Die meisten Trader denken bei der Berechnung ihrer Handelskosten nur an den Spread oder die Gebühren, aber es gibt eine weitere versteckte Kostenart, insbesondere für Anfänger, die sich dessen nicht bewusst sind: Swap-Gebühren, die deine Handelspläne täglich zerstören können.
Wie stark beeinflussen Swap-Gebühren deine Gewinne?
Stell dir vor, du machst einen Gewinn von 30 USD, hältst die Position aber drei Nächte lang, besonders am Mittwoch, dem sogenannten “3-Day Swap”. Dabei könntest du 25 USD an Swap-Gebühren verlieren, sodass dein Nettogewinn nur noch 5 USD beträgt. Wenn dein ursprünglicher Gewinn weniger als 30 USD war, bedeutet das, du hast nicht wirklich “gespart” oder musst deine Trades wegen unprofitabler Zeiten abbrechen.
Für Trader mit hohem Leverage wird die Situation noch schlimmer: Wenn du eine 1-Lot-Position EUR/USD mit nur 1.090 USD Margin (bei Leverage 1:100) eröffnest und 8,72 USD Swap pro Nacht zahlst, verlierst du täglich 0,8 % deines Margins. Bei ungünstigen Marktbewegungen kann der Swap deine Gewinne aufzehren, bis dein Konto leer ist.
Tatsächlich ist Swap-Gebühr kein nur kleines Entgelt, sondern ein echter Einflussfaktor auf deine tatsächliche Gewinnmarge.
Was ist Swap-Gebühr eigentlich?
Herkunft: Mitrade
Swap oder “Overnight Interest” ist eine Gebühr für das Halten einer Position über Nacht. Wenn du eine Order offen lässt, leihst du dir Geld vom Broker, das verzinst werden muss.
Beim Forex-Handel basiert Swap auf dem “Interest Rate Differential” der beiden Währungen, die du handelst.
Warum gibt es Swap-Gebühren?
Wenn du z.B. EUR/USD handelst, machst du zwei Dinge gleichzeitig: Du leihst eine Währung und kaufst die andere.
Buy EUR/USD: Du kaufst Euro, leihst dir aber Dollar
Sell EUR/USD: Du verkaufst Euro, erhältst aber Dollar
Jede Währung hat einen eigenen Zinssatz, z.B. EUR ca. 4,0 % p.a. (EZB), USD ca. 5,0 % p.a. (Fed).
Beispiel: Wenn du EUR/USD kaufst, erhältst du Zinsen auf EUR (ca. 4 %) und zahlst Zinsen auf USD (ca. 5 %). Die Differenz ist -1 %, du zahlst also im Jahr.
Wenn du EUR/USD verkaufst, zahlst du EUR-Zinsen (ca. 4 %) und erhältst USD-Zinsen (ca. 5 %), also eine positive Differenz von +1 %, du bekommst Zinsen.
Der Broker vermittelt diese Leihgeschäfte und berechnet eine Verwaltungsgebühr. Daher sind Swap-Gebühren nicht immer exakt die Differenz der Zinssätze, sondern können abweichen.
Deshalb sind Swap Long und Swap Short oft unterschiedlich.
Arten von Swap-Gebühren, die du kennen solltest
Positiver Swap: Du bekommst Geld, weil die Zinsen deiner gekauften Währung höher sind als die der geliehenen (abzüglich Broker-Gebühr). Beispiel: Sell EUR/USD könnte +0,8 % p.a. bringen.
Negativer Swap: Du zahlst Geld, z.B. bei Buy EUR/USD -0,8 % p.a.
