe. Auf internationalen Plattformen zeigt grün (Bullish) an, wenn der Kurs gestiegen ist, und rot (Bearish), wenn er gefallen ist. Die Farbe zeigt auf einen Blick, ob der Kurs gestiegen oder gefallen ist.
Anatomie der Kerze: Körper und Docht
Jede Kerze besteht aus zwei Teilen: dem „Körper“ oder „Real Body“ und den „Dochten“ oder „Schatten“.
Was der Körper verrät:
Die Größe des Körpers zeigt, wie stark sich der Kurs in diesem Zeitraum bewegt hat. Bei einer bullischen Kerze ist der untere Rand der Eröffnungskurs (Open), der obere Rand der Schlusskurs (Close). Bei einer bärischen Kerze ist es umgekehrt. Ein langer Körper bedeutet hohe Volatilität, was für kurzfristige Gewinnchancen sorgen kann, aber auch Warnsignale für vorsichtige Anleger sein können.
Was die Dochte verraten:
Die dünnen Linien oberhalb und unterhalb des Körpers zeigen die höchsten und niedrigsten Kurse in diesem Zeitraum. Die Länge der Dochte spiegelt die psychologischen Kämpfe zwischen Käufern und Verkäufern wider. Ein langer Docht oben bei einer bärischen Kerze zeigt, dass der Kurs zunächst gestiegen ist, dann aber wieder gefallen ist – ein Zeichen für Verkaufsdruck.
Der Aufbau eines Kerzencharts lässt sich von Minuten- bis Monatscharts anpassen, passend zu Ihrem Anlage-Stil.
Wendepunkte im Kurs erkennen: Unterstützung und Widerstand
Ein weiteres zentrales Konzept sind die Unterstützungs- und Widerstandslinien. Diese sind einfache, aber äußerst effektive Werkzeuge.
Unterstützung: Den Boden des Kurses finden
Beim Handel sieht man oft, dass der Kurs nach einem Rückgang an bestimmten Punkten wieder nach oben dreht – wie ein Ball, der auf den Boden fällt und wieder hochspringt. Diese Punkte verbindet man zu einer Linie, die Unterstützungslinie. Sie ist wichtig, weil sie Signale für den richtigen Einstieg geben kann.
Wenn der Kurs in der Nähe der Unterstützungslinie wieder ansteigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er weiter steigt. Dann könnte man eine Kaufposition erwägen. Fällt der Kurs jedoch durch die Unterstützungslinie, ist das ein Warnsignal für eine anhaltende Abwärtsbewegung.
Widerstand: Die Decke des Kurses finden
Widerstandslinien sind das Gegenstück zur Unterstützung. Wenn der Kurs immer wieder an einer bestimmten Stelle nach oben dreht, verbindet man diese Punkte zu einer Widerstandslinie. Das ist die psychologische Grenze, bei der Anleger eher verkaufen.
Wenn der Kurs an der Widerstandslinie wieder nach unten dreht, ist das ein Verkaufssignal. Wenn er jedoch die Linie durchbricht und weiter steigt, könnte ein Aufwärtstrend folgen. Wichtig ist: Unterstützung und Widerstand sind keine festen Grenzen. Ein Durchbruch kann die Linie in die andere Richtung wandeln.
Den Trend klar erkennen: Gleitende Durchschnitte
In technischen Analysen und Nachrichten taucht häufig der Begriff „Gleitender Durchschnitt“ auf, kurz „GD“. Er zeigt den Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum. Es gibt z.B. 5-Tage-, 20-Tage- oder 60-Tage-Durchschnitte.
Der 5-Tage-Durchschnitt entspricht etwa einer Woche, der 20-Tage-Durchschnitt etwa einem Monat, der 60-Tage-Durchschnitt etwa drei Monaten. Gleitende Durchschnitte filtern kurzfristige Schwankungen heraus und zeigen den langfristigen Trend deutlich.
Anordnung der Durchschnitte: Positiv vs. negativ
Wenn mehrere Durchschnitte gleichzeitig betrachtet werden, ist ihre Anordnung wichtig.
Goldene Kreuzung und Todeskreuz: Signale für Trendwechsel
Das wichtigste Signal sind das „Goldene Kreuz“ und das „Todeskreuz“.
Diese Kreuzungen sind sehr zuverlässig, sollten aber immer mit anderen Indikatoren bestätigt werden.
Das Volumen messen: OBV-Indikator
Der OBV (On Balance Volume) zeigt das kumulierte Volumen, basierend auf der Annahme, dass das Volumen den Kurs vorwegnehmen kann.
Die Berechnung ist einfach:
Wenn der Kurs steigt, aber der OBV kaum steigt, deutet das auf schwachen Kaufdruck hin. Steigt der Kurs zusammen mit dem OBV, ist das ein Zeichen für starke Unterstützung durch das Volumen.
Technische Analyse ist nur vollständig, wenn man Kurscharts, Unterstützung/Widerstand, gleitende Durchschnitte und Volumen gemeinsam betrachtet.
Wie alle Indikatoren zusammen verwenden?
Nachdem Sie die einzelnen Werkzeuge kennen, überlegen Sie, wie Sie sie kombinieren. Anfänger neigen dazu, nur auf ein Signal zu vertrauen – das ist riskant.
Für eine zuverlässige Analyse sollten Sie:
Nur wenn alle vier Aspekte übereinstimmen, ist das ein vertrauenswürdiges Signal. Plattformen wie Mitrade bieten Charts und Analyse-Tools, um diese Mehrfachanalyse einfach durchzuführen.
Fazit: Smarter investieren mit Kerzencharts und technischer Analyse
Für Anfänger ist das Lernen neuer Konzepte eine Herausforderung. Aber denken Sie daran: Das Lesen von Kerzen, das Verstehen von Unterstützung und Widerstand, das Erkennen von Signalen bei gleitenden Durchschnitten – all das sind Werkzeuge, um klüger zu investieren. Ziel der technischen Analyse ist es, die Wahrscheinlichkeit für richtige Entscheidungen zu erhöhen.
Aktieninvestitionen lassen sich nicht über Nacht meistern. Wenn Sie jedoch die Grundlagen der Kerzencharts verstehen und die wichtigsten Indikatoren Schritt für Schritt lernen, werden Sie deutlich selbstbewusster handeln. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten in der technischen Analyse weiter.