PE ist - ein wichtiges Werkzeug für Investoren bei der Bewertung von Aktien

Wenn die Börse volatil ist und Investoren nach Gelegenheiten suchen, Aktien zu günstigen Preisen zu kaufen, ist die erste Frage, die sie sich stellen sollten: „Ist der aktuelle Preis wirklich günstig?“ Die Antwort findet sich oft im sogenannten PE-Verhältnis, einem Indikator, der die Beziehung zwischen dem gezahlten Preis und dem Gewinn einer Aktie misst.

Die wahre Bedeutung des PE-Verhältnisses und warum Investoren es verstehen sollten

Wenn es um die wissenschaftlich fundierte Bewertung der Aktienpreisung geht, konzentrieren sich Value-Investoren auf den Wert des Produkts oder der Firma. Das wichtigste Kriterium ist das PE-Verhältnis, auch bekannt als Price-to-Earnings Ratio.

PE ist das Verhältnis, das Investoren zeigt, wie viele Jahre sie warten müssen, um ihre Investition durch die Gewinne des Unternehmens wiederzuerlangen, vorausgesetzt, das Unternehmen erzielt konstant gleiche Gewinne. Einfach gesagt: die „Amortisationszeit“.

Dieses Werkzeug ist nützlich, weil es Investoren ermöglicht, verschiedene Aktien anhand eines einheitlichen Standards zu vergleichen und zu erkennen, welche schneller Rendite bringen.

Berechnungsformel für PE und die wichtigsten Komponenten

Die Berechnung des PE ist einfach: PE = Aktienkurs ÷ Gewinn pro Aktie (EPS)

Um es verständlich zu machen, zerlegen wir es:

Erster Bestandteil: Aktienkurs (Price)

Das ist der Preis, den ein Investor zahlt, um eine Aktie zu besitzen. Je niedriger der Kaufpreis (bei gleichem EPS), desto niedriger das PE und desto schneller die Rückzahlung.

Zweiter Bestandteil: Gewinn pro Aktie (EPS)

EPS wird berechnet, indem man den Jahresgewinn des Unternehmens durch die Gesamtzahl der Aktien teilt. Das Ergebnis zeigt, wie viel Gewinn jede Aktie jährlich abwirft. Ein hoher EPS zeigt eine profitabel arbeitende Firma. In diesem Fall kann auch ein hoher Aktienpreis (PE) gerechtfertigt sein, weil der Nenner groß ist.

Ein einfaches Beispiel:

Angenommen, eine Aktie kostet 5 Euro, und das EPS beträgt 0,5 Euro. Das PE beträgt dann 10 (5 ÷ 0,5). Das bedeutet:

  • Jährliche Rendite: 0,5 Euro
  • Rückzahlung in 10 Jahren (bei gleichbleibendem Gewinn)
  • Ab dem 11. Jahr ist der Gewinn reiner Gewinn für den Investor

Ein niedriger PE zeigt, dass die Aktie preislich angemessen ist, und die Amortisationszeit kürzer wird. Ein hoher PE bedeutet, dass Investoren länger warten müssen, vorausgesetzt, die Unternehmensbedingungen ändern sich nicht.

Forward P/E und Trailing P/E – Unterschiede in der Praxis

Im echten Markt verwenden Investoren und Analysten zwei Arten von PE, die unterschiedlich effizient sind:

Forward P/E (Prognose-PE)

Dieses wird berechnet aus dem aktuellen Kurs geteilt durch den erwarteten Gewinn des nächsten Jahres, den Analysten oder das Unternehmen schätzen. Es hilft, die zukünftige Situation zu beurteilen und ist für Investoren, die nach vorne schauen, nützlich.

Der Nachteil ist, dass Unternehmen manchmal ihre Gewinne zu niedrig schätzen, um sich günstiger darzustellen. Verschiedene Analysten können unterschiedliche Schätzungen abgeben, was zu Verwirrung führt.