Swap Long: Gebühren beim Öffnen einer Buy-Position
Swap Short: Gebühren beim Öffnen einer Sell-Position
Das häufige Missverständnis: Der 3-Tage-Swap
Die meisten Swap-Gebühren werden täglich einmal berechnet, aber an einem Tag in der Woche (meist Mittwoch) wird der Swap dreifach berechnet. Warum? Weil der Forex-Markt am Samstag und Sonntag geschlossen ist, die Zinsen aber weiterlaufen. Der Broker rechnet die Zinsen für Samstag und Sonntag in die Mittwoch-Nacht ein, da der Settlement-Termin bei T+2 liegt:
Mittwoch: Position geöffnet
Freitag: Settlement
Über das Wochenende: Position gehalten
Montag: tatsächliche Settlement
Der Broker rechnet also die Zinsen für Freitag, Samstag und Sonntag in die Nacht von Mittwoch ein.
Hinweis: Manche Broker verwenden andere Tage, z.B. Freitag, also solltest du das bei deinem Broker prüfen.
So prüfst du die Swap-Gebühren vor dem Trade
Auf MT4/MT5:
Gehe zu Market Watch (Marktübersicht)
Rechtsklick auf das Asset (z.B. EUR/USD)
Wähle “Specification” (Details)
Suche nach “Swap Long” und “Swap Short”
Die Werte sind in Punkten angegeben, die du umrechnen musst.
Auf Mitrade:
Asset auswählen
Rechts oben im Trading-Fenster auf “Einführung”
Scrolle zu “Overnight Fees” (Übernacht-Gebühren)
Dort werden die Gebühren in Prozent (%) pro Nacht angezeigt – einfacher zu verstehen und zu berechnen.
So berechnest du Swap genau
Wenn Swap in “Punkten” angezeigt wird (MT4/MT5):
Formel:
Swap (Geldbetrag) = Swap Rate in Punkten × Wert eines Punktes
Beispiel:
Kauf 1 Lot EUR/USD
Swap Long = -8,5 Punkte
Für EUR/USD 1 Lot, 1 Pip = 10 Punkte = $10 → 1 Punkt = $1
Berechnung: (-8,5) × $1 = -8,5 USD pro Nacht
Bei 3 Nächten: -8,5 × 3 = -25,5 USD
Wenn Swap in Prozent (%) angezeigt wird (Mitrade):
Wichtig: Die Swap-Gebühr basiert auf dem vollen Positionswert, nicht nur auf der Margin. Bei Margin 1.090 USD, Positionswert 109.000 USD, entspricht die Swap-Gebühr 0,8 % des Margins pro Nacht, was bei hohem Leverage riskant ist.
Weitere Assets: Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen
Swap-Gebühren gelten nicht nur für Forex:
CFD Aktien/Indizes: basieren auf den Zinssätzen der Währungen, z.B. US-Aktien auf USD-Zinsen
CFD Rohstoffe: z.B. Gold, Öl, basieren auf Lagerkosten oder Futures-Rollover
CFD Kryptowährungen: basieren auf Funding Rates auf den Börsen, sehr volatil
Chancen: Nutzen von Swap-Gebühren
Carry Trade – Zinsdifferenz nutzen
Strategie: Geld leihen in Währungen mit niedrigen Zinsen (z.B. JPY, CHF) und kaufen Währungen mit hohen Zinsen (z.B. AUD, MXN).
Beispiel:
Kauf AUD/JPY
AUD: ca. 4,35 %
JPY: ca. 0,1 %
Wenn der Swap positiv ist, bekommst du täglich Zinsen.
Risiko: Wechselkursbewegungen können Verluste bringen, die die Zinsgewinne übersteigen.
Islamic Account – Swap-freier Account
Islamic Accounts sind für Trader, die keine Zinsen zahlen dürfen. Der Broker bietet spezielle Konten ohne Swap-Gebühren an, meist mit höheren Spreads oder monatlichen Gebühren.
Ideal für: Langzeit-Trader, die Positionen über Wochen oder Monate halten, und für Muslime, die Zinsen vermeiden wollen.
Warum sind Swap-Gebühren gefährlich?
Sie reduzieren deine Gewinne: z.B. 30 USD Gewinn minus 25 USD Swap = nur noch 5 USD Nettogewinn
Sie zwingen dich, Positionen zu schließen, wenn du negative Swaps hast, vor allem bei Seitwärtsmärkten
Bei hohem Leverage können Swap-Gebühren zu Margin Calls führen, wenn dein Kapital durch die Gebühren aufgezehrt wird
Fazit: Beeinflusst Swap dein Trading wirklich?
Swap ist eine versteckte Kostenart, die oft ignoriert wird, aber erheblichen Einfluss auf deine Gewinne haben kann.
Der Einfluss hängt von deinem Trading-Stil ab:
Scalping/Day Trading: kaum relevant, da Positionen nur Minuten offen sind
Swing Trading: moderat, sollte in die Planung einbezogen werden
Positionstrading/Long-Term: erheblich, sollte auf positive Swaps oder Swap-freie Konten setzen
Am wichtigsten ist die Wahl eines transparenten Brokers, z.B. Mitrade, der die Swap-Gebühren klar anzeigt. So kannst du deine Trades besser planen, versteckte Kosten vermeiden und deine Gewinnchancen maximieren.
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Der Swap-Preis ist die versteckte Kosten, die allmählich Ihre Handelsgewinne stehlen.
Die meisten Trader denken bei der Berechnung ihrer Handelskosten nur an den Spread oder die Gebühren, aber es gibt eine weitere versteckte Kostenart, insbesondere für Anfänger, die sich dessen nicht bewusst sind: Swap-Gebühren, die deine Handelspläne täglich zerstören können.
Wie stark beeinflussen Swap-Gebühren deine Gewinne?
Stell dir vor, du machst einen Gewinn von 30 USD, hältst die Position aber drei Nächte lang, besonders am Mittwoch, dem sogenannten “3-Day Swap”. Dabei könntest du 25 USD an Swap-Gebühren verlieren, sodass dein Nettogewinn nur noch 5 USD beträgt. Wenn dein ursprünglicher Gewinn weniger als 30 USD war, bedeutet das, du hast nicht wirklich “gespart” oder musst deine Trades wegen unprofitabler Zeiten abbrechen.
Für Trader mit hohem Leverage wird die Situation noch schlimmer: Wenn du eine 1-Lot-Position EUR/USD mit nur 1.090 USD Margin (bei Leverage 1:100) eröffnest und 8,72 USD Swap pro Nacht zahlst, verlierst du täglich 0,8 % deines Margins. Bei ungünstigen Marktbewegungen kann der Swap deine Gewinne aufzehren, bis dein Konto leer ist.
Tatsächlich ist Swap-Gebühr kein nur kleines Entgelt, sondern ein echter Einflussfaktor auf deine tatsächliche Gewinnmarge.
Was ist Swap-Gebühr eigentlich?
Herkunft: Mitrade
Swap oder “Overnight Interest” ist eine Gebühr für das Halten einer Position über Nacht. Wenn du eine Order offen lässt, leihst du dir Geld vom Broker, das verzinst werden muss.
Beim Forex-Handel basiert Swap auf dem “Interest Rate Differential” der beiden Währungen, die du handelst.
Warum gibt es Swap-Gebühren?
Wenn du z.B. EUR/USD handelst, machst du zwei Dinge gleichzeitig: Du leihst eine Währung und kaufst die andere.
Jede Währung hat einen eigenen Zinssatz, z.B. EUR ca. 4,0 % p.a. (EZB), USD ca. 5,0 % p.a. (Fed).
Beispiel: Wenn du EUR/USD kaufst, erhältst du Zinsen auf EUR (ca. 4 %) und zahlst Zinsen auf USD (ca. 5 %). Die Differenz ist -1 %, du zahlst also im Jahr.
Wenn du EUR/USD verkaufst, zahlst du EUR-Zinsen (ca. 4 %) und erhältst USD-Zinsen (ca. 5 %), also eine positive Differenz von +1 %, du bekommst Zinsen.
Der Broker vermittelt diese Leihgeschäfte und berechnet eine Verwaltungsgebühr. Daher sind Swap-Gebühren nicht immer exakt die Differenz der Zinssätze, sondern können abweichen.