Trailing P/E (Vergangenes PE)

Dies ist die beliebteste Variante, berechnet aus dem aktuellen Kurs geteilt durch den tatsächlichen Gewinn der letzten 12 Monate. Der Vorteil ist, dass es auf realen Daten basiert, keine Schätzungen erforderlich sind.

Viele Investoren vertrauen auf das Trailing P/E, weil es die tatsächliche Leistung widerspiegelt. Der Nachteil ist, dass vergangene Gewinne keine Garantie für die Zukunft sind. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, spiegelt das Trailing P/E diese Veränderungen nicht sofort wider.

Welche Grenzen hat das PE, die Investoren beachten sollten

Viele Investoren verwenden nur ein PE, um eine Entscheidung zu treffen – das ist falsch. EPS ist nicht konstant, sondern ändert sich je nach Unternehmenslage und Marktumfeld.

Klare Szenarien:

Angenommen, man kauft eine Aktie für 5 Euro mit einem EPS von 0,5 Euro, also PE 10. Man rechnet mit 10 Jahren, um die Investition zurückzuerhalten. Wenn das Unternehmen jedoch wächst, z.B. durch neue Fabriken oder Expansion, steigt der EPS auf 1 Euro. Das PE sinkt auf 5, was bedeutet:

  • Die Amortisationszeit verkürzt sich auf 5 Jahre
  • Die Profitabilität verbessert sich
  • Der Investor profitiert zusätzlich vom Wachstum des Unternehmens

Andererseits, bei negativen Ereignissen wie Handelsbeschränkungen, hohen Schadensersatzzahlungen oder Verlusten großer Kunden, kann der EPS auf 0,25 Euro sinken. Das PE steigt auf 20, was bedeutet:

  • Die Rückzahlungszeit verlängert sich auf 20 Jahre
  • Das Risiko steigt erheblich

Daher ist das PE kein absoluter Wert, sondern nur eine Momentaufnahme, die sich jederzeit ändern kann.

Intelligenter Einsatz des PE für bessere Investitionsentscheidungen

Das PE ist nützlich, aber hat Grenzen. Ein kluger Umgang bedeutet:

1. Nutze das PE als erstes Screening-Tool – es ist kein alleiniges Entscheidungskriterium. Vergleiche mehrere Aktien in derselben Branche und suche nach dem niedrigsten PE.

2. Verstehe die Hintergründe des PE – wenn das PE hoch ist, frage warum. Liegt es an niedrigen EPS? Hat das Unternehmen noch keine Gewinne? Gibt es Entwicklungspläne? Bei einem niedrigen PE könnte es eine Chance sein, oder es könnte auf Probleme hinweisen, die noch nicht sichtbar sind.

3. Kombiniere das PE mit anderen Analyseinstrumenten – z.B. Dividendenrendite, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Umsatzwachstum, Bilanzqualität und Zukunftspotenzial. So erhält man ein umfassenderes Bild.

4. Überwache die EPS-Entwicklung nach dem Kauf – die Gewinne können steigen oder fallen. Das beeinflusst das PE und gibt Hinweise auf die Gesundheit des Unternehmens.

Fazit: PE ist der Anfang, nicht das Ende der Analyse

Investoren sollten nur ein Werkzeug verwenden – das PE ist eines davon. Es hilft, die Bewertung einer Aktie einzuschätzen, sollte aber mit Vorsicht eingesetzt werden.

In volatilen Märkten ist es ratsam, technische Indikatoren zu nutzen, um Einstiegspunkte zu finden. Wenn der Markt günstige Gelegenheiten bietet, zeigt das PE, welche Aktien im Portfolio bleiben sollten.

Aus diesem Artikel haben Investoren gelernt: Was das PE ist, wie man es berechnet, welche Arten es gibt und worauf man achten muss. Das PE ist ein wichtiges Werkzeug, um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. So können sie gute Aktien zu angemessenen Preisen in ihr Portfolio aufnehmen.

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