Deshalb sind Swap Long und Swap Short oft unterschiedlich.
Arten von Swap-Gebühren, die du kennen solltest
Positiver Swap: Du bekommst Geld, weil die Zinsen deiner gekauften Währung höher sind als die der geliehenen (abzüglich Broker-Gebühr). Beispiel: Sell EUR/USD könnte +0,8 % p.a. bringen.
Negativer Swap: Du zahlst Geld, z.B. bei Buy EUR/USD -0,8 % p.a.
Swap Long: Gebühren beim Öffnen einer Buy-Position
Swap Short: Gebühren beim Öffnen einer Sell-Position
Das häufige Missverständnis: Der 3-Tage-Swap
Die meisten Swap-Gebühren werden täglich einmal berechnet, aber an einem Tag in der Woche (meist Mittwoch) wird der Swap dreifach berechnet. Warum? Weil der Forex-Markt am Samstag und Sonntag geschlossen ist, die Zinsen aber weiterlaufen. Der Broker rechnet die Zinsen für Samstag und Sonntag in die Mittwoch-Nacht ein, da der Settlement-Termin bei T+2 liegt:
Der Broker rechnet also die Zinsen für Freitag, Samstag und Sonntag in die Nacht von Mittwoch ein.
Hinweis: Manche Broker verwenden andere Tage, z.B. Freitag, also solltest du das bei deinem Broker prüfen.
So prüfst du die Swap-Gebühren vor dem Trade
Auf MT4/MT5:
Die Werte sind in Punkten angegeben, die du umrechnen musst.
Auf Mitrade:
So berechnest du Swap genau
Wenn Swap in “Punkten” angezeigt wird (MT4/MT5):
Formel:
Swap (Geldbetrag) = Swap Rate in Punkten × Wert eines Punktes
Beispiel:
Kauf 1 Lot EUR/USD
Wenn Swap in Prozent (%) angezeigt wird (Mitrade):
Formel:
Swap = (Positionswert) × (Swap Rate in %)
Beispiel:
Kauf 1 Lot EUR/USD bei 1,0900
Wichtig: Die Swap-Gebühr basiert auf dem vollen Positionswert, nicht nur auf der Margin. Bei Margin 1.090 USD, Positionswert 109.000 USD, entspricht die Swap-Gebühr 0,8 % des Margins pro Nacht, was bei hohem Leverage riskant ist.
Weitere Assets: Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen
Swap-Gebühren gelten nicht nur für Forex:
Chancen: Nutzen von Swap-Gebühren
Carry Trade – Zinsdifferenz nutzen
Strategie: Geld leihen in Währungen mit niedrigen Zinsen (z.B. JPY, CHF) und kaufen Währungen mit hohen Zinsen (z.B. AUD, MXN).
Beispiel:
Kauf AUD/JPY
Wenn der Swap positiv ist, bekommst du täglich Zinsen.
Risiko: Wechselkursbewegungen können Verluste bringen, die die Zinsgewinne übersteigen.
Islamic Account – Swap-freier Account
Islamic Accounts sind für Trader, die keine Zinsen zahlen dürfen. Der Broker bietet spezielle Konten ohne Swap-Gebühren an, meist mit höheren Spreads oder monatlichen Gebühren.
Ideal für: Langzeit-Trader, die Positionen über Wochen oder Monate halten, und für Muslime, die Zinsen vermeiden wollen.
Warum sind Swap-Gebühren gefährlich?
Fazit: Beeinflusst Swap dein Trading wirklich?
Swap ist eine versteckte Kostenart, die oft ignoriert wird, aber erheblichen Einfluss auf deine Gewinne haben kann.
Der Einfluss hängt von deinem Trading-Stil ab:
Am wichtigsten ist die Wahl eines transparenten Brokers, z.B. Mitrade, der die Swap-Gebühren klar anzeigt. So kannst du deine Trades besser planen, versteckte Kosten vermeiden und deine Gewinnchancen maximieren.